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08-03-2026, 04:31 PM
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08-04-2026, 02:35 PM von Herr Bert.)
VfL Bochum kann vor dem Saisonauftakt gegen Hertha BSC personell aufatmen. Nur ein Stammspieler der Vorsaison fällt weiterhin aus.
Als Karol Mets am Montagvormittag nach intensivem Videostudium den Trainingsplatz betrat, reckte er den Daumen nach oben, grinste kurz und gab Entwarnung: „All good“ – „Alles gut“, sagte der Innenverteidiger des VfL Bochum, der in der kommenden Spielzeit eine wichtige Rolle in der Mannschaft von Uwe Rösler einnehmen soll. Als Führungsfigur auf und neben dem Platz, als Spieler, der mit Leistungen vorangeht, als sicherer Anker in der Innenverteidigung. Dass er nach seinem ersten Einsatz gegen Werder Bremen allerdings direkt mit muskulären Problemen zu kämpfen hatte, ließ die Sorgenfalten wachsen. Nun aber die Entwarnung: Mets ist zurück.
„Karol hat heute wieder trainiert und das sehr ordentlich. Jedes Training wird ihm guttun“, sagte Trainer Rösler am Montag. „Das gilt auch für Mats Pannewig, der in seine zweite Trainingswoche nach der Problematik mit der Leiste geht.“ Beide Spieler sind für das Spiel des VfL wichtig, beiden rechnet Rösler eine große Rolle in der kommenden Saison zu. Dass beide kurz vor dem Saisonstart gegen Hertha BSC am Freitag (20.30 Uhr, Sat.1 und Sky) angeschlagen waren, war alles andere als optimal.
Rösler will Pannewig spielen lassen
Und dennoch ist Rösler zuversichtlich – speziell bei Pannewig. „Die 30 Minuten am Samstag haben ihm gutgetan. Er ist aber noch von dem Niveau entfernt, welches er in der letzten Saison vor seiner Verletzung hatte. Da müssen wir ehrlich sein. Er braucht noch Zeit. Aber er wird trotzdem eine Rolle spielen am Freitag, weil wir seine fußballerischen Qualitäten brauchen.“ Pannewig gilt als wichtiger Verbindungsspieler zwischen Defensive und Offensive. Neben Enis Cokaj soll er die spielerischen Akzente setzen, als Ballschlepper agieren.
Große Hoffnungen setzen sie beim VfL Bochum auch in Christian Rasmussen. Ähnlich wie Mets musste auch der Neuzugang in der vergangenen Woche passen. Er hatte Fieber. Der Montag bot aber auch beim Dänen positive Signale. „Christian Rasmussen lief heute nicht nur, er hat auch mit dem Ball intensiv gearbeitet und steigt Dienstag wieder voll ins Training ein“, so Rösler, der damit einzig auf einen Stammspieler der vergangenen Saison verzichten muss. Philipp Strompf musste auch am Montag noch Antibiotika nehmen und wird gegen Hertha und wohl auch gegen Eintracht Braunschweig keine Option sein.
Quelle: WAZ.de
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Beim letzten öffentlichen Training des VfL Bochum herrscht große Intensität. Der Konkurrenzkampf im Team spitzt sich kurz vor Saisonstart zu.
Am Dienstag war mächtig Zug drin in der letzten öffentlichen Trainingseinheit des VfL Bochum. In drückender Hitze holten die Spieler des VfL Bochum alles aus sich heraus. Trainer Uwe Rösler musste seine Spieler nicht einmal groß pushen, alle gaben von sich aus Gas, pumpten am Ende des Trainings nach über eineinhalb Stunden mächtig. Das imponierte Rösler sichtlich, der die Einheit mit einem „sehr gut“ schloss. Drei Tage vor dem Start in die Saison ist offenbar der große Konkurrenzkampf im Kader um die elf Startplätze ausgerufen worden. Nachdem Karol Mets bereits am Montag wieder eingestiegen war, mischte auch Christian Rasmussen voll mit. Jeder wollte sich auch vor den zahlreichen Fans noch einmal in den Fokus spielen. Drei Erkenntnisse aus dem Training
Karol Mets überzeugt als Kommunikator
„Take the fucking ball!“ – „Schnapp dir den verdammten Ball!“: Es war eine lautstarke Ansage von Karol Mets im Dienstagstraining des VfL Bochum, die nachhallte und dem einen oder anderen Fan im Gedächtnis blieb und auch ein Grinsen ins Gesicht zauberte. Der Neuzugang des FC St. Pauli, der in der kommenden Spielzeit an der Castroper Straße eine Führungsrolle einnehmen soll, macht seinem Profil in den Einheiten bislang in jedem Fall alle Ehre. Der Innenverteidiger trat als Kommunikator in der Innenverteidigung auf, feuerte seine Mitspieler an und ging selbst aggressiv in den Zweikämpfen voran.
