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Presseberichte zum 32. Spieltag Bielefeld - VfL
#1
Die Fans des VfL Bochum feiern Philipp Hofmann als Fußballgott, der Stürmer gibt viel zurück. Doch er betont eine Sache, die ihn richtig nervt. 

Heiko Vogel begann seine Analyse zum 1:2 der Spielvereinigung Greuther Fürth beim VfL Bochum mit dem Mann des Tages. Der Trainer der Franken war auf dem Weg zur Pressekonferenz Philipp Hofmann begegnet. „Ich habe kurz überlegt, ob ich ihm die Hand gebe oder nicht“, sagte Vogel mit höchstem Respekt in der Stimme. „Wer so einen Stürmer in seinem Team hat, kann sich glücklich schätzen. Er hat den Unterschied gemacht.“ 

Allerdings! Der 33-Jährige beeindruckte erneut nicht nur mit seinen beiden Toren. Hofmann war omnipräsent, gesuchter und gefundener Zielspieler, der die Bälle festmacht und verteilt. Der weitere Abschlüsse hatte, der Chancen auflegte, der die Zweikämpfe in der Luft gewann und meist auch am Boden. „Hoffi war der beste Mann auf dem Platz“, lobte auch sein eigener Trainer Uwe Rösler.

Hofmann trifft und wird von Fans gefeiert
Und auch die VfL-Fans huldigten ihrem Stürmer, nachdem etliche Anhänger noch vor ein paar Monaten, als der damals formschwache Angreifer seinen Vertrag bis 2028 verlängerte, erregt den Kopf geschüttelt hatten. Unter Rösler aber ist der Neuner aufgeblüht. Neun seiner zwölf Treffer erzielte der Arnsberger in der Rückrunde, allein sechs in seinen letzten vier Spielen, nachdem er in Dresden (0:2) schmerzlich vermisst worden war. Woche für Woche scheint er besser zu werden.

„Fußballgott“ riefen nun Fans dem 1,95-Meter-Riesen zu, und die Ostkurve feierte nach dem erlösenden Schlusspfiff des am Ende doch nochmal zittrigen 2:1-Sieges gegen Fürth lautstark seinen Namen. „Philipp Hofmann“ schallte es durchs Ruhrstadion. „Wenn man Tore schießt ...“, sagte Hofmann dazu lächelnd. „Gerade nach dem Horrorstart tut das natürlich gut. Es freut mich, wenn die Fans die Leistung anerkennen. Ich arbeite enorm viel für die Mannschaft. Tore zu machen ist meine Lieblingsbeschäftigung“, so Hofmann. „Ich bin in guter Form. Die will ich mitnehmen und die Jungs weiter anstecken damit.“ 

Fokus liegt auf der Arbeit gegen den Ball
Es passe im Moment viel zusammen bei ihm, erklärte Hofmann, „auch die Ausrichtung“ unter Rösler mit klarem Neuner komme ihm gelegen. Gegen Fürth legte der VfL zudem, ähnlich wie schon beim 4:1 gegen Braunschweig, den Fokus ganz auf die Arbeit gegen den Ball, die Rösler hernach auch mehrmals hervorhob als Schlüssel zum Sieg; dazu gehören dann lange Bälle Richtung Hofmann, zweite Bälle, Umschaltaktionen, Standards. Es ist ein einfacher Fußball mit Intensität, ohne Schnörkel, auch: ohne spielerische Anmut. Aber mit Effektivität. Wenn Hofmann auftrumpft.

Umso wichtiger war sein Einsatz gegen Fürth, weil die Konkurrenz gepunktet hatte am Wochenende. Hofmann sprach von einer „positiven Anspannung“ in der Kabine vor dem Anpfiff und einem optimalen Start nach 49 Sekunden. „Das frühe 1:0 hat uns gutgetan, am Ende war der Sieg verdient“, so der Anführer auf dem Platz. Philipp Ziereis war weggerutscht, Hofmann netzte aus kurzer Distanz eiskalt ein. 

