09-25-2026, 02:01 PM
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09-25-2026, 02:05 PM von Herr Bert.)
Seit einem Jahr ist Uwe Rösler Trainer des VfL Bochum, 2027 läuft sein Vertrag aus. Geschäftsführer Ilja Kaenzig zieht eine Bilanz und blickt voraus.
Drei Punkte aus den ersten acht Spielen: Als Uwe Rösler vor knapp einem Jahr, am 6. Oktober, seinen ersten Arbeitstag als Trainer des VfL Bochum hatte, taumelte der damalige Bundesliga-Absteiger der 3. Liga entgegen. Der Ex-Stürmer von Manchester City leitete mit einem 3:2 gegen Hertha BSC die Wende ein, führte den VfL bis zur Winterpause ins Mittelfeld der 2. Liga zurück und schaffte trotz eines Zwischentiefs im Frühling recht souverän den Klassenerhalt. Bochum schloss die Saison als Tabellenneunter ab.
Insgesamt holte Rösler in seinen 32 Zweitliga-Spielen als Cheftrainer 48 Punkte und damit im Schnitt 1,5 Zähler (zwölf Siege, zwölf Remis, acht Niederlagen). Hinzu kommen die Pokalsiege in Augsburg und Fürth sowie die Niederlage im Pokal-Achtelfinale gegen Stuttgart.
VfL Bochum verpasst Etappenziel – Kaenzig sieht längere Anlaufphase
Im Sommer gab es einen großen Umbruch, das selbst gesteckte Etappenziel von zehn Punkten hat der VfL verfehlt. Mit sieben Zählern rangiert Bochum in der dreiwöchigen Länderspielpause auf Platz neun, hat allerdings nur drei Punkte Vorsprung auf Schlusslicht Darmstadt – vor allem, weil es im Ruhrstadion erst einen Punkt gab in drei Partien. Gegen Arminia Bielefeld soll sich das am 11. Oktober (13.30 Uhr/Sky) ändern.
Entspricht der Saisonstart den internen Erwartungen? „Nach über 40 Kaderbewegungen seit Januar musste man mit einem ‚längeren Start‘ rechnen, insofern ist er nicht abwegig“, sagt Bochums Geschäftsführer Ilja Kaenzig gegenüber dieser Redaktion. „Die Vorbereitung sah gut aus, aber sie ist halt niemals mit Ligaspielen vergleichbar. Das erleben wir gerade“, so der VfL-Boss in seiner ersten Zwischenbilanz. „Fakt ist, dass wir aufgrund der Daten – und teilweise auch Auftritte, wie beispielsweise gegen Hertha oder in Hannover – mehr Punkte verdient gehabt hätten. Dann würden wir anders reden.“
Rösler überzeugt beim VfL mit harter Arbeit und menschlicher Stärke
Vor einem Jahr war die Lage deutlich dramatischer. Als einen Coach „mit Expertise und Autorität“ kündigte Kaenzig damals den 57-jährigen Rösler an. Und sieht sich bestätigt: „Uwe hat uns gerettet, und das nicht mit Glück, sondern mit ganz viel harter Arbeit und Können“, erklärte Kaenzig. „Danach machte er sich an die Weiterentwicklung des Spiels, der internen Zusammenarbeit in seinem Bereich und an die Umsetzung der Mission, den VfL wieder ‚groß‘ zu machen. Er begeistert uns nach wie vor tagtäglich mit seiner Expertise und seiner Autorität.“ Dabei sei Rösler aber „nicht nur ein strenger Lehrmeister, sondern genauso ein Mensch, mit dem man richtig Spaß haben kann“, betont Kaenzig und fügt lachend an: „Sogar die Spieler, wenn sie denn liefern....“
Fakt ist: Röslers Vertrag läuft im Sommer 2027 aus. Bereits seit der Vorbereitung gibt es nach Informationen dieser Redaktion lose Gespräche über eine Verlängerung, Rösler kann sich eine längere Zeit im Revier gut vorstellen. Das gilt auch für den Verein, der vor allem die Entwicklung im Blick hat.
