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Warum in der Ostkurve diese neue Regel gilt
#1
Fans des VfL Bochum dürfen in der Ostkurve des Ruhrstadions nicht mehr hüpfen. Was dahintersteckt und was jenen droht, die trotzdem springen. 

Die Stadt Bochum verbietet den Fans des VfL Bochum das Hüpfen in der Ostkurve. Das teilt der Verein gemeinsam mit der Sportstätten Besitzgesellschaft mit, die für die Sanierung des Ruhrstadions verantwortlich ist. Kontrollen hätten ergeben, dass beim Hüpfen auf den Stehplätzen spürbare Schwingungen in der Kurve entstünden. Diese könnten bei Fans zu „Unwohlsein“ führen, was eine Massenpanik auslösen könnte. 

So überschreite das Gemessene eine so genannte „Panikgrenze“, ab der bei Menschen ein Gefühl der Unsicherheit oder das Verlangen zur Flucht ausgelöst wird. Obwohl das Tragwerk in diesem Bereich standsicher ist, reagiert der menschliche Körper mit Panik auf die spürbaren Bewegungen der Konstruktion. 

Nach Informationen der WAZ geht es bei dem Hüpfverbot ausdrücklich nicht um eine Einsturzgefahr der Tribüne. „Das Gutachten stellte fest, dass die Tragfähigkeit der Osttribüne gegeben ist, es aber durch gemeinsames, rhythmisches Hüpfen oder Springen, also synchronisierte Bewegungen vieler Menschen, zum sogenannten ‚Trampolineffekt‘ kommen kann“, so heißt es. 

Im Zusammenhang mit der laufenden Sanierung haben sich Experten die Osttribüne genauer angeschaut und diverse Messungen durchgeführt. Vor mehr als 20 Jahren seien die Schwingungen zuletzt gemessen worden. Damals sei ein noch verträglicher Rahmen festgestellt worden. 

Nun haben neue Kontrollen offenbar gezeigt, dass das Hüpfen in der Ostkurve nicht mehr akzeptiert werden kann. Welche konkreten Werte dabei gemessen wurden und wie sie sich von den früheren Messungen unterscheiden, ist im Detail nicht bekannt. 

Hüpfverbot im Ruhrstadion: Wie soll das konkret aussehen?
Doch wie soll das Verbot im Stadionalltag aussehen? Das Hüpfverbot soll in der Ostkurve ausgeschildert werden. Auch über die Leinwand und Stadionsprecher Michael Wurst soll – ähnlich wie bei Vorfällen mit Pyrotechnik – darauf hingewiesen werden, dass das Springen verboten ist. Das Verbot soll grundsätzlich für Choreografien gelten. Ein Hüpfen beim Torjubel ist weiter erlaubt.

Und: Voraussichtlich ist das Springen in der Ostkurve über die kompletten Sanierungsarbeiten – also bis 2028 – nicht erlaubt. 

Sollten sich Fans nicht an die neue Regel halten, gibt es nach Informationen der WAZ harte Konsequenzen. In Absprache mit den Verantwortlichen soll der Schiedsrichter das Spiel unterbrechen können. Ähnlich wie bei einem Bierbecherwurf müssten Fans das Stadion verlassen, wenn sie sich trotz Aufforderung nicht an die Vorgabe halten. Im schlimmsten Fall soll der Schiedsrichter sogar die Möglichkeit haben, die Partie abzubrechen. Die für die Schiedsrichter zuständige DFB Schiri GmbH wollte sich auf Anfrage dieser Redaktion nicht dazu äußern. 

Ruhrstadion und VfL Bochum stehen vor großen Herausforderungen
Das Hüpfverbot kommt in einer Phase, in der das Ruhrstadion ohnehin vor großen Veränderungen steht. Die Arena wird derzeit für mehr als 90 Millionen Euro saniert. Das Spiel gegen Arminia Bielefeld am Sonntag, 11. Oktober, um 13.30 Uhr wird das erste vor einer gesperrten Nordtribüne sein. Dort beginnt in diesen Tagen die dringend notwendige Betonsanierung. Die Sitzschalen sind bereits abmontiert.