Hofmann schildert seinen Doppelpack
„Beim ersten Tor habe ich natürlich Glück, dass der Verteidiger ausrutscht, aber da muss man auch erstmal so schnell reagieren“, schilderte Hofmann selbst. „Beim zweiten Tor war die Ecke so einstudiert, dass ich auf den kurzen Pfosten komme, das machen wir seit Wochen schon. Jetzt haben wir uns endlich mal belohnt“, sagte der Goalgetter, der sich auch für seinen Kumpel Maxi Wittek freute, der ihm beide Treffer auflegte. Sein drittes Tor galt wegen einer Abseitsposition von Noah Loosli nicht.

Zwölf Tore, acht Torvorlagen: Mit 20 Scorer-Punkten ist Hofmann nicht mehr weit entfernt von der Zweitliga-Nummer-Eins Fabian Reese (Hertha, 23). Und von einem persönlichen Rekord. Als Angreifer des Karlsruher SC gelangen ihm in der Saison 21/22 (19 Tore/vier Vorlagen) und 19/20 (17/6) jeweils 23 Scorerpunkte. Drei Partien stehen noch aus. 

Hofmann hat neue Bestmarke im Blick
Knackt er seine Bestmarke? „Ich hoffe“, sagte Hofmann, richtete den Fokus aber schnell aufs große Ganze. „Es macht Spaß mit den Jungs. Wenn jeder den Plan verfolgt, den wir uns vornehmen, dann sind wir auch gut. Fürth hat eine starke Offensive, die muss man erstmal in Schach halten, das haben wir gut verteidigt, Kompliment an die Abwehr.“

Trotz der Erleichterung: Hofmann blickte umgehend immer wieder voraus, mit gerunzelter Stirn. Der Klassenerhalt, mahnte er, sei noch nicht gesichert, trotz der sechs Punkte Vorsprung auf einen Abstiegs- und Relegationsrang, trotz Rang zehn mit 39 Punkten und einem guten Torverhältnis (45:44) nur drei Spiele vor Schluss. 

Heißes Duell: Fans stimmen Schmähgesänge auf Bielefeld an
Auch die Fans stimmten die Spieler ja mit den üblichen Schmähgesängen bereits ein auf das Duell bei Arminia Bielefeld am kommenden Samstag (2. Mai/13 Uhr). Und Hofmann ist richtig genervt von den letzten Auswärtspartien. „Jetzt müssen wir auch auswärts mal dieses Gesicht zeigen. Jeder muss nochmal eine Schippe drauflegen“, betonte er. „Auch wenn man mal einen Punkt holt auswärts, das wäre ein Anfang. Aber wir können nicht immer so auftreten wie zuletzt, ohne Emotionen“, kritisierte er das 0:2 in Dresden oder 1:4 in Magdeburg oder 1:2 in Düsseldorf.

„Bielefeld ist ein besonderes Spiel auch für die Fans, das kann ein Hexenkessel werden. Die werden alles reinhauen“, sagte Hofmann. „Wir müssen simpel spielen, gut auf die zweiten Bälle gehen, dürfen uns nicht verstecken und wollen den Sack dort zumachen.“ 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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#2
„Scheiß Bochum“ plakatierten Fans von Bielefeld in Münster. VfL-Fans stimmten Schmähgesänge an im Ruhrstadion. Die Rivalität hat Gründe. 

Die ersten Provokationen gab es schon eine Woche vor dem Anpfiff. Nach dem 2:1-Sieg des VfL Bochum gegen Fürth stimmten etliche Fans in der Ostkurve die üblichen Schmählieder an vor dem emotional aufgeladenen Duell des VfL in Bielefeld an diesem Samstag (13 Uhr/Sky). „Ostwestfalen – Idioten, scheiß Arminia Bielefeld“ etwa hallte durchs Ruhrstadion. 

Bereits tags zuvor sendeten Arminia-Anhänger ein Zeichen der Abneigung gen Ruhrgebiet. Sie hatten beim 3:2-Derbysieg bei ihrem lokalen Rivalen Münster den kompletten Gästeblock beklebt, hinterließen den Sitzplatzbereich in Schwarz-Weiß-Blau und sprühten auf die Bahn davor: „Scheiß Münster! Scheiß Bochum!“ 

Lange Fan-Freundschaft zwischen Bochum und Münster 
Seit inzwischen Jahrzehnten herrschen zwischen den Fanszenen von Bochum und Münster lose Kontakte. Daraus wurde später ein engerer Draht sowie durch die Ultra-Gruppen Ruhrstadtkollektiv (Bochum) und Fede Nerblo (Münster) eine offizielle Freundschaft zwischen den aktiven Gruppen, die auch von vielen anderen Fans getragen wird. Immer wieder sieht man Fans mit Preußen-Schals oder -Trikots im Ruhrstadion, VfL-Anhänger unterstützen wiederum die Ostwestfalen. 