Er lebte praktisch das im Training vor, was sein Trainer Uwe Rösler drei Tage vor dem Saison-Eröffnungsspiel gegen Hertha BSC am Freitag sehen wollte. Mets, der aufgrund muskulärer Probleme in der vergangenen Woche nur individuell trainierte und die Generalprobe gegen Sheffield United verpasste, wollte den Konkurrenzkampf neu entfachen und Yigit Karademir den Startelf-Einsatz gegen Hertha noch streitig machen. Der Neuzugang des VfL Osnabrück hatte sich die Chance durch seinen Auftritt gegen Sheffield nämlich durchaus erarbeitet. Doch Mets gibt sich offenbar nicht mit einem Bankplatz zufrieden und macht entsprechend mit Leistung auf sich aufmerksam.
Tom Meyer als Innenverteidiger getestet
In Mets, Karademir, Michael Steinwender und Philipp Strompf hat der VfL Bochum vier nominelle Innenverteidiger im Kader. Strompf allerdings fehlt derzeit nach einer fiebrigen Erkrankung. Um im Training aber mit zwei ganzen Mannschaften spielen zu können, rückte Tom Meyer in einem Team in die Innenverteidigung. Noch in der vergangenen Woche holte Rösler Gustav Schjott aus der U21 ins Profitraining, er saß auch gegen Sheffield United auf der Bank.
Doch perspektivisch könnte nun Meyer möglicherweise eine Rolle in der letzten Reihe spielen. Eigentlich ist er im defensiven Mittelfeld zu Hause, doch schon zu Beginn der Vorbereitung sagte ein Spieler im Gespräch mit dieser Redaktion, dass Meyer aufgrund seiner Körperlichkeit, seiner Größe und seiner Technik einen guten Innenverteidiger abgeben würde. Dies scheint nun auch Rösler zumindest anzutesten. Am Dienstag bot Meyer dabei eine gute Leistung dar.
Es gibt ordentlich auf die Socken
Erst humpelte Lasse Isbruch über den Rasen und musste am Knöchel behandelt werden, kurz darauf krümmte sich Philipp Hofmann vor Schmerzen auf dem Rasen und bat ebenfalls um kurze Behandlung durch einen Physio. Im Abschluss-Training Mann gegen Mann zog keiner der Profis des VfL zurück. Eine Grätsche von Gerrit Holtmann gegen Berkan Taz ließ auch die Fans kurz raunen. Alle Spieler konnten die Einheit schlussendlich beenden. Der eine oder andere wird die gut 100 Minuten Training aber in den kommenden Stunden noch spüren.
Quelle: WAZ.de
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Berkan Taz ist als neuer kreativer Mann zum VfL Bochum gekommen. Nun wird er direkt in einem besonderen Spiel gefragt sein.
Es wird durchaus ein besonderes Spiel für Berkan Taz. Wenn der VfL Bochum am Freitag, 7. August, 20:30 Uhr, gegen Hertha BSC die Zweitliga-Saison 2026/27 eröffnet, dann wird der Neuzugang vom SC Verl aller Voraussicht nach in der Startelf stehen.
Es ist aber auch ein kleines, persönliches Derby, wurde Taz doch unter anderem bei Stadtrivale Union Berlin ausgebildet. "Als Berliner Junge wird es für mich ein besonders schönes Spiel", sagte Taz, der sich einen Auftakt gegen die Hertha gewünscht hatte.
Viel wichtiger ist aber ohnehin, an welchem Punkt der VfL Bochum steht. Das 0:0 gegen Sheffield United hat Licht und Schatten offenbart. Für den Zweitligastart zeigte sich Taz zuversichtlich. "Wir bereiten uns sehr intensiv auf das erste Spiel vor. Bei einem Freitagabendspiel um 20:30 Uhr werden wir sowieso noch einmal extra heiß sein."
