06-12-2026, 08:59 AM
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06-12-2026, 09:04 AM von Herr Bert.)
Seit einem Jahr ist das Präsidium des VfL Bochum im Amt. Der Vorstandsvorsitzende Luthe spricht im Interview über neue Strukturen und Strategien.
Am Sonntag vor einem Jahr wählten die Mitglieder des VfL Bochum bei einer außerordentlichen Versammlung im Ruhrstadion ein neues Präsidium. Mit klarer Mehrheit setzte sich das „Team Zukunft“ durch. Ex-Torwart Andreas Luthe wurde Vorstandsvorsitzender.
Der 39-Jährige blickt im Gespräch mit dieser Redaktion auf ein bewegtes Jahr zurück und vor allem voraus: Wohin führt der Weg des VfL? Im ersten Teil des Interviews spricht Luthe über Leuchttürme und Leitplanken, Transfers, Talente und ein klares Ziel. Im zweiten Teil, der morgen früh hier erscheint, geht es auch um Finanzen, Investoren, den Stadionumbau und die Chancen in der kommenden Saison.
Sie sind seit einem Jahr Vorstandsvorsitzender, stehen erstmals an der Spitze eines rund 34.000 Mitglieder großen Klubs. Was hat Sie überrascht?
Andreas Luthe: Ehrlicherweise recht wenig. Es ging direkt in die Vollen, darum, Probleme zu lösen. Ich bin unheimlich stolz darauf, wie wir diese Saison als Gesamtverein gemeistert haben. Die Saison hatte – natürlich im negativen Sinne – das Potenzial, den Verein in seinen Grundfesten zu erschüttern. Wie wir – Gremium, MitarbeiterInnen, Spieler, Trainer und unsere Mitglieder – es dann noch hinbekommen haben, das war richtig gut. Da muss man nur mal nach Düsseldorf schauen, um zu sehen, wie es enden kann. Es gab unheimlich viel Arbeit im ersten Jahr, hat aber trotzdem Freude gemacht. Weil wir beim VfL tolle Menschen haben, bei denen das Herz am richtigen Fleck schlägt. Dann kann man gemeinsam auch schwierige Zeiten durchstehen.
Zum Beispiel nach dem Fehlstart mit drei Punkten aus acht Partien. Der VfL hat sich von Trainer Dieter Hecking und Sportgeschäftsführer Dirk Dufner getrennt und im Oktober Uwe Rösler als Trainer verpflichtet – der Schlüssel zum Klassenerhalt?
Nach dem Abstieg haben wir eine Mannschaft vorgefunden, die unter der alten sportlichen Führung überhaupt nicht in Tritt gekommen ist. Daher mussten wir schwierige, unbequeme Entscheidungen treffen, die dann die erhoffte Wirkung entfaltet haben. Der Trainerwechsel und die Freistellung des Geschäftsführers, die Verpflichtung von Uwe Rösler haben maßgeblich den Turnaround eingeleitet, weil wir einem strukturierten Prozess gefolgt sind. Fokussiert und frei von Emotionen. Die Mannschaft hat den Drive entwickelt, den sie entwickeln musste, um aus dem Tief herauszukommen. Trotzdem wurde es am Ende der Saison nochmal ruckelig. Wie wir da die Ruhe bewahrt haben, ist außergewöhnlich.
Der VfL hat im November eine neue Struktur in der sportlichen Führung eingeführt, mit den Direktoren Markus Brunnschneider (Data und Recruiting), Simon Zoller (Lizenzfußball) und Jonas Schlevogt (Recht und Vertragswesen) an der Spitze. War das, auch perspektivisch, die wichtigste Maßnahme bisher?