Eine Beziehung, die die jahrzehntelange, seit den 70er Jahren besonders ausgeprägte Rivalität zwischen Bielefeld und Bochum befeuert. Hinzu kommt die sportliche Komponente. Die Klubs trafen sich immer wieder in diversen Ligen und konkurrierten mal um den Aufstieg, mal um den Klassenerhalt. 

Skandalspiel auf der Alm: Wosz zeigt Fans den Stinkefinger
Eine Rolle spielte auch das Verhalten von Dariusz Wosz in einem Spiel des VfL auf der Bielefelder Alm. In der Saison 1996/1997 verweigerte die „Zaubermaus“ ihrem Gegenspieler Silvio Meißner zunächst nach einem Foul den Handschlag und zeigte den Bielefelder Fans nach ihrem Anschlusstreffer bei der 1:3-Pleite den Stinkefinger. Diese reagierten später bei der Abfahrt des Bochumer Busses mit Flaschenwürfen. Im selben Spiel wurde zudem dem VfL-Spieler Delron Buckley bei einem Foul die Kniescheibe zertrümmert.

„Das ist ein besonderes Spiel für die Fans“, sagte VfL-Stürmer Philipp Hofmann nach seinem Doppelpack gegen Fürth und erwartet nicht nur deshalb die Heim-Mentalität von seinem Team. Im Ruhrstadion überzeugte der VfL zuletzt mit Intensität und Einsatz, auswärts sah Hofmann „emotionslose“ Auftritte in Magdeburg, in Dresden. 

VfL-Fans sorgen in Bielefeld für ausverkauften Gästeblock
Trotzdem bauten die VfL-Fans im Gästeblock ihr Team auch nach den schwachen Leistungen immer auf, beschworen den gemeinsamen Kampf um den Klassenerhalt – und sind jetzt heiß auf Bielefeld. Alle 2700 Gästetickets waren schnell verkauft. Die Ultras werden im Sitzplatzbereich einheizen. „Alle nach Bielefeld auf den Sitzer! Blöcke A2 und B1“, schrieb die aktive Szene im Kanal „Blick in die Kurve“.

Viel Brisanz – nicht nur auf den Rängen. Der VfL kann mit einem Sieg, vielleicht sogar schon mit einem Punkt den Klassenerhalt auch rechnerisch perfekt machen und zugleich Bielefeld in große Sorgen stürzen. 39 Punkte hat Bochum drei Spiele vor Schluss und damit ein beruhigendes Sechs-Punkte-Polster auf die Abstiegs- und Relegationsränge. Aufsteiger Bielefeld indes liegt mit 35 Zählern nur zwei Punkte vor Fürth und Magdeburg. 

VfL Bochum will Negativserie in Bielefeld endlich stoppen
Für Bochum gilt es auch, eine Gruselserie zu beenden. Im Ruhrstadion gab es viele Erfolge wie im Hinspiel, als Hofmanns Volltreffer einen 1:0-Sieg sicherte. Doch „auf der Alm“ holte der VfL Bochum zuletzt im November 2013 einen Sieg, als Ken Ilsö und Yusuke Tasaka zum 2:0 trafen. Einem 1:1 folgten dann fünf Pleiten in Serie in der 2. Liga und einmal in der Bundesliga. Dabei erzielte Bochum nur ein einziges Tor. Beim letzten Duell in Bielefeld im August 2023 blamierte sich der Bundesligist aus Bochum beim Drittligisten, schied in der ersten Pokalrunde nach einem 2:2 nach Verlängerung mit 1:4 im Elfmeterschießen.

