09-25-2026, 09:58 AM
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09-26-2026, 01:04 PM von Herr Bert.)
Beim VfL Bochum kamen einige Spieler trotz hoher Erwartungen schlecht aus den Startlöchern. Verletzungen und Formkrisen prägen den Saisonauftakt bei ihnen.
Die paar Tage Ruhe, die die meisten Spieler des VfL Bochum derzeit genießen, dürften zur rechten Zeit kommen. Nach einem Sechstel der neuen Spielzeit kann das, was bislang gut lief, rekapituliert werden. Dabei können die Beine hochgelegt werden, denn viele Spieler sind seit Anfang Juni nahezu durchgängig hohen Belastungen ausgesetzt. Grundlagentraining auf den heimischen Plätzen, dann Trainingslager in Österreich und inzwischen sieben Pflichtspiele liegen hinter den Mannen von Trainer Uwe Rösler. Für einige von ihnen ist die XXL-Länderspielpause aber auch die willkommene Reset-Möglichkeit. Nicht für alle Spieler verlief der Saisonstart nämlich wie erhofft. Die Verlierer der ersten Saisonphase.
Philipp Strompf: Gleich aus mehreren Gründen ist Strompf der Verlierer der ersten Saisonphase – nicht für alle kann er etwas. In der vergangenen Saison war der Innenverteidiger noch unumstrittener Stammspieler – wohl auch, weil die Alternativen fehlten. Während Rösler die Kopfballstärke des 28-Jährigen immer wieder lobte, wies er auch auf die schwächere Spieleröffnung hin. Der Fokus auf dem Transfermarkt lag daher auf der Innenverteidigung und mit Michael Steinwender, Karol Mets und Yigit Karademir wurden gleich drei Spieler für diese Position verpflichtet, die schnell allesamt vor Strompf lagen.
Hinzu kommen bei Strompf gesundheitliche Probleme. Schon in den letzten Spielen der vergangenen Saison musste er aufgrund von Schambeinproblemen passen. Über den Sommer hinweg arbeitete er daran, erholte sich gut und mischte in der Vorbereitung wieder mit. Als er sich anschickte, zumindest wieder für einen Kaderplatz infrage zu kommen, fiel er direkt zu Saisonbeginn mit einem hartnäckigen Infekt aus. Er musste zunächst wieder die Grundlagen legen, sollte über die U21 in der Regionalliga wieder herangeführt werden. Dort brachen im ersten Einsatz gegen Bergisch Gladbach die Schambeinprobleme wieder auf. Aktuell fehlt er erneut. Strompf scheint derzeit vom Pech verfolgt zu sein.
Daniel Hanslik: Als einer der ersten Spieler im XXL-Transfersommer haben die Verantwortlichen Daniel Hanslik ablösefrei aus Kaiserslautern geholt. „Mit Daniel bekommen wir einen absoluten Führungsspieler, der in Kaiserslautern Vize-Kapitän war und von dessen Qualitäten wir sportlich und charakterlich voll überzeugt sind“, sagte Simon Zoller, Direktor Lizenzfußball beim VfL, damals. „Mit seiner Flexibilität kann er uns sowohl auf der Stürmerposition als auch als hängende Spitze oder in der 9,5er-Rolle ein neues Element geben.“
Von diesen Elementen allerdings ist bislang wenig zu sehen. Als einziger Neuzugang bleibt er bislang deutlich hinter den Erwartungen zurück, spielte nicht einmal von Anfang an und bleibt mit gerade einmal 11 Prozent der möglichen Einsatzminuten in der Liga vieles schuldig. Vor allem mit seinen Leistungen. Zwar ist er oft engagiert, läuft viel, hat aber keinen Einfluss aufs Spiel. In gute Abschlusssituationen kam er bislang noch gar nicht, verstolperte mitunter Bälle oder jagte Schüsse weit über das Tor hinaus. Der 29-Jährige tut sich bei der Eingewöhnung im neuen Klub noch schwer, wenngleich er in der Mannschaft aufgrund seiner offenen Art gut ankommt.
Alessandro Crimaldi: Zugegeben, der klassische Verlierer ist der italienische Junioren-Nationalspieler nicht. Er bestreitet seine erste echte Profi-Saison und jede Einsatzminute hilft ihm bei der Entwicklung. Gemessen an seiner starken Vorbereitung waren die gezeigten Leistungen in der Zweiten Liga dennoch deutlich ausbaufähig und auch im Training konnte er diese nicht gänzlich abrufen. Rösler ließ ihn gleich dreimal ohne Einsatzminuten auf der Bank.