Noch allerdings geht es nicht ans Eingemachte. Welche Kriterien muss Rösler erfüllen für eine Vertragsverlängerung? „Uwe ist ein weit gereister Trainer, der seinen ganzen Erfahrungsschatz entsprechend der Situation einbringt“, sagt Kaenzig. „Wir wollten damals ‚Heavy Metal‘, das haben wir bekommen, und das passt auch wunderbar zu Bochum und dem Ruhrgebietsfußball. Ob sich Verein und Trainer nicht nur verloben, sondern verheiraten, entscheidet sich nicht mittels einer Excel-Tabelle.“
VfL Bochum setzt unter Rösler verstärkt auf spielerische Entwicklung
Einen konkreten Fahrplan nennt der VfL-Chef zwar nicht. Er macht aber deutlich, dass die Entwicklung mit Rösler in die erhoffte Richtung geht. Auf die Frage, woran sich erkennen lässt, dass die Mannschaft sportlich vorankommt, sagt Kaenzig: „In unserem Fall, dass der Hauruck-Fußball, den ich persönlich ebenfalls sehr mag, zum Plan B geworden ist und der VfL jetzt Fußball spielt. Was langfristig die höhere Wahrscheinlichkeit gibt, Spiele in der Zweiten Liga zu gewinnen. Man kann dies, wie alles heute im Fußball, messen, es gibt dafür den Wert ‚Kohärenz‘. Dieser bewertet das Zusammenspiel innerhalb einer Mannschaft. Da sind wir mittlerweile top. Und ich glaube auch, dass jeder Fan, der unsere bisherigen Partien verfolgt hat, zustimmen wird, dass wir hinten stabiler stehen und nach vorne deutlich mehr Aktionen haben als letzte Saison.“
Nach Informationen dieser Redaktion will der Verein sich weniger von Ergebnissen, mehr von der spielerischen Entwicklung leiten lassen. Und diese ist unter Rösler deutlich erkennbar: deutlich mehr Ballbesitz, deutlich aktiver. Das Spiel gegen Hannover 96 (1:2) war ein Paradebeispiel dafür – wenngleich das Ergebnis noch ausblieb. Dennoch ist es aktuell der Plan des VfL, noch in diesem Jahr mit Rösler zu verlängern.
Quelle: WAZ.de
Drei Punkte aus den ersten acht Spielen: Als Uwe Rösler vor knapp einem Jahr, am 6. Oktober, seinen ersten Arbeitstag als Trainer des VfL Bochum hatte, taumelte der damalige Bundesliga-Absteiger der 3. Liga entgegen. Der Ex-Stürmer von Manchester City leitete mit einem 3:2 gegen Hertha BSC die Wende ein, führte den VfL bis zur Winterpause ins Mittelfeld der 2. Liga zurück und schaffte trotz eines Zwischentiefs im Frühling recht souverän den Klassenerhalt. Bochum schloss die Saison als Tabellenneunter ab.
Insgesamt holte Rösler in seinen 32 Zweitliga-Spielen als Cheftrainer 48 Punkte und damit im Schnitt 1,5 Zähler (zwölf Siege, zwölf Remis, acht Niederlagen). Hinzu kommen die Pokalsiege in Augsburg und Fürth sowie die Niederlage im Pokal-Achtelfinale gegen Stuttgart.
VfL Bochum verpasst Etappenziel – Kaenzig sieht längere Anlaufphase
Im Sommer gab es einen großen Umbruch, das selbst gesteckte Etappenziel von zehn Punkten hat der VfL verfehlt. Mit sieben Zählern rangiert Bochum in der dreiwöchigen Länderspielpause auf Platz neun, hat allerdings nur drei Punkte Vorsprung auf Schlusslicht Darmstadt – vor allem, weil es im Ruhrstadion erst einen Punkt gab in drei Partien. Gegen Arminia Bielefeld soll sich das am 11. Oktober (13.30 Uhr/Sky) ändern.