Mit Hertha BSC bekommt der VfL Bochum einen schwer ausrechenbaren Gegner. Die Berliner haben zahlreiche Leistungsträger verloren und bisher nur einen externen Zugang. Größen wie Fabian Reese, Tjark Ernst, Toni Leistner oder Michael Cuisance sind von Bord gegangen.
Der ehemalige Schalker Paul Seguin hat im "kicker" sogar spekuliert, dass der Ausverkauf ein Vorteil sein könnte. "Wir haben immer noch eine gute Qualität, aber sind in der Breite nicht mehr so stark wie letzte Saison. Das kann aber auch ein Vorteil sein. Dadurch kann sich innerhalb einer Gruppe eine neue Dynamik entwickeln", sagte der 31-Jährige.
Einzelne Spieler hätten nun die Chance auf mehr Spielzeit. "Das kann zusätzliche Energie freisetzen. Bei Kevin Sessa spüre ich im Moment, dass er sich super weiterentwickelt. Auf ihn setze ich in dieser Saison", sagte Seguin über seinen Mitspieler im Mittelfeld und berichtete: "Wir sind im Vergleich zum Vorjahr noch enger zusammengerückt."
Am Freitagabend wird sich zeigen, wo beide Kader wirklich stehen. "Besser geht es nicht", sagte Taz mit Blick auf die Rahmenbedingungen. Das Ruhrstadion wird natürlich voll sein.
Quelle: Reviersport.de
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08-05-2026, 07:16 PM
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08-05-2026, 07:21 PM von Herr Bert.)
Das Auftaktspiel des VfL Bochum gegen Hertha BSC könnte zum Stimmungsbooster werden. Ein Reviernachbar hat vorgemacht, wie es gehen kann.
Zwei Tage müssen sich die Fans des VfL Bochum gedulden, dann ist endlich Schluss mit Sommerpause. Am Freitag um 20.30 Uhr läutet der Revierklub die Zweitliga-Saison mit einem Kracher-Heimspiel an der Castroper Straße gegen Hertha BSC ein.
Auftaktspiel gegen Hertha – da war doch was. Reviernachbar Schalke 04 schlug die Alte Dame vor einem Jahr zum Liga-Auftakt in der Veltins-Arena mit 2:1. In dieser Partie steckte viel mehr, als das schnöde Ergebnis vermuten lassen würde: Die Gelsenkirchener zeigten einen furiosen Kampf gegen favorisierte Berliner, ganz Schalke war nach diesen 90 Minuten euphorisiert – und surfte auf einer Welle dem Aufstieg entgegen.
Bochum ist gegen Hertha BSC Favorit
Gleiches dem VfL Bochum bei einem Heimsieg gegen Hertha BSC zu prophezeien, wäre schon sehr verwegen. Aber: Auch die Bochumer haben schon bewiesen, welche Kräfte sie mit einem einzelnen Spiel freisetzen können: Jeder erinnert sich an das Relegationswunder gegen Fortuna Düsseldorf, ganz so lange muss man für einen zündenden VfL-Moment aber gar nicht zurückgehen. Es reicht schon der Blick auf das letzte Mal, als die Hertha zu Gast im Ruhrstadion war. Am 18. Oktober gewann Bochum ein wildes Spiel, das erste mit Uwe Rösler an der Seitenlinie, mit 3:2 und setzte zu einer irren Serie an.
Was die Hertha angeht: Besser als damals ist der Hauptstadtklub heute nach einer bislang verkorksten Transferperiode sicher nicht bestückt. Waren sie mit Topspielern wie Fabian Reese in der vergangenen Saison für viele der erste Anwärter auf den Aufstieg, haben die Berliner nun einen einstelligen Tabellenplatz als Saisonziel ausgerufen.
Kurzum: Bochum ist zu Hause gegen Hertha Favorit und hat gleich zum Auftakt eine große Chance. Man mag sich einmal vorstellen, der VfL würde eine Serie nicht erst im Oktober, sondern gleich zum Start einläuten. Schalke hat es vorgemacht, wohin es dann gehen kann. Königsblau hatte vor einem Jahr auch niemand als Aufsteiger auf dem Zettel.
Quelle: WAZ.de
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08-06-2026, 11:48 AM
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08-06-2026, 11:55 AM von Herr Bert.)
Zum Zweitliga-Auftakt setzen die Ultras des VfL Bochum auf Geschlossenheit und rufen zum blauen Dresscode im Ruhrstadion auf.