  Quelle: WAZ.de
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#3
VfL-Trainer Uwe Rösler warnt vor dem Auswärtsspiel in Bielefeld eindringlich vor Übermut – ob sein Team diesmal die Auswärtsschwäche besiegt? 

Es gibt sie noch, die Premieren. Auch mit 57 Jahren ist ein Uwe Rösler davor nicht gefeit. Erstmals in seiner langen Karriere als Spieler und Trainer wird er am Samstag auf der Bielefelder Alm zu Gast sein, wenn er mit dem VfL Bochum beim DSC Arminia gastiert (13 Uhr/Sky). „Ich habe selbst noch nie auf der Alm gespielt oder gecoacht. Ich habe aber viel gehört und mitbekommen, was da abgeht“, sagte Rösler. „Das Stadion dort kann eine unheimliche Wucht entwickeln – so wie bei uns.“ Diese Energie will Rösler endlich auch in Auswärtsspielen für sich beziehungsweise seine Mannschaft nutzen. 

Bislang ging das nur selten auf. Gerade einmal elf Punkte sammelte der VfL Bochum in fremden Stadien. Der letzte Sieg ist schon Monate her. Am 29. November 2025 gewannen die Bochumer das Hinspiel gegen Greuther Fürth. „Ich habe nicht auf dem Schirm gehabt, dass wir auswärts nur elf Punkte geholt haben“, gab Rösler am Mittwoch im Gespräch zu. „Die Fakten sprechen gegen uns, das ist die Realität. Das müssen wir adressieren – als Trainerteam und als Spieler.“ 

Zumal es für den VfL Bochum noch immer um den Klassenerhalt geht – trotz des Sieges gegen Greuther Fürth am vergangenen Sonntag und sechs Punkten Vorsprung auf den Relegations- und Abstiegsplatz. „Wir sind im Abstiegskampf“, sagte Rösler. „Wir sind noch nicht durch.“ Aus diesem Grund könne er auch vorerst keine Rücksicht darauf nehmen, ob der eine oder andere Spieler aus seinem Kader am Samstag für die U19 im Achtelfinale um die Deutsche Meisterschaft gegen Hannover 96 auflaufen könne (15 Uhr). „Die Vorbereitung der ersten Mannschaft geht vor. Wir müssen Elf-gegen-Elf spielen. Wir brauchen Qualität und Energie. Alessandro Crimaldi und Kacper Koscierski geben uns die. Wenn wir durch gewesen wären, wäre es etwas anderes.“ 

VfL Bochum ist rechnerisch noch nicht gerettet
Sind die Bochumer aber noch nicht – zumindest nicht rechnerisch. Wenngleich kaum jemand an der Castroper Straße ernsthaft damit rechnen dürfte, noch einmal arg gefährdet zu sein in dieser Saison. Zu viele Mannschaften befinden sich in der Tabelle zwischen dem VfL und dem Abstiegsplatz. Dennoch ist die Ansage Röslers klar. Und auch die Mannschaft scheint mit ihm auf einer Wellenlänge zu liegen. „Wir haben trotz der Freude und Erleichterung über den Sieg am Wochenende sofort auf die Partie gegen Bielefeld verwiesen. Den Spielern ist bewusst, dass wir noch nicht durch sind. Wir müssen das jetzt auf den Platz bringen.“

Zumal die Arminia selbst noch ums Überleben kämpft – wie schon Fortuna Düsseldorf, der 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden in den vergangenen VfL-Auswärtsspielen, die allesamt mächtig in die Hose gingen. „Arminia spielt mit Energie und ist eine der intensivsten Mannschaften der Liga“, weiß Rösler und fordert: „Wir müssen noch eine Schippe drauflegen. Das war schon gut am Sonntag, die Mannschaft hat unter Druck performt. Kompliment, wie wir den Kampf angenommen, zweite Bälle gewonnen und als gesamte Mannschaft verteidigt haben.“ 

Rösler fordert vom VfL Bochum: „Kampf annehmen“
Dies müsse nun aber auch endlich in Auswärtsspielen an den Tag gelegt werden. Deshalb denkt Rösler auch über personelle Veränderungen nach. Der eine oder andere Spieler schien in der Vergangenheit in Partien auf fremdem Rasen überfordert zu sein. „Die Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsspielen muss ich mitbedenken“, so der Cheftrainer. Wichtig sei, dass die Spieler den Kampf annehmen. „Sie wissen genau, dass eine intensiv spielende Mannschaft auf sie zukommt. Sie wissen um die langen Bälle und das intensive Anlaufen, sie wissen, dass es um die zweiten Bälle geht. Es ist ganz einfach: Kampf annehmen!“