Die neue Sportstruktur ist sicher unser Leuchtturmprojekt, sie passt unglaublich gut zum VfL: im Team Entscheidungen zu treffen, sich mit kritischen Themen gemeinsam auseinanderzusetzen, sie zu diskutieren, zu streiten, um dann gemeinschaftlich zu einem Ergebnis zu kommen. Da sind wir in die Vorreiterrolle gegangen in Deutschland, wir werden gerade für diesen Mut belohnt. Wir wollen das weiterentwickeln, auch unsere Direktoren selbst, die sehr gut ausgebildet, aber noch relativ jung sind. An ihrer Arbeit kann man irgendwann auch den größten Erfolg messen.
Auch Digitalisierung und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz waren bei der Wahl ein großes Thema.
Erstmals findet die Bewertung von potenziellen neuen Spielern bei uns nicht nur menschlich und datenbasiert, sondern auch mit KI-Unterstützung statt. Das ist eine komplette Neuerung beim VfL, da sind wir schnell vorangekommen und bauen das weiter aus. Wir rekrutieren neue Spieler nun datenbasiert, mit KI-Hilfe, mit Scouting vor Ort und per Video sowie persönlichen Gesprächen. Mit dieser Mischung bin ich bislang sehr zufrieden.
Am Sonntag vor einem Jahr wählten die Mitglieder des VfL Bochum bei einer außerordentlichen Versammlung im Ruhrstadion ein neues Präsidium. Mit klarer Mehrheit setzte sich das „Team Zukunft“ durch. Ex-Torwart Andreas Luthe wurde Vorstandsvorsitzender.
Der 39-Jährige blickt im Gespräch mit dieser Redaktion auf ein bewegtes Jahr zurück und vor allem voraus: Wohin führt der Weg des VfL? Im ersten Teil des Interviews spricht Luthe über Leuchttürme und Leitplanken, Transfers, Talente und ein klares Ziel. Im zweiten Teil, der morgen früh hier erscheint, geht es auch um Finanzen, Investoren, den Stadionumbau und die Chancen in der kommenden Saison.
Sie sind seit einem Jahr Vorstandsvorsitzender, stehen erstmals an der Spitze eines rund 34.000 Mitglieder großen Klubs. Was hat Sie überrascht?
Andreas Luthe: Ehrlicherweise recht wenig. Es ging direkt in die Vollen, darum, Probleme zu lösen. Ich bin unheimlich stolz darauf, wie wir diese Saison als Gesamtverein gemeistert haben. Die Saison hatte – natürlich im negativen Sinne – das Potenzial, den Verein in seinen Grundfesten zu erschüttern. Wie wir – Gremium, MitarbeiterInnen, Spieler, Trainer und unsere Mitglieder – es dann noch hinbekommen haben, das war richtig gut. Da muss man nur mal nach Düsseldorf schauen, um zu sehen, wie es enden kann. Es gab unheimlich viel Arbeit im ersten Jahr, hat aber trotzdem Freude gemacht. Weil wir beim VfL tolle Menschen haben, bei denen das Herz am richtigen Fleck schlägt. Dann kann man gemeinsam auch schwierige Zeiten durchstehen.
Zum Beispiel nach dem Fehlstart mit drei Punkten aus acht Partien. Der VfL hat sich von Trainer Dieter Hecking und Sportgeschäftsführer Dirk Dufner getrennt und im Oktober Uwe Rösler als Trainer verpflichtet – der Schlüssel zum Klassenerhalt?
Nach dem Abstieg haben wir eine Mannschaft vorgefunden, die unter der alten sportlichen Führung überhaupt nicht in Tritt gekommen ist. Daher mussten wir schwierige, unbequeme Entscheidungen treffen, die dann die erhoffte Wirkung entfaltet haben. Der Trainerwechsel und die Freistellung des Geschäftsführers, die Verpflichtung von Uwe Rösler haben maßgeblich den Turnaround eingeleitet, weil wir einem strukturierten Prozess gefolgt sind. Fokussiert und frei von Emotionen. Die Mannschaft hat den Drive entwickelt, den sie entwickeln musste, um aus dem Tief herauszukommen. Trotzdem wurde es am Ende der Saison nochmal ruckelig. Wie wir da die Ruhe bewahrt haben, ist außergewöhnlich.