Endlich hat das Warten ein Ende: Der VfL Bochum eröffnet am Freitagabend unter Flutlicht im heimischen Ruhrstadion die Zweitliga-Saison gegen Hertha BSC. Die Augen vieler Fußball-Fans werden auf das „Schmuckkästchen“ gerichtet sein, und offenbar möchten die Fans des VfL dabei ein imposantes Bild abgeben. Die „Ultras Bochum 99“, kurz UB, rufen zum gemeinsamen Dresscode für die Partie auf, die um 20.30 Uhr (Sky und Sat.1) angestoßen wird.
„Alle in Blau ins Ruhrstadion“, heißt es in einem Aufruf, der zunächst über den Kanal „Blick in die Kurve“ verbreitet wurde und inzwischen hundertfach über diverse Kanäle und Status in den Sozialen Medien verbreitet wurde. „Ob Trikot, Kutte oder Szeneshirt – zieht euch euren feinsten blauen Zwirn über und lasst uns gemeinsam das erste Zeichen mit einem optisch einheitlichen Auftritt setzen“, schreiben die Ultras weiter. „Ob in der Kurve oder auf dem Sitzplatz – jeder VfL‘er wird am Freitag gebraucht!“
Leuchtturmspiel gegen Hertha BSC
Nicht selten in Fußball-Deutschland deuten solche Aufrufe auch auf eine Choreografie hin. Gut möglich, dass auch die Ultras des VfL Bochum für das von der Deutschen Fußball-Liga so getaufte „Leuchtturmspiel“ eine besondere optische Aktion geplant haben.
In jedem Fall wollen die VfL-Fans vor dem Saisonauftakt Einheit demonstrieren. Das hat einen einfachen Grund. „Es ist an der Zeit, nach 10 Jahren endlich wieder mit einem Auftaktsieg in die Liga zu starten. Dafür müssen wir gemeinsam alle Hebel in Bewegung setzen!“ Letztmals gewann der VfL Bochum zum Auftakt der Saison 2016/2017 ein Eröffnungsspiel – auch im heimischen Ruhrstadion und mit einem Berliner Gegner. Felix Bastians und Tom Weilandt schossen die Hausherren damals zu einem 2:1-Sieg gegen Union Berlin.
Ein ähnliches Ergebnis würde sicher jeden Bochumer am Freitagabend ebenfalls zufriedenstellen. „Gemeinsam als Einheit zum Auftaktsieg“, schreibt „UB99“ daher.
Quelle: WAZ.de
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„Wollen schwer zu schlagen sein“
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Freitagabend, Flutlichtspiel und Eröffnung der Zweitliga-Saison 2026/27 im Ruhrstadion – morgen Abend rollt der Ball gegen Hertha BSC anne Castroper (Anstoß: 20:30 Uhr). VfL-Cheftrainer Uwe Rösler gab vorab auf der obligatorischen Pressekonferenz Timo Horn als neuen VfL-Kapitän bekannt und beantwortete die Fragen der anwesenden Journalisten.
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VfL-Cheftrainer Uwe Rösler über…
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…die Personalsituation: „Philipp Strompf und Mikkel Rakneberg stehen nicht zur Verfügung. Alle anderen Spieler sind einsatzbereit.“
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…die Vorbereitung: „Kompliment an die Mannschaft, in der Vorbereitung stand viermal die Null. Wir haben absichtlich sehr schwere Gegner gewählt, damit wir sofort getestet werden. Die Defensive muss die Basis sein, daran haben wir speziell zu Beginn der Vorbereitung gearbeitet. Auch in unseren offensiven Abläufen wollten wir uns verbessern. Es ist auch wichtig für uns, dass wir gut in die Saison hineinkommen.“
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…die Zielsetzung für die bevorstehende Saison: „Wir haben uns in Gruppen – Staff und Spieler – zusammengesetzt und wollten im Hinblick auf die Entscheidungsfindung unserer Zielsetzung alle miteinbeziehen. Alle tragen es mit und haben sich committet. Wir haben uns dazu entschieden, dass wir als erstes Etappenziel mindestens zehn Punkte bis zur Länderspielpause sammeln und im DFB-Pokal eine Runde weiterkommen wollen. Dieses Ziel ist ambitioniert, aber auch realistisch und gibt uns die Chance, uns in die Saison hineinzukämpfen.“