Während viele Fans in ihm im Sommer bereits den unumstrittenen Stammspieler sahen, zeigt er mit seinen 18 Jahren Anlaufschwierigkeiten, die ihm durchaus zuzustehen sind. Da sein Potenzial groß ist, und er bereits gezeigt hat, was in ihm steckt, ist der Saisonstart dennoch nicht optimal für ihn verlaufen. Gut möglich, dass ihm aber die Spielzeit in der U21 in der langen Länderspielpause nun guttut. Im Test gegen die U21 von De Graafschap unter der Woche konnte er zumindest in einer Halbzeit überzeugen.
Mats Pannewig: Ist Mats Pannewig fit, spielt er. Diese ungeschriebene Regel verfolgt Rösler, seitdem er vor gut einem Jahr beim VfL Bochum übernommen hat. Allerdings kann das Mittelfeldtalent in dieser Saison noch nicht an die guten Leistungen der vergangenen Spielzeit anknüpfen und schon gar nicht die hohen Erwartungen in ihn erfüllen. Was sicherlich auch mit seinen Verletzungsproblemen gegen Ende der Saison und in der Vorbereitung zu tun hatte. Zugutehalten muss man ihm, dass die ursprüngliche Prognose vorsah, dass Pannewig erst jetzt, mit Ende der langen Länderspielpause, hätte zur Verfügung stehen sollen.
Da von dem Verbindungsspieler zwischen Defensive und Offensive aber viel beim VfL Bochum abhängt, übertrug sich der schwächere Saisonstart von ihm auch auf die Mannschaft. Als Achter ist er maßgeblich dafür verantwortlich, den Ball nach vorn zu tragen, Ideen zu entwickeln. Doch Pannewig verlor zu häufig den Ball, brachte zu selten Tempo ins Spiel. Er wirkt mitunter nicht (gedanken)schnell genug, weshalb er sich bereits einen Platzverweis und zwei Gelbe Karten einhandelte. Sein Vertreter Charlie Patino hinterließ in Hannover einen guten Eindruck, weshalb sich Pannewig in der Vorbereitung auf die nächsten Pflichtspiele anstrengen muss. Konkurrenz belebt das Geschäft. Ein Pluspunkt für Pannewig dürfte seine Größe sein: Rösler will, dass die Spieler aus dem Mittelfeld mit in den Strafraum nachrücken.
Quelle: WAZ.de
Die paar Tage Ruhe, die die meisten Spieler des VfL Bochum derzeit genießen, dürften zur rechten Zeit kommen. Nach einem Sechstel der neuen Spielzeit kann das, was bislang gut lief, rekapituliert werden. Dabei können die Beine hochgelegt werden, denn viele Spieler sind seit Anfang Juni nahezu durchgängig hohen Belastungen ausgesetzt. Grundlagentraining auf den heimischen Plätzen, dann Trainingslager in Österreich und inzwischen sieben Pflichtspiele liegen hinter den Mannen von Trainer Uwe Rösler. Für einige von ihnen ist die XXL-Länderspielpause aber auch die willkommene Reset-Möglichkeit. Nicht für alle Spieler verlief der Saisonstart nämlich wie erhofft. Die Verlierer der ersten Saisonphase.
Philipp Strompf: Gleich aus mehreren Gründen ist Strompf der Verlierer der ersten Saisonphase – nicht für alle kann er etwas. In der vergangenen Saison war der Innenverteidiger noch unumstrittener Stammspieler – wohl auch, weil die Alternativen fehlten. Während Rösler die Kopfballstärke des 28-Jährigen immer wieder lobte, wies er auch auf die schwächere Spieleröffnung hin. Der Fokus auf dem Transfermarkt lag daher auf der Innenverteidigung und mit Michael Steinwender, Karol Mets und Yigit Karademir wurden gleich drei Spieler für diese Position verpflichtet, die schnell allesamt vor Strompf lagen.
Hinzu kommen bei Strompf gesundheitliche Probleme. Schon in den letzten Spielen der vergangenen Saison musste er aufgrund von Schambeinproblemen passen. Über den Sommer hinweg arbeitete er daran, erholte sich gut und mischte in der Vorbereitung wieder mit. Als er sich anschickte, zumindest wieder für einen Kaderplatz infrage zu kommen, fiel er direkt zu Saisonbeginn mit einem hartnäckigen Infekt aus. Er musste zunächst wieder die Grundlagen legen, sollte über die U21 in der Regionalliga wieder herangeführt werden. Dort brachen im ersten Einsatz gegen Bergisch Gladbach die Schambeinprobleme wieder auf. Aktuell fehlt er erneut. Strompf scheint derzeit vom Pech verfolgt zu sein.