Der VfL hat im November eine neue Struktur in der sportlichen Führung eingeführt, mit den Direktoren Markus Brunnschneider (Data und Recruiting), Simon Zoller (Lizenzfußball) und Jonas Schlevogt (Recht und Vertragswesen) an der Spitze. War das, auch perspektivisch, die wichtigste Maßnahme bisher?
Die neue Sportstruktur ist sicher unser Leuchtturmprojekt, sie passt unglaublich gut zum VfL: im Team Entscheidungen zu treffen, sich mit kritischen Themen gemeinsam auseinanderzusetzen, sie zu diskutieren, zu streiten, um dann gemeinschaftlich zu einem Ergebnis zu kommen. Da sind wir in die Vorreiterrolle gegangen in Deutschland, wir werden gerade für diesen Mut belohnt. Wir wollen das weiterentwickeln, auch unsere Direktoren selbst, die sehr gut ausgebildet, aber noch relativ jung sind. An ihrer Arbeit kann man irgendwann auch den größten Erfolg messen.
Auch Digitalisierung und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz waren bei der Wahl ein großes Thema.
Erstmals findet die Bewertung von potenziellen neuen Spielern bei uns nicht nur menschlich und datenbasiert, sondern auch mit KI-Unterstützung statt. Das ist eine komplette Neuerung beim VfL, da sind wir schnell vorangekommen und bauen das weiter aus. Wir rekrutieren neue Spieler nun datenbasiert, mit KI-Hilfe, mit Scouting vor Ort und per Video sowie persönlichen Gesprächen. Mit dieser Mischung bin ich bislang sehr zufrieden.
Unser Ziel, dem wir uns alle unterordnen müssen:
Wir spielen 2029 in einem modernisierten Ruhrstadion, genießen ein neues Stadionerlebnis.
Wir haben junge, hungrige, entwicklungsfähige Spieler im Kader,
denen es Spaß macht zuzuschauen, die nicht geliehen sind, sondern Transfererlöse versprechen.
Und wir sind (hoffentlich) sportlich erfolgreich
Andreas Luthe,, Vorstandsvorsitzender des VfL Bochum .
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Wie zufrieden sind Sie mit den Ergebnissen dieser „Mischung“?
Wir haben es schon im Winter geschafft, einige Baustellen zu schließen, den Kader vorgreifend auf den Sommer etwas umzustrukturieren. Wir stehen noch vor dem Problem, dass man Verträge aus der Bundesliga-Zeit hat, die ins Zweitliga-Szenario zu überführen sind. Im Winter wurde bereits enorm gute Arbeit gemacht, diese setzt sich nahtlos fort. Wichtig ist vor allem, dass die Entscheidungen nachvollziehbar sind. Wenn der VfL-Fan, das Mitglied, auf den Verein guckt, muss er erkennen können, in welche Richtung es geht.
Wir haben es schon im Winter geschafft, einige Baustellen zu schließen, den Kader vorgreifend auf den Sommer etwas umzustrukturieren. Wir stehen noch vor dem Problem, dass man Verträge aus der Bundesliga-Zeit hat, die ins Zweitliga-Szenario zu überführen sind. Im Winter wurde bereits enorm gute Arbeit gemacht, diese setzt sich nahtlos fort. Wichtig ist vor allem, dass die Entscheidungen nachvollziehbar sind. Wenn der VfL-Fan, das Mitglied, auf den Verein guckt, muss er erkennen können, in welche Richtung es geht.
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In welche Richtung geht es denn konkret?
Wir sind bis 2029 in dieser Konstellation gewählt und haben eine klare Strategie, die transparent und nachvollziehbar ist. Dafür brauchen wir Transfererlöse. Unser Ziel, dem wir uns alle unterordnen müssen: Wir spielen 2029 in einem modernisierten Ruhrstadion, genießen ein neues Stadionerlebnis. Wir haben junge, hungrige, entwicklungsfähige Spieler im Kader, denen es Spaß macht zuzuschauen, die nicht geliehen sind, sondern Transfererlöse versprechen. Und wir sind (hoffentlich) sportlich erfolgreich.