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…die Mission der Saison: „Wenn wir unser Motto „hard to beat!“ – sprich, dass wir schwer zu schlagen sein wollen – verinnerlichen, werden wir unsere Ziele in dieser Saison erreichen. Dieses Credo soll uns tagtäglich begleiten, wir wollen diese Gewinner-Mentalität zeigen.“
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…VfL-Kapitän Timo Horn: „Timo Horn bleibt unser Kapitän. Entscheidend ist, welche Leistung ein Spieler bringt, welche Ausstrahlung er auf dem Platz hat, dass er eine Vorbildfunktion verkörpert und wie sein Verhältnis zum Trainer aussieht. In all diesen Punkten hat unsere Zusammenarbeit in den vergangenen zehn Monaten sehr gut funktioniert. Nach dem Magdeburg-Spiel in der vergangenen Saison hat Timo proaktiv das Gespräch zu mir und meinem Trainerteam gesucht. Das war sehr, sehr wichtig. Unsere Zusammenarbeit ist von einer Kommunikation auf Augenhöhe geprägt. Der Mannschaftsrat wird die Mannschaft auf allen Ebenen sehr gut vertreten. Mit Timo, Maxi und Hoffi waren einige Spieler schon in der vergangenen Saison in dieser Position.“
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…die Ausgangslage vor dem Spiel gegen Hertha: „Es ist nachvollziehbar, dass Hertha nach den vielen Abgängen im Sommer tiefstapeln möchte. Aber wenn man sich die ersten 14, 15 Spieler bei Hertha anschaut, sind sie absolut auf Augenhöhe mit uns. Sie haben viele Bundesliga-erfahrene Spieler, mit Josip Brekalo auch einen internationalen Spieler in ihren Reihen. Sie attackieren und verteidigen zusammen. Hertha kann in dieser Saison eine sehr gute Rolle spielen, möglicherweise eine Rolle, die ihnen viele noch nicht zutrauen. Deshalb muss man die Kirche schon im Dorf lassen. Hertha hat einen höheren Kaderwert, trotzdem sehen wir uns auf Augenhöhe mit ihnen. Wir versuchen, unsere Leistung abzurufen. Das ist das Einzige, was zählt.“
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…die Stärken des Gegners: „Wenn Spieler, die als Gesicht eines Vereins gelten, einen Verein verlassen, kommen manchmal andere Spieler aus dem Schatten hervor. Das ist eine Chance für Hertha BSC. Bei ihrer Spielweise fällt auf, dass sie gegen den Ball viel aktiver wurden. Sie sind mutig, das gefällt mir gut. Das macht es dem Gegner schwer. Hetha ist eine Mannschaft, die zusammen angreift und zusammen verteidigt. Doch man kann sich auch sehr gute Chancen erarbeiten, wenn man es als Gegner sehr gut macht.“
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…die Stimmung in der Mannschaft: „Eine gewisse Anspannung bei der Mannschaft ist zu spüren. Das ist gut und normal. Diese Anspannung braucht man, um Topleistungen abrufen zu können. Wir sind gut vorbereitet und wissen, wie wir spielen wollen.“
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…seine Sehnsucht nach Spielen im Ruhrstadion: „Ich habe es vermisst, die Mannschaft hat es vermisst. Wir brauchen das. Dafür stehen wir jeden Tag auf und geben Vollgas, damit wir diese Atmosphäre erleben und in diesem Stadion spielen dürfen. Diese Leidenschaft von den Rängen zu spüren, ist besonders. Gemeinsam mit den Fans wollen wir etwas erreichen. Ich weiß, dass die Hütte brennen wird. Wir freuen uns unheimlich auf das Spiel.“
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Nach dem Fehlstart gegen Hertha droht beim VfL Bochum erneut Unruhe. Doch Spieler und Trainer sehen trotz Problemen auch Potenzial.
Wie eng Freud und Leid in der Zweiten Liga in der kommenden Spielzeit zusammenliegen können, war im Ruhrstadion am Freitagabend direkt nach dem Schlusspfiff des Eröffnungsspiels zu sehen. Auf der einen Seite feierten die Spieler von Hertha BSC gemeinsam mit ihren Anhängern, während die Bochumer vor der Ostkurve wieder einmal eine Auftaktniederlage verkraften mussten. Das zarte Pflänzchen namens Euphorie, das nach einer guten Vorbereitung und aufgrund der neu formierten Mannschaft langsam aufblühte, droht nach der 0:1-Niederlage des VfL Bochum gegen den Hauptstadt-Klub schon wieder zu verwelken. Oder doch nicht?
