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Rösler fordert: „Ich will Achter werden“
#1
Nach dem gesicherten Klassenerhalt will der VfL Bochum unter Trainer Rösler noch mehr: Reicht neue Leichtigkeit für einen Sprung in der Tabelle? 

Am Dienstag war wenig davon zu spüren, dass beim VfL Bochum ein großer Spannungsabfall vonstatten ging. Trotz des sicheren Klassenerhalts in der 2. Bundesliga waren die Spieler griffig in der ersten Trainingseinheit der Woche. Voller Elan gingen sie in den Spielformen in die Zweikämpfe, gaben Gas und wollten sich offenbar für das letzte Heimspiel dieser Saison am Samstag gegen Hannover 96 (13 Uhr/Sky) empfehlen. Die Mannschaft des VfL wäre nicht die erste in der Fußballgeschichte, bei der es auch anders aussehen könnte. 

Nach einer schwierigen Saison, genau genommen war es für viele Spieler sogar die dritte in Serie, wäre es wohl nur menschlich, wenn man nun etwas nachlassen würde. Schließlich war der Druck über Wochen, Monate, Jahre hoch. Davon aber will Trainer Uwe Rösler nichts hören. „Wir sind Profis. Wir haben eine Pflicht gegenüber den Fans, der Liga und uns selbst“, so Rösler. „Ich will Achter werden“, sagte er demonstrativ am Dienstag. Drei Punkte trennen den VfL Bochum momentan von dieser Platzierung in der Tabelle. Aktuell belegt der Karlsruher SC, der direkte Gegner am 34. Spieltag, diesen Platz. Um dieses Ziel zu erreichen, benötigt der VfL in jedem Fall sechs Punkte aus den letzten beiden Spielen. 

Ein Anfang soll am Samstag gegen Hannover 96 gemacht werden. In den Heimspielen präsentierte sich der VfL zuletzt stabiler als in Auswärtsspielen und will sich nun nach schwierigen Jahren anständig von seinen Heimfans verabschieden, bevor ab dem Sommer für die kommenden drei Jahre die Bagger rollen. „Wir wollen im letzten Heimspiel der Saison noch mal ein richtig gutes Spiel für die Fans abliefern, weil sie uns immer super unterstützt haben“, sagte Stürmer Philipp Hofmann. „Der Trainer hat gesagt, dass wir uns nicht zurücklehnen. Wir wollen noch einmal alles geben und die maximale Punktzahl holen.“ 

Hofmann setzt auf Leichtigkeit beim VfL Bochum
Dafür setzt der Führungsspieler auf die Leichtigkeit, die sich nun bei dem einen oder anderen Spieler einstellen sollte, nachdem der Druck abgefallen ist und der VfL nicht mehr absteigen kann. „Ich hoffe, dass sich der abgefallene Druck in Spielfreude ummünzt. Einfach mal Fußball spielen, ohne dran zu denken, dass dann das oder jenes passiert“, sagte Hofmann und führte weiter aus: „Ich hoffe, dass wir Spaß am Fußball haben, einfache Sachen machen, uns mehr trauen und uns auf das Spiel freuen.“

Solche Partien gab es in den vergangenen Monaten wenige bis keine. Seit Saisonstart unter dem damaligen Trainer Dieter Hecking ging es für den VfL Bochum fast durchgängig gegen den Abstieg – wie bereits in den vergangenen Jahren in der Bundesliga. Wie die Fans belastete das auch die Spieler. 

Rösler will Hannover ärgern
Dass nun ausgerechnet ein Gegner im Ruhrstadion gastiert, der zwei Spieltage vor Schluss noch um den Aufstieg spielt, macht die Sache noch interessanter. „Wir spielen gegen eine sehr, sehr gute Mannschaft – aber sie liegt uns. Viele von denen haben noch nicht hier gespielt“, sagte Hofmann selbstbewusst, und auch sein Trainer Rösler sieht eine gute Chance. „Ich habe gestern zwei Spiele von ihnen gesehen. Es wartet einiges auf uns. Ich habe aber auch die Münsteraner gesehen, was die gegen 96 gemacht haben. Da ist was möglich für uns“, sagte der Cheftrainer. Zwar habe er Respekt davor, dass die Niedersachsen unter Trainer Christian Titz eine konstante Saison spielen, aber „ich möchte sehen, dass der Rucksack abgefallen ist und wir mit vollem Fokus, aber auch einer Leichtigkeit aufspielen. Ich erwarte vollen Einsatz, volle Intensität und Energie auf dem Platz.“

Von Beginn an solle klar werden, dass die Mannschaft das Heimspiel gewinnen wolle. „Die Zuschauer brennen uns die Hütte ab, wenn wir nicht alles geben“, sagte Rösler und verwies darauf, dass man auch Revanche für das Hinspiel nehmen könne, in dem 96 die Bochumer teilweise herspielte. Am Ende entführte der VfL dennoch einen Punkt – weil Timo Horn zum Beispiel einen Elfmeter hielt. „Das haben nicht viele Mannschaften geschafft. Jetzt wollen wir mal sehen, ob wir ihnen mit unserer Art und Weise, Fußball zu spielen, Probleme bereiten können“, sagte Rösler. 

Letztes Heimspiel für viele Profis
Deshalb könne er auch keine großen Geschenke verteilen bei den Einsatzminuten. Auch wenn es für viele Akteure das letzte Heimspiel im VfL-Trikot sein wird. Fünf Leihspieler verlassen den Verein, zudem der Kapitän Matus Bero, Erhan Masovic, Romario Rösch und Marcel Sobottka. Einige weitere dürften demnächst folgen. „Ich bin Profitrainer“, sagte Rösler knapp auf die Frage, ob er das bedenken könne. „Ich bin nicht in der Lage, vier Tage vorher Zusagen für Eventualitäten zu machen. Ich weiß nicht, wer anfängt oder wie das Spiel läuft.“ Doch er sei auch Mensch. „Wenn es die Möglichkeit gibt, dass ich noch einmal jemanden bringen kann und sich jemand loyal der Mannschaft und mir gegenüber verhalten hat, dann gern.“

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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#2
10. sie werden. Warum sollten sie auf einmal ausgerechnet in Karlsruhe punkten? Die Defensive des VfL ist dazu viel zu instabil. Auch schätze ich 96 deutlich stärker ein, als z.B Fürth. Gegen die hat der VfL nur knapp gewonnen fällt das Gegentor früher, wer weiß, wie das Spiel dann gelaufen wäre.

Andererseits geht es jetzt gegen Gegner aus anderen Tabellenregionen. Das mag ja unser Team beflügeln.
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#3
Karlsruhe hat drei Punkte mehr als wir. Hannover ist ein anderes Kaliber mit 58 Punkten. Also für mich genau die richtige Konstellation. Zuhause kann kommen wer will, und auiswärts ein Gegner auf Augenhöhe.  Da geht noch was.
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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#4
Das hoffen wir alle
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