Wir sind bis 2029 in dieser Konstellation gewählt und haben eine klare Strategie, die transparent und nachvollziehbar ist. Dafür brauchen wir Transfererlöse. Unser Ziel, dem wir uns alle unterordnen müssen: Wir spielen 2029 in einem modernisierten Ruhrstadion, genießen ein neues Stadionerlebnis. Wir haben junge, hungrige, entwicklungsfähige Spieler im Kader, denen es Spaß macht zuzuschauen, die nicht geliehen sind, sondern Transfererlöse versprechen. Und wir sind (hoffentlich) sportlich erfolgreich.
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Mischt das Präsidium bei Transfers mit?
Wir müssen und wollen da gar nicht viel mitmischen. Die Sportstruktur ist so gebaut, dass alle Perspektiven und Varianten abgedeckt sind. Das Gremium steht mit Rat und Tat zur Seite, wenn es gebraucht wird. Unsere Funktion ist es, die Aufsicht zu führen und etwa Transfers freizugeben, die sich in einer gewissen Größenordnung bewegen und dann zu prüfen sind.
Wir müssen und wollen da gar nicht viel mitmischen. Die Sportstruktur ist so gebaut, dass alle Perspektiven und Varianten abgedeckt sind. Das Gremium steht mit Rat und Tat zur Seite, wenn es gebraucht wird. Unsere Funktion ist es, die Aufsicht zu führen und etwa Transfers freizugeben, die sich in einer gewissen Größenordnung bewegen und dann zu prüfen sind.
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Mit Enis Cokaj, Daniel Hanslik, Berkan Taz, Jean Manuel Mbom gibt es bisher vier Zugänge. Wie bewerten Sie die ersten Transfers?
Ich bin sehr zufrieden. Die Spieler sollen uns nicht nur sportlich weiterbringen, sondern sie müssen vor allem charakterlich und von ihrer Art und Weise, wie sie über ihren Job Fußballprofi denken, zum VfL passen. Da gab es in der Vergangenheit leider auch andere Beispiele.
Ich bin sehr zufrieden. Die Spieler sollen uns nicht nur sportlich weiterbringen, sondern sie müssen vor allem charakterlich und von ihrer Art und Weise, wie sie über ihren Job Fußballprofi denken, zum VfL passen. Da gab es in der Vergangenheit leider auch andere Beispiele.
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Zwölf Spieler stehen als Abgänge fest. Wie viele Neue kommen noch?
Ich möchte da keine Zahl nennen. Es hilft uns, wenn wir einen kleineren, schlanken, hungrigen Kader haben, dafür ist auch der Cheftrainer offen. Es wird aber sicherlich noch der eine oder andere dazukommen müssen. Zugleich wollen wir noch Spieler abgeben, um die teilweise noch immer vorhandene Unwucht des Kaders zu beseitigen.
Ich möchte da keine Zahl nennen. Es hilft uns, wenn wir einen kleineren, schlanken, hungrigen Kader haben, dafür ist auch der Cheftrainer offen. Es wird aber sicherlich noch der eine oder andere dazukommen müssen. Zugleich wollen wir noch Spieler abgeben, um die teilweise noch immer vorhandene Unwucht des Kaders zu beseitigen.
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In der Vorsaison gab es viele Leihspieler. Das widerspricht dem Ziel, Transfererlöse zu generieren.
Insgesamt haben wir auch auf die Tendenzen bei Mitgliedern und Fans gehört. Da sind wir uns alle einig: Das Thema Leihen muss sehr behutsam angegangen werden. Unser großes Ziel ist es, Transfererlöse zu erzielen. Das würden zu viele Leihen eher blockieren. Wir brauchen eigene Spieler und eine hohe Durchlässigkeit aus dem Nachwuchsleistungszentrum heraus. Es gab in der vergangenen Saison auch auf sehr wichtigen Positionen zu viele Leihspieler. Das werden wir ändern. Das schließt aber nicht aus, dass es ein oder zwei Leihen geben wird, wenn es sportlich Sinn ergibt.