Sollten sich Fans nicht an die Regeln halten, kann die Stadt Bochum dafür sorgen, dass die komplette Ostkurve gesperrt wird. Damit würden 10.000 Fans die Spiele des VfL Bochum im Stadion verpassen. 

„Der VfL bedauert die unumgänglichen Maßnahmen, ist aber erleichtert darüber, dass die Osttribüne bei Einhaltung des Hüpfverbots unter voller Auslastung genutzt werden kann“, heißt es in einer Mitteilung. „Es war allen Beteiligten klar und es wurde auch stets kommuniziert, dass unser ‚Schmuckkästchen‘ etwas in die Jahre gekommen ist und dringend eine aufwendige Modernisierung braucht, die uns alle vor große Herausforderungen stellt.“ 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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#2
Im Zuge der Modernisierungsmaßnahmen des Ruhrstadions kommen auf die Anhänger des VfL Bochum große Einschnitte zu. Ab sofort gilt ein Hüpfverbot auf der Osttribüne. Bei Verstoß drohen harte Strafen. 

Mit sieben Punkten aus den ersten sechs Spieltagen ist der VfL Bochum nur mäßig in die neue Zweitligasaison gestartet. Die Aufstiegsplätze sind dadurch bereits ein ganzes Stück entfernt. Nun gibt es die nächste unschöne Nachricht für die Anhänger des VfL. Wie der Verein in einer Mitteilung bekannt gab, darf auf der Osttribüne des Ruhrstadions ab sofort nicht mehr gehüpft werden. 

Der Hintergrund: Im Zuge der geplanten Modernisierungsmaßnahmen des Stadions habe das beauftragte Ingenieurbüro festgestellt, "dass bei bestimmten Zuschauerbewegungen starke Schwingungen auftreten, die dazu führen können, dass bei - vor allem "ungeübten" - Stadionbesuchern Unwohlsein hervorgerufen werden könnte". 

Zwar sei die generelle Tragfähigkeit der Osttribüne gegeben, jedoch könne es "durch gemeinsames, rhythmisches Hüpfen oder Springen, also synchronisierte Bewegungen vieler Menschen, zum sogenannten Trampolineffekt kommen", der ebenjenen "Unwohlsein-Effekt" hervorrufe 

Strafen und sogar eine Sperrung drohen
Die Bauaufsichtsbehörde der Stadt hat deshalb per Ordnungsverfügung ein "Hüpfverbot" für die Ostkurve veranlasst. Der VfL Bochum muss das Verbot ab sofort umsetzen und kontrollieren. Bei Zuwiderhandlung drohen erhebliche Strafen bis hin zu einer kompletten Sperrung der Osttribüne. Diese bietet bis zu 10.000 Zuschauern Platz. 

Bereits beim kommenden Heimspiel am Sonntag (13.30 Uhr, LIVE bei kicker) gegen Arminia Bielefeld ist den VfL-Fans deshalb das Hüpfen und Springen untersagt. Der Klub weist jedoch explizit darauf hin, dass diese Einschränkung nicht den Torjubel betreffe, sondern lediglich "choreografiertes Springen". Mit Ende der Modernisierungsmaßnahmen des Ruhrstadions wird im Jahr 2028 gerechnet, dann solle auch das Hüpfverbot wieder aufgehoben werden. 

Ähnlicher Fall in Magdeburg
Eine ähnliche Einschränkung hatte es bereits zwischen 2016 und 2019 beim 1. FC Magdeburg gegeben. Dort mussten wegen starker Schwingungen und drohender Schäden an der Stahlbetonkonstruktion die Fans auf der Nordtribüne drei Jahre lang auf rhythmisches Springen verzichten. Nach der Fertigstellung der Magdeburger Arena 2019 wurde das Verbot schließlich wieder aufgehoben. 

Quelle: Kicker.de
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#3
Das angeordnete Hüpfverbot für VfL-Fans in der Ostkurve des Ruhrstadions sorgt für Wirbel. Auch die Ultras Bochum äußern sich und üben Kritik. 

Nicht nur Hoffnungen auf den ersten Saisonsieg im eigenen Stadion begleiten das Heimspiel des VfL Bochum gegen Arminia Bielefeld am Sonntag (13.30 Uhr, Sky) – sondern auch Diskussionen um das Hüpfverbot in der Ostkurve des Ruhrstadions. 