Zumal Rösler Rücksicht auf seine Spieler genommen hat nach dem Fürth-Sieg. Einige Akteure – er selbst auch – hätten mental müde gewirkt, sagte er. „Gerade gegen Ende der Saison geht es um die Frische im Kopf und um mentale, wie körperliche Erholung. Daher habe ich mich entschlossen, die Gedanken weg vom Trainingsplatz zu lenken“, so Rösler. Anders als sonst verzichtet er dafür auch auf die üblichen vier Vorbereitungstage auf das kommende Spiel. „Die Jungs sollten mit den Familien was anderes machen und mit guter Energie die drei Tage in Angriff nehmen.“ Um dann am Samstag den Sack endgültig zuzumachen und mit mindestens einem Punktgewinn gegen Bielefeld den Klassenerhalt zu sichern. 

Quelle: WAZ.de
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#4
   
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„Unsere Prinzipien auch in einem Auswärtsspiel abrufen“
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Es geht auf die Alm. Der VfL Bochum 1848 gastiert am 32. Spieltag der aktuellen Zweitliga-Saison beim DSC Arminia Bielefeld (Samstag, 02. Mai, Anstoß: 13 Uhr). VfL-Cheftrainer Uwe Rösler beantwortete vorab auf der obligatorischen Pressekonferenz die Fragen der anwesenden Journalisten. 
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VfL-Cheftrainer Uwe Rösler über…
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…die Personalsituation: „Mikkel Rakneberg fällt aus, er hat die OP bekanntlich gut überstanden. Marcel Sobottka wird auch noch nicht im Kader stehen können, genauso wie Romario Rösch, der mit einem Magen-Darm-Infekt ausfällt. Ansonsten stehen alle Spieler zur Verfügung.“
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…den Heimsieg gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth: „Die Mannschaft hat unter einer Drucksituation sehr gut performt. Nicht nur von der Einstellung und vom Kampf her, sondern auch vom Fußballerischen waren wir gut. Es ging um sehr viel in diesem Spiel, wir haben uns super verkauft und zurecht drei Punkte eingefahren. Auf der Alm müssen wir mindestens mit der gleichen Einstellung wie gegen Fürth spielen, um etwas mitzunehmen.“
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…die Trainingswoche: „Ich habe der Mannschaft zwei Tage Pause gegeben, weil das Spiel gegen Fürth unheimlich Körner gekostet hat. Gerade am Ende einer Saison ist die physische und mentale Regeneration unheimlich wichtig. Wir wollten das Bewusstsein schärfen und mentale Frische erzeugen. Hoffentlich sind wir am Samstag physisch und mental auf dem Niveau, um eine gute Leistung abrufen zu können.“
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…den DSC Arminia Bielefeld: Bielefeld ist eine Mannschaft, die ihre Stärken zuhause hat. In ihrem Stadion können sie eine unheimliche Wucht entwickeln. Bielefeld ist die laufstärkste Mannschaft der Liga, gemeinsam mit Dresden. Sie können den Gegner 90, 95 Minuten unter Druck setzen mit ihrem permanenten Anlaufverhalten. Sie schlagen viele Bälle in die Box, sind nach Standards gefährlich und versuchen, Chaos zu stiften. Wir müssen voll dagegenhalten und eigene Akzente setzen, um den Druck nicht zu groß werden zu lassen. Wir müssen sie challengen, damit sie viel ins Verteidigen kommen. Da sehen wir unsere Möglichkeiten, Erträge für uns zu erzielen.
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…die Marschroute für das Spiel in Bielefeld: „Wir wissen, dass es schwer wird. Unsere Auswärtsbilanz ist ohne Frage nicht gut. Das reicht nicht für die Ansprüche, die wir haben. Wir sind voll im Abstiegskampf. Ganz wichtig ist, dass wir diese Intensität, diesen Fokus und diese Physis auf den Platz bringen, die wir auch gegen Fürth gezeigt haben. Es geht viel um direkte Duelle und unsere Box-Verteidigung. Wir müssen im Umschaltspiel mutig sein. All diese Aspekte hat die Mannschaft schon gezeigt. Jetzt gilt es, unsere Prinzipien auch in einem Auswärtsspiel abzurufen. Es ist ein spezielles Spiel für unseren Verein und unsere Fans. Wir müssen jetzt abliefern und eine super Leistung zeigen.“
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…Cajetan Lenz: „Caje wird auf jeden Fall spielen. Er hat gegen Fürth ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht. Er ist sehr fokussiert, locker und trainiert mit einem Lächeln. Genauso wünsche ich mir das. Das ist das, was wir von ihm erwarten.“
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…Darnell Keumo: „Darnell hat sich weiterentwickelt. Die jüngsten Berichte, die ich über ihn bekommen habe, waren allesamt positiv. Er hat sich das verdient, bei uns im Training zu sein. Mikkel ist verletzt, jetzt kann sich Darnell in den letzten drei Wochen nachhaltig zeigen. Wir haben auch ein Plan mit ihm. Er wird auf jeden Fall die Vorbereitung im Sommer mitmachen.“
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#5
Der VfL Bochum ist dem Klassenerhalt nahe, endgültig eintüten kann ihn der Revierklub am Samstag bei Arminia Bielefeld. Uwe Rösler erwartet Schwerstarbeit. 