Insgesamt haben wir auch auf die Tendenzen bei Mitgliedern und Fans gehört. Da sind wir uns alle einig: Das Thema Leihen muss sehr behutsam angegangen werden. Unser großes Ziel ist es, Transfererlöse zu erzielen. Das würden zu viele Leihen eher blockieren. Wir brauchen eigene Spieler und eine hohe Durchlässigkeit aus dem Nachwuchsleistungszentrum heraus. Es gab in der vergangenen Saison auch auf sehr wichtigen Positionen zu viele Leihspieler. Das werden wir ändern. Das schließt aber nicht aus, dass es ein oder zwei Leihen geben wird, wenn es sportlich Sinn ergibt.
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Etliche eigene Talente wie Lasse Isbruch, Tom Meyer, Luis Pick dürfen sich in der Sommervorbereitung bei den Profis zeigen. Welche Rolle werden sie nächste Saison spielen?
Ich möchte die einzelnen Spieler nicht bewerten und niemandem von Beginn an einen Rucksack aufsetzen. Aber ich finde, dass wir es erneut geschafft haben, sehr vielversprechende Jungs an Bord zu haben, die jetzt die Vorbereitung mitmachen. Allein das ist ja schon Ausdruck unserer Strategie. Wir brauchen jedes Jahr Talente, die den Sprung zu den Profis schaffen. Wie sie sich dann freischwimmen in der 2. Liga, das liegt auch an ihnen. Unsere Aufgabe ist es, die Rahmenbedingungen zu schaffen, gemeinsam mit dem Talentwerk. Cajetan Lenz ist ein Musterbeispiel für unseren Weg. Durch die Art und Weise, wie er Fußball spielt, hat er sich einen hohen Marktwert erarbeitet und wir haben ein außergewöhnliches Verhandlungsergebnis erzielt (Lenz wechselt für rund zehn Millionen Euro plus Boni zur TSG Hoffenheim/die Redaktion). Das geht aber auch nur, weil er als junger Spieler viel Spielzeit bekommen hat. Wir haben einen Cheftrainer, der diese Strategie total unterstützt. Das war übrigens auch ein Punkt bei der Auswahl von Uwe Rösler, dass er es schafft, junge Spieler weiterzuentwickeln und auch bereit ist, mal ein Risiko einzugehen. Die Kombination mit NLZ, Cheftrainer und unserer Strategie birgt viel Potenzial.
Ich möchte die einzelnen Spieler nicht bewerten und niemandem von Beginn an einen Rucksack aufsetzen. Aber ich finde, dass wir es erneut geschafft haben, sehr vielversprechende Jungs an Bord zu haben, die jetzt die Vorbereitung mitmachen. Allein das ist ja schon Ausdruck unserer Strategie. Wir brauchen jedes Jahr Talente, die den Sprung zu den Profis schaffen. Wie sie sich dann freischwimmen in der 2. Liga, das liegt auch an ihnen. Unsere Aufgabe ist es, die Rahmenbedingungen zu schaffen, gemeinsam mit dem Talentwerk. Cajetan Lenz ist ein Musterbeispiel für unseren Weg. Durch die Art und Weise, wie er Fußball spielt, hat er sich einen hohen Marktwert erarbeitet und wir haben ein außergewöhnliches Verhandlungsergebnis erzielt (Lenz wechselt für rund zehn Millionen Euro plus Boni zur TSG Hoffenheim/die Redaktion). Das geht aber auch nur, weil er als junger Spieler viel Spielzeit bekommen hat. Wir haben einen Cheftrainer, der diese Strategie total unterstützt. Das war übrigens auch ein Punkt bei der Auswahl von Uwe Rösler, dass er es schafft, junge Spieler weiterzuentwickeln und auch bereit ist, mal ein Risiko einzugehen. Die Kombination mit NLZ, Cheftrainer und unserer Strategie birgt viel Potenzial.