Die gemeinsame Mitteilung des Vereins und der Bochumer Sportstätten Besitzgesellschaft (BoSB, für die Sanierung des Ruhrstadions verantwortlich) unter der Woche schlug hohe Wellen. Nun äußerten sich auch die Ultras Bochum zu dem ihrer Ansicht nach „irrsinnigen Hüpfverbot“. In einer ausführlichen Stellungnahme auf der eigenen Website zeigen sie sich „fassungslos“ und kritisieren insbesondere das Bauordnungsamt der Stadt Bochum. 

Das Hüpfverbot sei ein grober Einschnitt in die organisierte Fankultur, schreiben die Ultras, und nicht durch die kommunizierten Gründe zu rechtfertigen. In der Klubmitteilung hieß es, dass beim gemeinsamen Springen Schwingungen entstünden, die wiederum bei Fans zu „Unwohlsein“ führen können, vor allem bei „ungeübten Stadionbesuchern“. 

Ultras ärgern sich über Begründung für Hüpfverbot
Diese Begründung sei an Lächerlichkeit kaum zu überbieten, finden die Ultras. „Uns sind keinerlei Fälle bekannt, in denen Schwingungen der Kurve bei Personen zu Unwohlsein, geschweige denn zum Aufkommen einer Panik führten. Auch dem Verein sind auf unsere Nachfrage keinerlei Meldungen darüber bekannt.“

Die Ultras betonen, dass Sicherheitsbedenken ernst genommen werden müssen. Sollte die Statik der Ostkurve durch gemeinsames Hüpfen gefährdet sein, wäre dies eine völlig andere Ausgangslage, heißt es in dem Statement. Dann müsse eine solche Gefahr jedoch klar benannt werden. Und offiziellen Angaben zufolge besteht keinerlei Einsturzgefahr. Allein in den möglichen Schwingungen und ihren Folgen sehe man „kein sinnvolles Argument für eine maßgebliche Beschneidung der Freiheiten unserer Kurve“, meinen die Ultras und stellen infrage: „Ab wie vielen Personen gilt ein Hüpfen denn als ‚kollektiv‘? Und wer entscheidet, wann ein kollektives Hüpfen vorliegt?“ 

Die Hauptkritik richtet sich gegen das Bauordnungsamt. Die Ultras werfen der Behörde vor, die Verfügung nicht ausreichend zu erklären und die zugrunde liegenden Erkenntnisse nicht öffentlich zu machen. Das ist grundsätzlich nicht verpflichtend, doch angesichts von mehr als 10.000 betroffenen Besuchern der Ostkurve pro Spiel bestehe ein erhebliches öffentliches Interesse. Die Gruppe fordert deshalb, sowohl die Verfügung als auch die maßgeblichen Messergebnisse offenzulegen. Nur so lasse sich klären, ob tatsächlich ein Sicherheitsrisiko bestehe oder ob die Maßnahme unverhältnismäßig sei. 

Ultras Bochum lassen Umgang mit Hüpfverbot offen
Auch dem Klub wirft die Fangruppe „ein Stück weit unzureichende Kommunikation“ vor. Sie hätte sich eine weitere Einordnung des Hüpfverbots zeitgleich zur Veröffentlichung der Verfügung gewünscht. „So ist nun ein großer Imageschaden entstanden, nachdem der Verein sich schon in der Vergangenheit vor allem bei fanrelevanten Themen nicht mit Ruhm bekleckerte.“

Wie die aktive Fanszene beim nächsten Heimspiel gegen Bielefeld am Sonntag konkret mit dem Verbot umgehen wird, lassen die Ultras offen. Die vom Verein angekündigten Maßnahmen und möglichen Konsequenzen (Drei-Stufen-Plan der Bundesliga) seien inzwischen bekannt. Man werde diese nicht weiter kommentieren. „Wie damit umzugehen ist, sollte jeder für sich selbst bewerten“, heißt es in der Stellungnahme. 

Quelle: WAZ.de
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#4
Die Ultras sollten sich umbenenne in Pipi Langstrumpf. " Ich mach mir die Welt, so wie sie mir gefällt"..  Man kann nur hoffen, dass die Typen uns am Ende nicht drei Punkte kosten.
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