Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Das sagen Fans zu den Trikots
#1
Die neuen Trikots des VfL Bochum stoßen bei etlichen Fans des VfL Bochum auf Kritik, manche freuen sich auf Hummel. Es gibt aber auch Zustimmung. 

Die erfundene Farbe „Flutlichtblau“ hat der VfL Bochum mit seinem Ausrüster Mizuno in den letzten Jahren zu einer Art Markenzeichen gemacht. Es steht für den Blauton auf den Heimtrikots des VfL. Auch für die kommende Saison hat der VfL wieder ein „Flutlichtblau“-Trikot für die Heimspiele präsentiert, das sich in den Details unterscheidet von den vorherigen Designs. Auf den ersten Blick, insbesondere mit ein paar Metern Abstand, ähnelt es aber den Vorgängern sehr. 

So sehen es jedenfalls viele VfL‑Fans. „Mega langweilig“, schreibt etwa „Kalle12373“ auf unserem Instagram-Account (waz_vfl) auf die Frage, wie die neue Arbeitskleidung der Profis, die am vergangenen Dienstag präsentiert wurde, denn ankommt. Ähnlich äußern sich hier und auch in vielen Fanforen zahlreiche User. „Idee gut. Umsetzung … Das Gleiche wie immer“, meint „haku_plays“ zum Beispiel. „Leider immer das Gleiche“, notiert „biancawerner90“. 

Einige Fans loben VfL-Trikots für gelungene Details
Es gibt aber auch Zustimmung für die Trikots, die unter dem Motto „Unser Herz“ oder „Du trägst es in Dir“ stehen und das Wappen des VfL betonen. „Richtig geil“, schreibt etwa j1848d, und tobi_golf1 meint: „Mir gefällt das Heimtrikot gut, besonders die hellblauen Akzente sind cool.“ Diese Akzente setzen der Kragen und die Ärmelbündchen, die jeweils hellblau und weiß abgesetzt sind.

Lob gibt es hier und dort für die Torwarttrikots („sehr cool“). User manni_bananflanke ist zufrieden: „Ich find‘s wieder super. Mizuno hat jedes Jahr geliefert. Schade, dass es die letzte Saison ist.“ 

Denn wie berichtet wird Hummel ab der Saison 2027/28 neuer Ausrüster des VfL Bochum, der dänische Sportartikelhersteller hat mit dem Zweitligisten einen Dreijahres-Vertrag abgeschlossen. Er löst das japanische Unternehmen Mizuno nach fünf Jahren ab, machte nach einer internationalen Ausschreibung das beste Angebot. „Langweilig wie die letzten Jahre“, schreibt matzesimon79 zu den Trikots für die kommende Saison. Und fügt an: „Volle Hoffnung auf Hummel und ein richtiges blau/weißes Trikot.“ 

  Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
Zitieren
#2
Der VfL Bochum hat das Trikot 26/27 vorgestellt. Nicht jedem gefällt es. Wie die Designs entstehen und wieso der Klub am „Flutlichtblau“ festhält. 

Flutlichtblau, der Umriss des Logos zieht sich wie ein Pulsschlag über das Shirt, die Ärmel haben hellblaue Bündchen: Der VfL Bochum hat seine Trikots für die kommende Saison vorgestellt. Und wie immer: Ein Teil der Fans freut sich, der andere Teil ärgert sich über das Design. Doch wie entsteht ein Trikot des VfL Bochum eigentlich? 

Seit knapp eineinhalb Jahren arbeiten Verein und Ausrüster an den Designs zu den Trikots 26/27 – die ersten Ideen für die gerade veröffentlichten Trikots stammen aus dem Dezember 2024, sagt Fabian Weitkämper, Bereichsleiter Marke, Marketing und Content beim VfL Bochum. „Mit dem Zeitfenster müssen wir inzwischen immer rechnen. Es gibt unfassbar viele Prozesse von Abstimmung über Produktion bis Lieferung“, ergänzt sein Stellvertreter Marian Morek. 

Der Verein erstelle zunächst eine Vorab-Auswahl. „In Zusammenarbeit mit dem Ausrüster werden diese abgestimmt und die Designs ausgearbeitet“, sagt Morek. Direkte Vorgaben mache der Ausrüster – in dieser Saison noch der japanische Sportartikel-Hersteller Mizuno – zwar nicht, es finde aber ein enger Austausch statt. „Die Möglichkeiten, die der Ausrüster uns bietet, müssen wir aber natürlich mit einbeziehen in unsere Planung“, sagt Marian Morek. Heißt: Nicht jeder Wunsch ist auch in Stoff, Farbe, Veredelung und Design umsetzbar. 

Über Monate tauschen sich Verein und Ausrüster aus. Und auch die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat ein Wort mitzureden. Die habe deutlich konkretere Vorgaben. „Es ist festgelegt, wie viele Farben so ein Trikot haben darf, wie die Muster aussehen dürfen und welche Botschaften beispielsweise nicht draufstehen dürfen“, sagt Morek. Im vergangenen Jahr musste der Klub zum Beispiel einen Flutlichtmast vom Auswärtstrikot entfernen. 