"Wir wissen, dass es schwer wird", blickte Uwe Rösler auf das Duell auf der Alm am Samstag (13 Uhr, LIVE! bei kicker) voraus. Gerade auswärts performte sein Team seit längerer Zeit mehr schlecht als recht, wartet seit dem 3:0 in Fürth am 14. Spieltag auf einen Dreier (seither: 0/4/3). Die Auswärtstabelle habe er "nicht auf dem Schirm gehabt", gestand der Coach auf der Pressekonferenz. Grund genug, jetzt auswärts abzuliefern und "auch mal eine Super-Leistung" zu zeigen. 

Rösler warnt vor Bielefelder Unruhestiftern
So wie zuletzt vor heimischer Kulisse gegen Fürth. Nach dem 2:1 gegen die SpVgg war Rösler sehr "happy", dass seine Mannschaft sich in einem Spiel, "in dem es um so viel ging, so reingeschmissen habe" und die drei Punkte geholt habe. Die haben den VfL mit 39 Zählern in eine komfortable Position gebracht, auf die Abstiegsplätze sind es sechs Punkte Vorsprung. Auf den DSC deren vier, was im Umkehrschluss bedeutet, dass die Arminia mittendrin steckt im Existenzkampf. 

Rösler kennt den Gegner vom 1:0-Erfolg aus dem Hinspiel - Torschütze: der jüngst so treffsichere Philipp Hofmann - und hat sich natürlich auch jetzt eingehend mit den Bielefeldern beschäftigt. Seine Erwartung: "Sie können 90, 95 Minuten den Gegner unter Druck setzen. Sie laufen permanent an, spielen permanent in die Box. Sie versuchen, Chaos zu stiften und dadurch Chancen zu erringen." 

Startplatzgarantie für Lenz
Es gilt also, defensiv konzentriert dagegen zu halten. Der 57-Jährige hielt sich bedeckt, ob er personelle Wechsel vornehmen werde. Definitiv keinen Wechsel werde es auf der zentralen defensiven Mittelfeldposition geben, wo Rösler auf den laut Medienberichten kurz vor einem Wechsel zur TSG Hoffenheim stehenden Cajetan Lenz setzen wird. "Er hat absolute Pitbull-Mentalität gezeigt. Mit so einer Leistung wird er in Bielefeld auf jeden Fall von Anfang an spielen." 

Diese "Pitbull-Mentalität" verlangt Rösler von all seinen Spielern. "Es ist ein ganz spezielles Spiel für unseren Verein. Für unsere Fans." Die hoffen auf den erst dritten Auswärtssieg, mit dem sich die Bochumer endgültig aller Abstiegssorgen entledigen können. 

Quelle: Kicker.de
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