Daniel Hanslik: Als einer der ersten Spieler im XXL-Transfersommer haben die Verantwortlichen Daniel Hanslik ablösefrei aus Kaiserslautern geholt. „Mit Daniel bekommen wir einen absoluten Führungsspieler, der in Kaiserslautern Vize-Kapitän war und von dessen Qualitäten wir sportlich und charakterlich voll überzeugt sind“, sagte Simon Zoller, Direktor Lizenzfußball beim VfL, damals. „Mit seiner Flexibilität kann er uns sowohl auf der Stürmerposition als auch als hängende Spitze oder in der 9,5er-Rolle ein neues Element geben.“
Von diesen Elementen allerdings ist bislang wenig zu sehen. Als einziger Neuzugang bleibt er bislang deutlich hinter den Erwartungen zurück, spielte nicht einmal von Anfang an und bleibt mit gerade einmal 11 Prozent der möglichen Einsatzminuten in der Liga vieles schuldig. Vor allem mit seinen Leistungen. Zwar ist er oft engagiert, läuft viel, hat aber keinen Einfluss aufs Spiel. In gute Abschlusssituationen kam er bislang noch gar nicht, verstolperte mitunter Bälle oder jagte Schüsse weit über das Tor hinaus. Der 29-Jährige tut sich bei der Eingewöhnung im neuen Klub noch schwer, wenngleich er in der Mannschaft aufgrund seiner offenen Art gut ankommt.
Alessandro Crimaldi: Zugegeben, der klassische Verlierer ist der italienische Junioren-Nationalspieler nicht. Er bestreitet seine erste echte Profi-Saison und jede Einsatzminute hilft ihm bei der Entwicklung. Gemessen an seiner starken Vorbereitung waren die gezeigten Leistungen in der Zweiten Liga dennoch deutlich ausbaufähig und auch im Training konnte er diese nicht gänzlich abrufen. Rösler ließ ihn gleich dreimal ohne Einsatzminuten auf der Bank.
Während viele Fans in ihm im Sommer bereits den unumstrittenen Stammspieler sahen, zeigt er mit seinen 18 Jahren Anlaufschwierigkeiten, die ihm durchaus zuzustehen sind. Da sein Potenzial groß ist, und er bereits gezeigt hat, was in ihm steckt, ist der Saisonstart dennoch nicht optimal für ihn verlaufen. Gut möglich, dass ihm aber die Spielzeit in der U21 in der langen Länderspielpause nun guttut. Im Test gegen die U21 von De Graafschap unter der Woche konnte er zumindest in einer Halbzeit überzeugen.
Mats Pannewig: Ist Mats Pannewig fit, spielt er. Diese ungeschriebene Regel verfolgt Rösler, seitdem er vor gut einem Jahr beim VfL Bochum übernommen hat. Allerdings kann das Mittelfeldtalent in dieser Saison noch nicht an die guten Leistungen der vergangenen Spielzeit anknüpfen und schon gar nicht die hohen Erwartungen in ihn erfüllen. Was sicherlich auch mit seinen Verletzungsproblemen gegen Ende der Saison und in der Vorbereitung zu tun hatte. Zugutehalten muss man ihm, dass die ursprüngliche Prognose vorsah, dass Pannewig erst jetzt, mit Ende der langen Länderspielpause, hätte zur Verfügung stehen sollen.
Da von dem Verbindungsspieler zwischen Defensive und Offensive aber viel beim VfL Bochum abhängt, übertrug sich der schwächere Saisonstart von ihm auch auf die Mannschaft. Als Achter ist er maßgeblich dafür verantwortlich, den Ball nach vorn zu tragen, Ideen zu entwickeln. Doch Pannewig verlor zu häufig den Ball, brachte zu selten Tempo ins Spiel. Er wirkt mitunter nicht (gedanken)schnell genug, weshalb er sich bereits einen Platzverweis und zwei Gelbe Karten einhandelte. Sein Vertreter Charlie Patino hinterließ in Hannover einen guten Eindruck, weshalb sich Pannewig in der Vorbereitung auf die nächsten Pflichtspiele anstrengen muss. Konkurrenz belebt das Geschäft. Ein Pluspunkt für Pannewig dürfte seine Größe sein: Rösler will, dass die Spieler aus dem Mittelfeld mit in den Strafraum nachrücken.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."