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VfL muss im DFB-Pokal nach Fürth
#1
Harter Auftakt im DFB-Pokal: Der VfL Bochum spielt in der ersten Runde beim Zweitligisten Fürth. Weite Fahrt, starker Gegner - und ein Mutmacher. 

In den ersten Reaktionen der Fans in den sozialen Medien fiel auffallend häufig ein derber Ausdruck. „Kacklos“ schrieb einer, „Wat ne Kacke“ ein anderer. Deniz Aytekin hatte einen Tag vor seinem letzten (Amateur-)Spiel als Schiedsrichter dem VfL Bochum kein Glück gebracht. Er zog die Lose für die erste DFB-Pokalrunde. Und den VfL Bochum hätte es kaum schlimmer erwischen können: weite Reise für die Fans, harter Gegner fürs Team. 

Der Zweitligist muss beim Ligakonkurrenten Spielvereinigung Greuther Fürth ran. Es ist einer von nur vier möglichen Gegnern aus der 2. Liga, die dem VfL aus dem so genannten „Amateurtopf“ zugelost werden konnten. Die Franken hatten mit einem 2:0 im Rückspiel der Relegation gegen RW Essen (Hin: 0:1) noch so gerade eben die Klasse gesichert. Der VfL indes feierte vorzeitig die Rettung. Ein Schlüsselsieg war der 2:1-Erfolg im vorletzten Saisonheimspiel gegen Fürth. Und auch das Hinspiel ging in der vergangenen Saison mit einem 3:0 in Fürth glatt an die Bochumer. 

Rösler: „Ein Duell auf Augenhöhe“
„Das ist ein Gegner, mit dem wir zuletzt gute Erfahrungen gemacht haben, aber natürlich ein Duell auf Augenhöhe“, nannte VfL-Trainer Uwe Rösler denn auch einen positiven Aspekt. „Da wissen wir direkt, wo wir stehen und nehmen es, wie es kommt. Wir freuen uns sehr auf diese Aufgabe und den Wettbewerb.“

Die Partie steigt vom 21. bis 24. August, die zeitgenaue Ansetzung steht noch aus. Die zweite Runde findet am 27./28. Oktober statt, das Achtelfinale am 1./2. Dezember. Vor dem ersten Pokalspiel hat der VfL aber bereits zwei Zweitliga-Spiele zu absolvieren ab dem 7. August. Die DFL veröffentlicht den Spielplan am 2. Juli. 

Positive Bilanz und zwei Siege im Pokal: Als Jupp Kaczor traf
Insgesamt ist die Bilanz gegen Fürth knapp positiv für den VfL, der zwölf Partien gewann. Zwölf Mal endete das Duell remis, acht Mal siegten die Kleeblätter. Auch im DFB-Pokal gab es die Partie bereits zweimal, der VfL setzte sich bisher immer durch. In der ersten Runde 1992/93 gewann Bochum mit 2:0, Dimitrios Moutas und Jörg Schwanke erzielten die Treffer. Und im September 1979 hieß es nach zwei Toren von Walter Oswald und Jupp Kaczor vor der Pause am Ende 2:1 (2. Runde).

In der Vorsaison rettete sich der VfL mit einem 3:1 nach Verlängerung beim Regionalligisten BFC Dynamo in die zweite Runde. Beim Bundesligisten FC Augsburg feierte er ein Saisonhighlight: Mit der zweitjüngsten Pokalmannschaft aller Zeiten siegte Bochum mit 1:0. Im Achtelfinale war Schluss, verlor Bochum gegen den späteren Finalisten VfB Stuttgart nach einer Roten Karte gegen Philipp Strompf und achtbarer Leistung mit 0:2 im Ruhrstadion. 

Aus in Regensburg und Bielefeld - Um so viel Geld geht es im Pokal
In den beiden Spielzeiten davor indes war bereits in der ersten Runde Schluss nach einem 0:1 in Regensburg und einem 3:6 nach Elfmeterschießen in Bielefeld (2:2). Ins Viertelfinale schaffte es der Pokalfinalist von 1968 und 1988 zuletzt 2021/22, als der VfL mit 1:2 gegen Freiburg nach Verlängerung verlor.

Natürlich geht es für den VfL auch wieder darum, möglichst viele Zusatzeinnahmen zu generieren. Für die im Etat bereits eingeplante erste Runde gab es in der Vorsaison knapp 212.000 Euro, die DFB-Zahlungen verdoppelten sich in etwa pro Runde. Der VfL erhielt in der Vorsaison damit allein an DFB-Prämien rund 1,5 Millionen Euro, hinzu kamen Zuschauereinnahmen, wobei es natürlich auch Kosten gab wie etwa für die Reisen, Ausrichtung, Spielerprämien. 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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