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Parallel will der VfL auch junge Spieler von anderen Klubs verpflichten.
Wir müssen den VfL als Adresse etablieren, von der draußen die jungen, entwicklungsfähigen Spieler sagen: Bochum ist der richtige Ort, den nächsten Schritt zu gehen. Das haben wir in der vergangenen Saison mit Leihspielern geschafft. Es ist unser Ziel, dass wir das in der kommenden Saison und den nächsten Jahren verstärkt mit eigenen Spielern hinbekommen.
Wir müssen den VfL als Adresse etablieren, von der draußen die jungen, entwicklungsfähigen Spieler sagen: Bochum ist der richtige Ort, den nächsten Schritt zu gehen. Das haben wir in der vergangenen Saison mit Leihspielern geschafft. Es ist unser Ziel, dass wir das in der kommenden Saison und den nächsten Jahren verstärkt mit eigenen Spielern hinbekommen.
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Muss man dafür auch mal ins Risiko gehen, also Ablösesummen bezahlen?
Es muss immer unser erstes Ziel sein, Spieler so kostengünstig wie möglich zu verpflichten. Gute Fußballspieler sind teuer geworden, dieser Tendenz können wir uns nicht verwehren. Hin und wieder benötigt es aber sicher auch eine gewisse Flexibilität, um einen Business case aufzumachen und einen entwicklungsfähigen Spieler aus einem Vertrag herauszukaufen mit einem klaren Plan. Das will ich nicht ausschließen. Am Ende muss das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmen.
Es muss immer unser erstes Ziel sein, Spieler so kostengünstig wie möglich zu verpflichten. Gute Fußballspieler sind teuer geworden, dieser Tendenz können wir uns nicht verwehren. Hin und wieder benötigt es aber sicher auch eine gewisse Flexibilität, um einen Business case aufzumachen und einen entwicklungsfähigen Spieler aus einem Vertrag herauszukaufen mit einem klaren Plan. Das will ich nicht ausschließen. Am Ende muss das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmen.
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Es wurde bereits viel über eine gemeinsame Spielphilosophie diskutiert, für die Nachwuchs-Bundesliga-Teams, die U21 in der Regionalliga, die Profis. Kommt sie nun?
Es ist die klare Strategie des Vereins, dass wir durchgängig eine Spielart entwickeln, auf die unsere jungen Spieler vorbereitet werden. Das ist grundsätzlich das 4-3-3, wobei ein Spieler in der Lage sein muss, mehrere Systeme zu spielen. Wir glauben aber, dass sich aus der Viererkette heraus viele Varianten ergeben und daraus die größten Entwicklungspotenziale für Spieler. Wir haben mit Uwe einen Cheftrainer, der sehr intensiv mit uns daran arbeitet, diese Spielphilosophie für den gesamten Verein zu entwickeln. Das schafft Transparenz und Verlässlichkeit. Ich finde es auch fair den jungen Spielern gegenüber, in diesen Systematiken ausgebildet worden zu sein, die sie dann idealerweise bei den Profis irgendwann auch spielen sollen.
Es ist die klare Strategie des Vereins, dass wir durchgängig eine Spielart entwickeln, auf die unsere jungen Spieler vorbereitet werden. Das ist grundsätzlich das 4-3-3, wobei ein Spieler in der Lage sein muss, mehrere Systeme zu spielen. Wir glauben aber, dass sich aus der Viererkette heraus viele Varianten ergeben und daraus die größten Entwicklungspotenziale für Spieler. Wir haben mit Uwe einen Cheftrainer, der sehr intensiv mit uns daran arbeitet, diese Spielphilosophie für den gesamten Verein zu entwickeln. Das schafft Transparenz und Verlässlichkeit. Ich finde es auch fair den jungen Spielern gegenüber, in diesen Systematiken ausgebildet worden zu sein, die sie dann idealerweise bei den Profis irgendwann auch spielen sollen.
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Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."