„Ich glaube, dass wir uns nicht viel vorzuwerfen haben“, sagte Maximilian Wittek. „Positiv ist, dass wir nach dem 0:1 nicht den Kopf verloren haben, dass wir vor allem in der zweiten Halbzeit spielerisch besser geworden sind.“ Ähnlich analysierte auch Uwe Rösler die Partie. Er sei unzufrieden gewesen, dass seine Mannschaft in den ersten 45 Minuten zu viele zweite Bälle weggegeben hat. Den Bochumern fehlte zudem immer wieder etwas der Zugriff, die Mittelfeldspieler kamen oftmals einen Schritt zu spät. „Wir haben ein bisschen Probleme gehabt, es hat die Durchschlagskraft auch in den Zweikämpfen gefehlt“, sagte Wittek. Sein Trainer sprach von „fehlender individueller Qualität in den Zweikämpfen“.
Spielerische Mängel beim VfL Bochum
Hinzu kamen spielerische Mängel in der Doppelbesetzung Enis Cokaj und Jean Manuel Mbom. Der VfL Bochum ist mit den beiden eher defensiv ausgerichteten Spielern nicht kreativ genug. „Wir brauchten mehr Fußball“, sagte Rösler. Durch die Einwechslung von Mats Pannewig für Mbom und von Karol Mets für Yigit Karademir, der ein ordentliches Debüt feierte, wurde es dann im zweiten Durchgang besser. Auch schafften es die Bochumer häufiger, von hinten aufzubauen. Berkan Taz bekam dadurch häufiger die Bälle. Mit der zweiten Halbzeit kann ich absolut leben“, sagte Rösler.
Das Tor trafen die VfL-Profis trotz bester Gelegenheiten allerdings nicht. Philipp Hofmann war glücklos, Taz ließ schon in der ersten Halbzeit eine „1000-prozentige Chance“, wie es Torhüter Timo Horn später sagte, liegen. Der eingewechselte Gerrit Holtmann betrieb zwar Eigenwerbung, blieb im Abschluss allerdings auch glücklos. Gleich mehrere Bälle rutschten ihm über den Schlappen.
Das ist der Unterschied zum letzten Jahr
Wirklich niedergeschmettert seien die Bochumer aber nicht gewesen, berichtete Wittek. Dafür sei die grundsätzliche Darbietung in Ordnung gewesen. Schließlich bot auch Hertha BSC wahrlich keinen Leckerbissen-Auftritt an, nutzte den einen Fehler, den die Bochumer am Ende so richtig zuließen. Viel mehr Chancen hatten die Gäste dann allerdings auch nicht. „Ich glaube, wir können das Ganze ganz gut einordnen. Jetzt zählt es, dass wir das nächste Woche besser machen“, sagte Wittek.
Hoffnung dafür macht ihm der von den drei Direktoren Markus Brunnschneider, Simon Zoller und Jonas Schlevogt neu zusammengestellte Kader. „Dieses Jahr ist es mannschaftlich ein deutlicher Unterschied“, so der Linksverteidiger. „Wir haben viele Spieler dazugewonnen, die jetzt im Mittelpunkt ihrer Karriere sind, die schon einiges gesehen haben, die mit solchen Rückschlägen auch besser umgehen können.“ Dies sei auch der Unterschied zur vergangenen Saison, als die Auftaktniederlage gegen Darmstadt 98 (1:4) nur der Startpunkt eines Negativstrudels war und die älteren Spieler die jungen nicht auffangen konnten. „Auch für uns ältere Spieler ist es nicht optimal, wenn wir so reinstarten. Aber wir müssen jetzt nicht bei anderen Aufbauarbeit leisten“, so Wittek.
Dass es spielerisch schon gegen Eintracht Braunschweig am kommenden Freitag (18.30 Uhr, Sky) aufwärtsgehen kann, zeigte die zweite Halbzeit. Mit Mets, Pannewig und Holtmann im Spiel kam der VfL besser vor das gegnerische Tor. Eine weitere Trainingswoche sollte allen drei Spielern guttun. Und möglicherweise wird sogar in der kommenden Woche auch noch ein Neuzugang vorgestellt, der die Qualität auf dem Feld zusätzlich hebt.
Quelle: WAZ.de
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