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Was beim VfL Bochum passieren muss
#1
Der VfL Bochum hat die Klasse in der Zweiten Bundesliga gehalten. Der Anspruch darf das nicht sein. Dafür braucht es nun Veränderungen. Ein Kommentar. 

Feiern wollte beim VfL Bochum niemand. Der Klassenerhalt ist nach dem 1:1 bei Arminia Bielefeld zwar gelungen, doch das sollte für einen Bundesliga-Absteiger eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Dass der VfL in dieser Saison allerdings nahezu bis zum Schluss der Saison zittern musste und dabei sein eigentliches Ziel, eine gute Rolle in der Saison im oberen Tabellendrittel zu spielen, verpasst hat, ist eine Enttäuschung. Dennoch muss man Trainer Uwe Rösler gratulieren, dass er eine vollkommen verunsicherte Mannschaft übernahm und sie schlussendlich vorzeitig zum sicheren Ligaverbleib führte. 

Das darf aber über die Fehler nicht hinwegtäuschen. Rösler machte in seiner Amtszeit seit Oktober nicht alles richtig. Er musste zugegebenermaßen aber mit dem arbeiten, was er vorfand, als er von David Siebers übernahm, der nach der Freistellung von Dieter Hecking interimsmäßig an der Seitenlinie gestanden hatte. Das war in erster Linie ein vollkommen verunsicherter Kader, der zum großen Teil für ein anderes System zusammengestellt war, als der Trainer favorisierte. Und es war ein Kader, der erkennbare Schwächen aufwies, die Rösler lange Zeit kaschieren konnte. 

Kaderplanung fällt dem VfL Bochum fast auf die Füße
Je länger die Saison dauerte, desto mehr fiel ihm diese Kaderplanung aber auf die Füße. Mindestens zehn Spieler – darunter fünf Leihspieler und fünf Profis mit auslaufenden Verträgen – wissen zum aktuellen Zeitpunkt wohl noch nicht, wo sie in der kommenden Saison Fußball spielen werden. Andere beschäftig(t)en sich mit Wechseln, wie etwa Cajetan Lenz, der im Sommer zur TSG Hoffenheim gehen wird. Dass automatisch der Hemmschuh seinen Platz in den Gedanken einnimmt, liegt auf der Hand. Die unterbewussten Gedanken, sich bloß nicht zu verletzen, machten im Profisport die nötigen Prozent aus, die schlussendlich in den Spielen fehlen.

Offenbart hat sich das meistens in den Auswärtsspielen – wie am Samstag in der ersten Halbzeit in Bielefeld. Francis Onyeka etwa gewann nicht einen Zweikampf und wurde von Rösler zurecht zur Pause ausgewechselt. Zu häufig konnten die VfL-Profis auf fremdem Rasen nicht annähernd ihre Leistungen abrufen, sich gegen Widerstände wehren. Die Mentalität, sie war zu selten vorhanden. 

Defensive Qualitäten und spielerische Elemente
Nun liegt es an der „Rekrutierungsabteilung“, wie es Rösler in einem Instagram-Beitrag forderte, diese Fehler zu korrigieren und neue Akzente zu setzen. Klar ist, dass der VfL Bochum unter seinem Cheftrainer künftig intensiver und höher gegen den Ball spielen will. Allerdings sollen nicht alle Spieler im Kader defensive Qualitäten aufweisen. Der VfL will künftig häufiger Fußball spielen und nicht arbeiten. Heavy Metal soll sich mit Symphonien abwechseln. 

Und dennoch sind Spieler mit Mentalität gefordert, mit Siegeswillen und Führungsqualitäten. Die Profis im Kader des VfL Bochum 2026/2027 sollen künftig besser und mehr kommunizieren, auf und neben dem Feld, das sagte Rösler schon vor Wochen. Auch soll die Kabine möglichst deutschsprachig sein. Die Kultur innerhalb einer Mannschaft sei wichtig, betonte Simon Zoller, Direktor Performance Lizenz, kürzlich im Talk dieser Redaktion. Entsprechend ist der erste eingetütete Transfer von Enis Cokaj auch ein Signal für die Zukunft. Die VfL-Faktoren stehen wieder vermehrt im Fokus. 

Hinter jedem Spieler soll künftig eine klare Idee für den Kader stecken. Einen „Schauen-wir-mal-was-wird-Transfer“, wie es etwa Mathis Clairicia war, schließen die Verantwortlichen quasi aus. Auch soll möglichst auf Leihspieler verzichtet werden. Finanzielle Sprünge allerdings kann der VfL trotz der Lenz-Millionen nicht machen. 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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#2
Spricht Enis dennn Deutsch?
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#3
(05-04-2026, 07:02 PM)Scheffkoch schrieb: Spricht Enis dennn Deutsch?

Wenn man sich anguckt, wo er bisher gespielt hat, eher unwahrscheinlich.
Einmal Bochumer, immer Bochumer
...und die Bayern kann ich immer noch nicht leiden!
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