04-30-2026, 06:27 PM
Die aktive Fanszene will in Bielefeld den Sitzplatzbereich nutzen. Dadurch könnten andere Fans beeinträchtigt werden. Worüber sich Fans ärgern
Mindestens 2700 Fans werden den VfL Bochum am Samstag zum Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld begleiten. Die Karten für den Gästeblock waren innerhalb weniger Minuten vergriffen. Allerdings: Eine Ankündigung der aktiven Fanszene und die Reaktion des Vereins sorgen unter VfL-Fans für Diskussionen.
Über ihren Kanal „Blick in die Kurve“ hatten die „Ultras“ dazu aufgerufen, dass sich alle Fans, die aktiv supporten möchten, Karten für die Sitzplätze im Auswärtsblock kaufen sollen: „Alle nach Bielefeld auf den Sitzer! Blöcke A2 und B1“, heißt es. Für Auswärtsfans gibt es im Bielefelder Stadion auch einen Stehplatzbereich. Den wollen die „Ultras“ offenbar nicht nutzen.
VfL Bochum weist im Ticketshop auf mögliche Beeinträchtigungen hin
Womöglich, weil dieser am äußersten Rand der Tribüne liegt. Ein stimmungsvolleres Bild entsteht meist, wenn sich Fans in der Mitte eines Blocks versammeln – dort, wo in Bielefeld eben die Auswärts-Sitzplätze sind. In Gästebereichen gilt zudem oft das ungeschriebene Gesetz der freien Platzwahl. Besonders in den Sitzplatzbereichen, wenn die aktive Szene dorthin ausweicht.
Sollten sich „normale“ Fans Karten für diese Blöcke gekauft haben, kann es passieren, dass sie auf Teilen der Tribüne ihre Sitzplätze nicht in Anspruch nehmen können. Der VfL Bochum reagierte auf den Aufruf seiner eigenen Anhänger mit einem Hinweis:
„Die aktive Fanszene befindet sich in den Sitzplatzblöcken A2 und B1. In diesen Blöcken kann es zu Sichtbehinderungen, insbesondere durch das Schwenken von Fahnen und/oder stehende Zuschauer, kommen.“
Ankündigung sorgt bei VfL-Bochum-Fans für Diskussionen
In Fanforen und auf Social Media sorgte das für Diskussionen unter den Fans. Einige finden das Vorgehen der aktiven Fanszene und des Vereins in Ordnung, andere stellen sich dagegen. Ein User schreibt etwa: „Wer mit den Ultras nichts zu tun haben möchte, kann sich ja weiter Plätze oben buchen.“ Andere halten den Hinweis des VfL Bochum im Ticketshop für unglücklich.
Martina Nolden, langjähriger Fan des VfL Bochum, sagt: „Grundsätzlich kann sich jeder hinstellen, wo er oder sie möchte. Aber man sollte dabei Rücksicht auf andere Fans nehmen. Die Ultras könnten sich auch einfach weiter nach oben in den Block stellen, dann könnten die Zuschauer im unteren Bereich noch sitzen.“
Die 59-Jährige meint: „Die Ultras sollen nicht behaupten, ihnen gehört der Verein.“
In Bielefeld hätte sie auch gerne im Auswärtsblock Platz genommen. „Aber ich habe keine Lust, zu stehen, wenn ich viel Geld für einen Sitzplatz ausgebe. Jetzt weiche ich auf den neutralen Zuschauerbereich im Stadion aus – natürlich ohne Fankleidung. Das ist schon schade.“
Verein kündigt neue Regeln bei Ticketvergabe an
Bereits beim Auswärtsspiel in Düsseldorf Ende Februar kam es zu Konflikten. Zuschauer sollen dort von Teilen der aktiven Fanszene gewaltsam von ihren Sitzplätzen vertrieben worden sein.
Damals hieß es vom Verein: „Der VfL wird nicht zulassen, dass Familien und Kinder sich unwohl oder bedroht fühlen, und deshalb zukünftig die Vergabe der Auswärtstickets – insbesondere die Aufteilung und Nutzung von Steh- und Sitzplätzen – anpassen und neu reglementieren.“
Für das Spiel in Bielefeld galt das offenbar noch nicht. Der Verein teilt dazu auf Nachfrage mit: „Der VfL Bochum 1848 befindet sich weiterhin im Austausch mit der aktiven Fanszene, betroffenen Personen und dem neugewählten Fangremium.“ Ein Zeitpunkt, wann mögliche neue Regeln gelten, sei absichtlich nicht mitgeteilt worden, weil sich die Ticketvergabe sehr komplex gestalte. „Spätestens zu Beginn der neuen Saison wird der VfL aber ein neues Vergabeverfahren vorstellen“, heißt es.
An eine funktionierende Lösung glaubt VfL-Fan Martina Nolden indes nicht: „Wie soll das denn kontrolliert werden, ob jemand mit einem Sitzplatzticket am Ende nicht doch steht? Ich werde auch in Zukunft bei Auswärtsspielen in den neutralen Bereich ausweichen, da habe ich keinen Stress.“
[url=https://www.waz.de/lokales/bochum/article411857516/fan-aerger-beim-vfl-bochum-vor-bielefeld-den-ultras-gehoert-nicht-der-verein.html] Quelle: WAZ.de [/urlö]
Mindestens 2700 Fans werden den VfL Bochum am Samstag zum Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld begleiten. Die Karten für den Gästeblock waren innerhalb weniger Minuten vergriffen. Allerdings: Eine Ankündigung der aktiven Fanszene und die Reaktion des Vereins sorgen unter VfL-Fans für Diskussionen.
