Jean Manuel Mbom kann Rechtsverteidiger und im Zentrum spielen. Wo sieht er sich selbst? Er spricht über seine Rolle und einen wichtigen Neustart.
Polyvalenz ist derzeit ein Fachbegriff, der in den Geschäftsräumen des VfL Bochum häufig fällt. Möglichst viele Spieler, die zwei, drei Positionen besetzen können, sollen den Kader kompakt halten, und zugleich Trainer Uwe Rösler verschiedene Möglichkeiten geben. Gleich in seinen ersten 45 Minuten beim Testspiel-Auftakt gegen eine Amateurauswahl zeigte Jean Manuel Mbom diese Flexibilität. Der ehemalige deutsche U21-Nationalspieler begann als Rechtsverteidiger, in der Schlussviertelstunde übernahm er dann den Posten im defensiven Mittelfeldzentrum.
Hinten rechts hat er in den letzten Jahren bei Viborg FF in der ersten dänischen Liga gespielt, zuvor war er bei Werder Bremen und – auf Leihbasis – beim KFC Uerdingen überwiegend im zentralen Mittelfeld zu Hause. Dort, wo ihn die Verantwortlichen des VfL bevorzugt sehen in der 2. Liga, als zweikampfstarken Part einer Doppelsechs oder als eher defensiven Achter. Als Spieler, der marschieren kann, der giftig ist gegen den Ball, einen guten Blick für Räume hat.
Wo sieht er sich selbst? „Ich kann beide Positionen spielen, der Trainer wird das entscheiden“, sagte Mbom im Gespräch mit dieser Redaktion am Montag in bester Fußballprofi-Diplomatie.
Aber er lässt immer mal wieder anklingen, wo er sich wohler fühlt. Zum Beispiel bei seiner Antwort auf die Frage, auf welcher Position er denn nun lieber spiele. „Ich bin ein gebürtiger Mittelfeldspieler, aber habe in den letzten Jahren auf der Rechtsverteidiger-Position gespielt. Da bin ich eingespielter. Aber ich liebe es, im Mittelfeld zu spielen. Das habe ich immer noch in mir drin.“
Mbom hat die Chance, ins Zentrum zu rutschen
Die Chance, beim VfL wieder mehr ins Zentrum zu rücken, sei nach einem Gespräch mit Trainer Uwe Rösler auch ein Grund für den Wechsel gewesen, sagt Mbom. Zudem wollte er nach drei Jahren wertvoller Auslandserfahrung unbedingt zurück in den deutschen Fußball, näher heranrücken an seine Heimat Göttingen, wo seine Familie lebt.
Bereits im Winter gab es das VfL-Interesse, im Sommer schließlich klappte es mit dem Transfer. Mbom kommt ablösefrei von Viborg FF, unterschrieb in Bochum einen Vertrag bis 2029. Der VfL, sagt er, sei „ein super Traditionsverein“. Auch der Ex-Bochumer Patrick Osterhage, mit dem Mbom sehr gut befreundet ist, bestätigte seine Eindrücke aus den Gesprächen mit den Bochumer Verantwortlichen, erklärt Mbom. Osterhage, längst Stamm in Freiburg, und Mbom kennen sich aus gemeinsamen Bremer Jugendzeiten.
Denn ausgebildet wurde Mbom beim SV Werder. Er durchlief sämtliche U-Nationalteams Deutschlands bis zur U21, galt als großes Talent, stieg in Bremen zum Profi auf, agierte dort weiterhin im Mittelfeld: 23 Mal in der Bundesliga, 19 Mal in der 2. Liga. Eine schwere Verletzung an der Achillessehne im Mai 2022 stoppte seinen Aufschwung, Wadenprobleme folgten. Mbom kam 2022/23 kaum noch zum Zug – und suchte einen Neustart.
„Ich war länger verletzt, habe dann nicht mehr so viel gespielt. Ich bin keiner, dem es Spaß macht, wenn man lange Zeit auf der Bank sitzt“, erklärt er. Bei Viborg FF war er Stammkraft: „Ich konnte durchgängig drei Jahre spielen. Ich konnte dort nochmal neu anfangen, habe ein bisschen mehr zu mir selbst gefunden“, sagt Mbom und blickt auf eine Zeit zurück, die ihm sportlich und menschlich viel gegeben habe.
Mbom gibt „immer 100 Prozent“
Auch in Dänemark legte er im defensiven Zentrum los. „Die Position war so ausgelegt, dass ich ab und zu gegen den Ball Rechtsverteidiger und mit dem Ball im Mittelfeld spiele. Dann gab es einen Trainerwechsel, andere Ideen“, so Mbom. In den letzten zweieinhalb Jahren agierte der ehemalige deutsche U21-Nationalspieler hinten rechts. Dort ist beim VfL Oliver Olsen als Nummer 1 geplant – und Jean Manuel Mbom, Rufname Manu, vornehmlich fürs Zentrum vorgesehen.Mbom gibt „immer 100 Prozent“
Mit seiner Dynamik, Lauf- und Zweikampfstärke soll er das Spiel der Bochumer bereichern. Dabei gilt er als Typ, der eine top Einstellung mitbringt. „Ich bin jemand, der immer 100 Prozent gibt für seine Teamkollegen“, sagt Mbom, der sich als „ehrlichen“ Menschen mit einem „sehr guten Herz“ charakterisiert. Und der heiß ist auf die 2. Liga. „Ich habe einfach Bock hier zu spielen, vor den VfL-Fans vor allem. Ich will mit dem VfL so viele Spiele wie möglich gewinnen.“
Quelle:WAZ.de
Polyvalenz ist derzeit ein Fachbegriff, der in den Geschäftsräumen des VfL Bochum häufig fällt. Möglichst viele Spieler, die zwei, drei Positionen besetzen können, sollen den Kader kompakt halten, und zugleich Trainer Uwe Rösler verschiedene Möglichkeiten geben. Gleich in seinen ersten 45 Minuten beim Testspiel-Auftakt gegen eine Amateurauswahl zeigte Jean Manuel Mbom diese Flexibilität. Der ehemalige deutsche U21-Nationalspieler begann als Rechtsverteidiger, in der Schlussviertelstunde übernahm er dann den Posten im defensiven Mittelfeldzentrum.