Entspricht der Saisonstart den internen Erwartungen? „Nach über 40 Kaderbewegungen seit Januar musste man mit einem ‚längeren Start‘ rechnen, insofern ist er nicht abwegig“, sagt Bochums Geschäftsführer Ilja Kaenzig gegenüber dieser Redaktion. „Die Vorbereitung sah gut aus, aber sie ist halt niemals mit Ligaspielen vergleichbar. Das erleben wir gerade“, so der VfL-Boss in seiner ersten Zwischenbilanz. „Fakt ist, dass wir aufgrund der Daten – und teilweise auch Auftritte, wie beispielsweise gegen Hertha oder in Hannover – mehr Punkte verdient gehabt hätten. Dann würden wir anders reden.“
Rösler überzeugt beim VfL mit harter Arbeit und menschlicher Stärke
Vor einem Jahr war die Lage deutlich dramatischer. Als einen Coach „mit Expertise und Autorität“ kündigte Kaenzig damals den 57-jährigen Rösler an. Und sieht sich bestätigt: „Uwe hat uns gerettet, und das nicht mit Glück, sondern mit ganz viel harter Arbeit und Können“, erklärte Kaenzig. „Danach machte er sich an die Weiterentwicklung des Spiels, der internen Zusammenarbeit in seinem Bereich und an die Umsetzung der Mission, den VfL wieder ‚groß‘ zu machen. Er begeistert uns nach wie vor tagtäglich mit seiner Expertise und seiner Autorität.“ Dabei sei Rösler aber „nicht nur ein strenger Lehrmeister, sondern genauso ein Mensch, mit dem man richtig Spaß haben kann“, betont Kaenzig und fügt lachend an: „Sogar die Spieler, wenn sie denn liefern....“
Fakt ist: Röslers Vertrag läuft im Sommer 2027 aus. Bereits seit der Vorbereitung gibt es nach Informationen dieser Redaktion lose Gespräche über eine Verlängerung, Rösler kann sich eine längere Zeit im Revier gut vorstellen. Das gilt auch für den Verein, der vor allem die Entwicklung im Blick hat.
Noch allerdings geht es nicht ans Eingemachte. Welche Kriterien muss Rösler erfüllen für eine Vertragsverlängerung? „Uwe ist ein weit gereister Trainer, der seinen ganzen Erfahrungsschatz entsprechend der Situation einbringt“, sagt Kaenzig. „Wir wollten damals ‚Heavy Metal‘, das haben wir bekommen, und das passt auch wunderbar zu Bochum und dem Ruhrgebietsfußball. Ob sich Verein und Trainer nicht nur verloben, sondern verheiraten, entscheidet sich nicht mittels einer Excel-Tabelle.“
VfL Bochum setzt unter Rösler verstärkt auf spielerische Entwicklung
Einen konkreten Fahrplan nennt der VfL-Chef zwar nicht. Er macht aber deutlich, dass die Entwicklung mit Rösler in die erhoffte Richtung geht. Auf die Frage, woran sich erkennen lässt, dass die Mannschaft sportlich vorankommt, sagt Kaenzig: „In unserem Fall, dass der Hauruck-Fußball, den ich persönlich ebenfalls sehr mag, zum Plan B geworden ist und der VfL jetzt Fußball spielt. Was langfristig die höhere Wahrscheinlichkeit gibt, Spiele in der Zweiten Liga zu gewinnen. Man kann dies, wie alles heute im Fußball, messen, es gibt dafür den Wert ‚Kohärenz‘. Dieser bewertet das Zusammenspiel innerhalb einer Mannschaft. Da sind wir mittlerweile top. Und ich glaube auch, dass jeder Fan, der unsere bisherigen Partien verfolgt hat, zustimmen wird, dass wir hinten stabiler stehen und nach vorne deutlich mehr Aktionen haben als letzte Saison.“
Nach Informationen dieser Redaktion will der Verein sich weniger von Ergebnissen, mehr von der spielerischen Entwicklung leiten lassen. Und diese ist unter Rösler deutlich erkennbar: deutlich mehr Ballbesitz, deutlich aktiver. Das Spiel gegen Hannover 96 (1:2) war ein Paradebeispiel dafür – wenngleich das Ergebnis noch ausblieb. Dennoch ist es aktuell der Plan des VfL, noch in diesem Jahr mit Rösler zu verlängern.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