Über ihren Kanal „Blick in die Kurve“ hatten die „Ultras“ dazu aufgerufen, dass sich alle Fans, die aktiv supporten möchten, Karten für die Sitzplätze im Auswärtsblock kaufen sollen: „Alle nach Bielefeld auf den Sitzer! Blöcke A2 und B1“, heißt es. Für Auswärtsfans gibt es im Bielefelder Stadion auch einen Stehplatzbereich. Den wollen die „Ultras“ offenbar nicht nutzen.
VfL Bochum weist im Ticketshop auf mögliche Beeinträchtigungen hin
Womöglich, weil dieser am äußersten Rand der Tribüne liegt. Ein stimmungsvolleres Bild entsteht meist, wenn sich Fans in der Mitte eines Blocks versammeln – dort, wo in Bielefeld eben die Auswärts-Sitzplätze sind. In Gästebereichen gilt zudem oft das ungeschriebene Gesetz der freien Platzwahl. Besonders in den Sitzplatzbereichen, wenn die aktive Szene dorthin ausweicht.
Sollten sich „normale“ Fans Karten für diese Blöcke gekauft haben, kann es passieren, dass sie auf Teilen der Tribüne ihre Sitzplätze nicht in Anspruch nehmen können. Der VfL Bochum reagierte auf den Aufruf seiner eigenen Anhänger mit einem Hinweis:
„Die aktive Fanszene befindet sich in den Sitzplatzblöcken A2 und B1. In diesen Blöcken kann es zu Sichtbehinderungen, insbesondere durch das Schwenken von Fahnen und/oder stehende Zuschauer, kommen.“
Ankündigung sorgt bei VfL-Bochum-Fans für Diskussionen
In Fanforen und auf Social Media sorgte das für Diskussionen unter den Fans. Einige finden das Vorgehen der aktiven Fanszene und des Vereins in Ordnung, andere stellen sich dagegen. Ein User schreibt etwa: „Wer mit den Ultras nichts zu tun haben möchte, kann sich ja weiter Plätze oben buchen.“ Andere halten den Hinweis des VfL Bochum im Ticketshop für unglücklich.
Martina Nolden, langjähriger Fan des VfL Bochum, sagt: „Grundsätzlich kann sich jeder hinstellen, wo er oder sie möchte. Aber man sollte dabei Rücksicht auf andere Fans nehmen. Die Ultras könnten sich auch einfach weiter nach oben in den Block stellen, dann könnten die Zuschauer im unteren Bereich noch sitzen.“
Die 59-Jährige meint: „Die Ultras sollen nicht behaupten, ihnen gehört der Verein.“
In Bielefeld hätte sie auch gerne im Auswärtsblock Platz genommen. „Aber ich habe keine Lust, zu stehen, wenn ich viel Geld für einen Sitzplatz ausgebe. Jetzt weiche ich auf den neutralen Zuschauerbereich im Stadion aus – natürlich ohne Fankleidung. Das ist schon schade.“
Verein kündigt neue Regeln bei Ticketvergabe an
Bereits beim Auswärtsspiel in Düsseldorf Ende Februar kam es zu Konflikten. Zuschauer sollen dort von Teilen der aktiven Fanszene gewaltsam von ihren Sitzplätzen vertrieben worden sein.
Damals hieß es vom Verein: „Der VfL wird nicht zulassen, dass Familien und Kinder sich unwohl oder bedroht fühlen, und deshalb zukünftig die Vergabe der Auswärtstickets – insbesondere die Aufteilung und Nutzung von Steh- und Sitzplätzen – anpassen und neu reglementieren.“
Für das Spiel in Bielefeld galt das offenbar noch nicht. Der Verein teilt dazu auf Nachfrage mit: „Der VfL Bochum 1848 befindet sich weiterhin im Austausch mit der aktiven Fanszene, betroffenen Personen und dem neugewählten Fangremium.“ Ein Zeitpunkt, wann mögliche neue Regeln gelten, sei absichtlich nicht mitgeteilt worden, weil sich die Ticketvergabe sehr komplex gestalte. „Spätestens zu Beginn der neuen Saison wird der VfL aber ein neues Vergabeverfahren vorstellen“, heißt es.
An eine funktionierende Lösung glaubt VfL-Fan Martina Nolden indes nicht: „Wie soll das denn kontrolliert werden, ob jemand mit einem Sitzplatzticket am Ende nicht doch steht? Ich werde auch in Zukunft bei Auswärtsspielen in den neutralen Bereich ausweichen, da habe ich keinen Stress.“
[url=https://www.waz.de/lokales/bochum/article411857516/fan-aerger-beim-vfl-bochum-vor-bielefeld-den-ultras-gehoert-nicht-der-verein.html] Quelle: WAZ.de [/urlö]
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."