Hinten rechts hat er in den letzten Jahren bei Viborg FF in der ersten dänischen Liga gespielt, zuvor war er bei Werder Bremen und – auf Leihbasis – beim KFC Uerdingen überwiegend im zentralen Mittelfeld zu Hause. Dort, wo ihn die Verantwortlichen des VfL bevorzugt sehen in der 2. Liga, als zweikampfstarken Part einer Doppelsechs oder als eher defensiven Achter. Als Spieler, der marschieren kann, der giftig ist gegen den Ball, einen guten Blick für Räume hat.
Wo sieht er sich selbst? „Ich kann beide Positionen spielen, der Trainer wird das entscheiden“, sagte Mbom im Gespräch mit dieser Redaktion am Montag in bester Fußballprofi-Diplomatie.
Aber er lässt immer mal wieder anklingen, wo er sich wohler fühlt. Zum Beispiel bei seiner Antwort auf die Frage, auf welcher Position er denn nun lieber spiele. „Ich bin ein gebürtiger Mittelfeldspieler, aber habe in den letzten Jahren auf der Rechtsverteidiger-Position gespielt. Da bin ich eingespielter. Aber ich liebe es, im Mittelfeld zu spielen. Das habe ich immer noch in mir drin.“
Mbom hat die Chance, ins Zentrum zu rutschen
Die Chance, beim VfL wieder mehr ins Zentrum zu rücken, sei nach einem Gespräch mit Trainer Uwe Rösler auch ein Grund für den Wechsel gewesen, sagt Mbom. Zudem wollte er nach drei Jahren wertvoller Auslandserfahrung unbedingt zurück in den deutschen Fußball, näher heranrücken an seine Heimat Göttingen, wo seine Familie lebt.
Bereits im Winter gab es das VfL-Interesse, im Sommer schließlich klappte es mit dem Transfer. Mbom kommt ablösefrei von Viborg FF, unterschrieb in Bochum einen Vertrag bis 2029. Der VfL, sagt er, sei „ein super Traditionsverein“. Auch der Ex-Bochumer Patrick Osterhage, mit dem Mbom sehr gut befreundet ist, bestätigte seine Eindrücke aus den Gesprächen mit den Bochumer Verantwortlichen, erklärt Mbom. Osterhage, längst Stamm in Freiburg, und Mbom kennen sich aus gemeinsamen Bremer Jugendzeiten.
Denn ausgebildet wurde Mbom beim SV Werder. Er durchlief sämtliche U-Nationalteams Deutschlands bis zur U21, galt als großes Talent, stieg in Bremen zum Profi auf, agierte dort weiterhin im Mittelfeld: 23 Mal in der Bundesliga, 19 Mal in der 2. Liga. Eine schwere Verletzung an der Achillessehne im Mai 2022 stoppte seinen Aufschwung, Wadenprobleme folgten. Mbom kam 2022/23 kaum noch zum Zug – und suchte einen Neustart.
„Ich war länger verletzt, habe dann nicht mehr so viel gespielt. Ich bin keiner, dem es Spaß macht, wenn man lange Zeit auf der Bank sitzt“, erklärt er. Bei Viborg FF war er Stammkraft: „Ich konnte durchgängig drei Jahre spielen. Ich konnte dort nochmal neu anfangen, habe ein bisschen mehr zu mir selbst gefunden“, sagt Mbom und blickt auf eine Zeit zurück, die ihm sportlich und menschlich viel gegeben habe.
Mbom gibt „immer 100 Prozent“
Auch in Dänemark legte er im defensiven Zentrum los. „Die Position war so ausgelegt, dass ich ab und zu gegen den Ball Rechtsverteidiger und mit dem Ball im Mittelfeld spiele. Dann gab es einen Trainerwechsel, andere Ideen“, so Mbom. In den letzten zweieinhalb Jahren agierte der ehemalige deutsche U21-Nationalspieler hinten rechts. Dort ist beim VfL Oliver Olsen als Nummer 1 geplant – und Jean Manuel Mbom, Rufname Manu, vornehmlich fürs Zentrum vorgesehen.Mbom gibt „immer 100 Prozent“
Mit seiner Dynamik, Lauf- und Zweikampfstärke soll er das Spiel der Bochumer bereichern. Dabei gilt er als Typ, der eine top Einstellung mitbringt. „Ich bin jemand, der immer 100 Prozent gibt für seine Teamkollegen“, sagt Mbom, der sich als „ehrlichen“ Menschen mit einem „sehr guten Herz“ charakterisiert. Und der heiß ist auf die 2. Liga. „Ich habe einfach Bock hier zu spielen, vor den VfL-Fans vor allem. Ich will mit dem VfL so viele Spiele wie möglich gewinnen.“
Quelle:WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