Immer wieder gibt‘s Fan-Kritik
So schön die Vorstellung der neuen Trikots auch ist. Seit Jahren sorgen sie immer wieder für Kritik unter den Fans – nicht nur beim VfL. Das Blau sei nicht das VfL-Blau, die Designs seien sich zu ähnlich. Den eingeschlagenen Weg mit einem klaren Markenbild wurde vor fast zehn Jahren im Verein aber sehr bewusst gewählt, sagt Weitkämper. Das Flutlichtblau (eine Wortschöpfung, aber tatsächlich auch eine Farbe aus dem Lichtkegel eines Flutlichtmastes) hat in den vergangenen Jahren einen Wiedererkennungswert geschaffen, betont Morek. „Wir wollten ein Alleinstellungsmerkmal finden, weil uns wichtig war, uns optisch abzuheben und eben nicht in Royalblau zu spielen, wie es ein unmittelbarer Nachbar hinter den Stadtgrenzen seit Jahrzehnten tut.“

2019 konnten beim damaligen Ausrüster Nike erstmals Farben, aber nicht Designs, selbst gewählt werden, vorher musste der VfL welche „von der Stange“ nehmen, also Designs und Farben, die vorgegeben und von vielen weiteren Vereinen gespielt wurden, sagt Morek. 

Die Kritik einiger Fans kennen Weitkämper und Morek. „Wir ignorieren sie nicht, im Gegenteil. Wir nehmen sie auf und machen uns ständig Gedanken und versuchen, uns weiterzuentwickeln. Wir müssen sie für uns aber auch in einen Kontext bringen“, sagt Fabian Weitkämper und meint damit unter anderem die Verkaufszahlen. „Die haben in den letzten Jahren eine andere Sprache gesprochen.“ 

So verkauften sich die dunkleren Trikots der vergangenen Saisons aber auch Ausreißer wie schwarze Sondertrikots deutlich besser, als beispielsweise das Sondertrikot zum Maiabendfest, das sie in Royalblau designt haben, sagt der Bereichsleiter. Das und entsprechende Umfragen habe die Verantwortlichen darin bestärkt, den eingeschlagenen Weg zu verfolgen. 

„Haben kein Schwarz-Weiß-Denken“
Dennoch: „Das heißt nicht, dass wir ein Schwarz-Weiß-Denken haben“, sagt Marian Morek. Es sei „ein ganz schmaler Grat, alles miteinander zu vereinen“. Den zu treffen, sei die größte Herausforderung im Trikot-Design. Weitkämper ergänzt: „Ganz recht machen kann man es eh nie jedem, Geschmäcker sind sehr verschieden.“ Der Verein kennt die Wünsche der Fans. „Es liegt an uns, die ins Trikot einzuarbeiten.“

Und das habe der Verein im neuen Trikot gemacht – zumindest zum Teil. Durch die Umrisse des VfL-Logos im Stoff und den Verlauf im Trikot zu weiteren Blautönen soll es generell aufgehellt werden, genauso wie durch die abgesetzten Bündchen an Ärmeln und Kragen, so Weitkämper. 

„Perspektivisch werden wir mehr Möglichkeiten haben“, ergänzt Morek. Eine Anspielung auf den neuen Ausstatter ab der Saison 27/28? Das soll der dänische Sportartikel-Hersteller Hummel sein. Nur so viel: Unabhängig vom Ausrüster wissen sie bereits, wie die Trikots der Saison 27/28 aussehen werden, so Weitkämper und Morek. 

„Das Wichtigste ist, dass wir hinter jedem Trikot auch eine Story haben, die einen Bezug zur Marke und den Werten des VfL hat“, sagt Fabian Weitkämper. In den vergangenen Jahren war beispielsweise die Kurve auf den Trikots zu sehen oder auch das Stadion. Was das perfekte Trikot ausmacht? „Dass man es im besten Fall beim Aufstieg trägt“, sagt Weitkämper mit einem Schmunzeln. 

Die Spieler des VfL Bochum sind eigentlich nicht an dem Design-Prozess eines neuen Trikots beteiligt. „Wir hatten aber mal einen Torhüter, der gerne in Pink gespielt hat“, sagt Marian Morek mit einem Augenzwinkern. „Der hat gerne mal die Torwart-Trikot-Farben mitbestimmen wollen.“

Trotzdem nimmt die Abteilung die Rückmeldungen der Spieler zu den Shirts auf. „Sie tragen die Trikots im Spiel, daher helfen uns auch Einschätzungen zur Verarbeitung des Kragens, der Bündchen und Nähte oder ob sich z.B. ein gesticktes Logo unangenehm anfühlt“, erklärt der stellvertretende Bereichsleiter Marketing, Marke und Content. Das letzte Wort für die Freigabe – sofern Ausrüster und DFL die Designs abgesegnet haben – hat dann das Gremium.

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
Zitieren
#3
Spannender Einblick.

Ich sage auch, dass ich das Flutlichtblau als Marke zu schätzen weiss. Andererseits wäre mal ein bisschen Abwechslung gut. Es könnte meines Erachtens auch gerne wieder etwas weiß im Heimtrikot zu finden sein.
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste