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Trainer Rösler spricht mit Fans der Ultra-Szene, ein Stürmer muss pausieren, ein Hoffnungsträger kehrt zurück: So startet der VfL Bochum in die Wölfe-Woche.
Uwe Rösler hatte es eilig am Montagvormittag, manche Termine lassen sich nicht aufschieben. In der Länderspielpause wurde der Trainer des VfL Bochum erfolgreich am Finger operiert. Ein weiterer Arzttermin stand nun an, Rösler musste das erste Training der Woche vor dem Heimspiel gegen den Aufstiegsfavoriten VfL Wolfsburg am Freitag (18.30 Uhr/Sky) vorzeitig verlassen.
Drei weitere Einheiten stehen an, und wie schon vor der dritten Niederlage in Folge, dem 0:2 in Kaiserslautern, finden sie geheim statt. Beim gewohnt lockeren Warm-Up für die Stammkräfte und weiteren Spielformen für die eingewechselten Profis und Reservisten durften Fans noch zusehen. Nur wenige stellten sich hinter den Zaun. Unter ihnen drei Fans der Ultra-Szene. Rösler suchte das Gespräch mit ihnen. Der Tenor ist klar: Nur gemeinsam geht es aus der Krise.
Dafür muss sein Team liefern. Mehr Biss zeigen, mehr Durchschlagskraft, mehr Offensivpower. Gegen Bielefeld (0:1) und in Kaiserslautern hatte der VfL kaum Torchancen, ließ die letzte Gier vermissen, gewann am Betzenberg nur 38 Prozent der direkten Duelle.
Startelf-Einsatz könnte für Cokaj zu früh kommen
Einer, der für Zweikampfhärte steht, ist Enis Cokaj. Der zentrale defensive Mittelfeldspieler hatte sich Anfang September in Dresden, beim letzten Sieg des VfL (2:1), eine Muskelverletzung zugezogen. Am Montag absolvierte der Neuzugang erstmals Teile des Mannschaftstrainings. Die Partie gegen Wolfsburg aber dürfte zumindest für die Startelf noch zu früh kommen.
Gerrit Holtmann indes fehlte. Der Linksaußen hat sich an der Hand verletzt, die bereits in der Pause in Kaiserslautern getaped wurde. Zur weiteren Abklärung pausierte der 31-Jährige am Montag, erklärte der Klub auf Nachfrage dieser Redaktion. Bereits am Dienstag, wenn Rösler mit der konkreten Vorbereitung auf Wolfsburg beginnt, soll der zuletzt formschwache Holtmann wohl mit einer Schiene wieder ins Training zurückkehren.
Quelle: WAZ.de
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Berkan Taz kam als Topscorer der 3. Liga zum VfL Bochum, zuletzt war er nur Joker. Ändert sich das gegen Wolfsburg? Trainer Rösler gibt Einblicke.
Berkan Taz spielte in der Vorbereitung und den ersten Saisonspielen beim VfL Bochum im wahren Wortsinn eine zentrale Rolle. Als Zehner sollte er dem Spiel dem VfL Kreativität und Torgefahr geben mit seinen beiden feinen Füßen: Taz kann mit links kicken und noch besser mit rechts, eine Seltenheit bei den Offensiven des Zweitligisten.
Doch am Durchsetzungsvermögen in der 2. Liga, die für den Topscorer der 3. Liga Neuland ist, haperte es noch. Nach vier Startelf-Einsätzen rotierte Taz in Dresden auf die Bank, seitdem spielt Koji Miyoshi den Mann hinter und neben Stürmer Philipp Hofmann. Hängen gelassen aber hat er sich nie, versicherte er jüngst auch im Gespräch mit dieser Redaktion: „Ich bin trotzdem weiterhin davon überzeugt, dass ich unserem Spiel meinen Stempel aufdrücken kann. Da muss vielleicht ein Ball mal reingehen, damit der Knoten platzt.“ Noch hat er keinen Treffer erzielt, kein Tor vorbereitet.
Taz schießt aus der Distanz: Das ist selten beim VfL Bochum
Der 27-Jährige kämpft für seine Chance. Als Taz in Hannover ins Spiel kam, leitete er mit einem satten Schuss aus der Distanz, einem seltenen Vorfall beim VfL Bochum in dieser Saison, einen energischen, wenn auch letztlich erfolglosen Schluss-Spurt ein. Als er in Kaiserslautern ab der 72. Minute mitmischen durfte, machte er zumindest von den vier eingewechselten Profis den besten Eindruck. Vor dem Heimspiel gegen Wolfsburg, verriet Trainer Uwe Rösler im Gespräch mit dieser Redaktion, probiere er im – nicht-öffentlichen – Training das eine oder andere aus, um mehr Torgefahr zu erzielen. Mit Taz?
„Das ist eine Überlegung, wobei Koji Miyoshi es auch gut gemacht in den letzten Wochen“, sagte Trainer Uwe Rösler am Dienstag im Gespräch mit dieser Redaktion. „Berkan ist ein Kandidat, er hat sich an das Mann gegen Mann, das athletische Spiel, sich zu befreien und Akzente zu setzen immer mehr gewöhnt, weil er auch seine Einsätze hatte. Er gewöhnt sich immer besser an die 2. Liga“, so der Coach. „Er ist ein sehr charakterstarker Junge, der jeden Tag mit einem Lächeln zum Training kommt, der Extraschichten macht, der im Training alles probiert, um sich anzubieten. Mit genau dieser Art wirst du auf Strecke auch deine Belohnung bekommen.“
Wechsel in der Startelf? Rösler betont das Leistungsprinzip
Der Coach war angetan von der Reaktion des Ex-Verlers, nachdem ihn Miyoshi aus der Startelf verdrängt hatte. In Hannover „war er der Mann, der uns Kreativität und Torabschlüsse gegeben hat. Da hat er sehr gut gespielt nach seiner Einwechslung, hat auch in der Struktur gut gearbeitet.“ Interessant: Bei Wolfsburg ist seit diesem Sommer Tobias Strobl Trainer, der in der Vorsaison mit Taz beim SC Verl erfolgreich war.
Ob er personelle Änderungen vornimmt, ließ Rösler aber naturgemäß offen. Zweimal hatte er zuletzt auf die gleiche Startelf gesetzt, was viele kritisierten. Rösler betonte dazu: „Ich stelle zu 100 Prozent nach Leistung auf.“
Quelle: WAZ.de
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Der VfL Wolfsburg kann mit breiter Brust am Freitag (23. Oktober, 18.30 Uhr) zum VfL Bochum reisen, der dreimal in Folge verloren hat und auf den Relegationsplatz abgerutscht ist.
Der VfL Bochum empfängt am Freitagabend (23. Oktober, 18.30 Uhr) den Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg. Es ist ein Duell der Gegensätze: Mit erst fünf Treffern stellen die Bochumer die schwächste Offensive der 2. Bundesliga, während die Niedersachsen in den bisherigen acht Spielen bereits 22 Tore erzielt haben – Ligabestwert.
Vor dem Duell am Freitag im Bochumer Ruhrstadion stellte sich Wolfsburgs Cheftrainer Tobias Strobl den Fragen der Medienvertreter. Dabei sprach er unter anderem über die Stimmung im Team, die aktuell sehr gut sei. "Meine Jungs imponieren mir. Die haben Bock, die haben Hunger. Es ist nicht so, dass jemand denkt, jetzt läuft alles. Sie bleiben weiter auf dem Gaspedal", lobte Strobl.
"Das ist für Freitag sehr wichtig", führte der 39-Jährige aus. Denn "nur mit Schönspielerei wirst du in Bochum nichts gewinnen. Du musst das Spiel und die Zweikämpfe annehmen. Wenn wir das schaffen und unsere Qualität auf den Platz bringen, dann haben wir eine gute Chance, dort erfolgreich zu sein." Die Wölfe, die zu den großen Aufstiegsfavoriten zählen, fanden zuletzt immer besser in die Spur und stehen aktuell auf dem dritten Tabellenplatz.
Strobl warnte dennoch vor dem nächsten Gegner, auch wenn die Ergebnisse der Bochumer zuletzt nicht stimmten und offensiv wenig Zählbares heraussprang: "Wir lassen uns nicht vom Bochumer Tabellenplatz oder davon täuschen, dass sie aus den letzten drei Spielen nichts geholt haben." So habe der VfL Bochum nur 25 Prozent seiner Großchancen genutzt und hätte deshalb in der Tabelle durchaus weiter oben stehen können.
"Sie haben eine interessante Mannschaft und auch eine interessante Spielweise, belohnen sich dafür aber nicht. Da müssen wir am Freitag ansetzen, damit sie sich auch gegen uns nicht belohnen", sagte der Cheftrainer der Niedersachsen und ergänzte: "Aber wir wissen auch: Wenn wir nicht scharfsinnig genug sind, vor allem gegen den Ball, haben sie die Qualität und Spielkultur, um uns wehzutun."
Personell kann Strobl in Bochum aus dem Vollen schöpfen. "Alle haben das letzte Spiel gut überstanden." Auch Mittelstürmer Robert Glatzel ist einsatzbereit, verriet der Trainer. "Er hat am Dienstag nicht trainiert, weil es ihm nicht so gut ging. Er hat zwei Tage gebraucht, stand am Mittwoch allerdings wieder auf dem Trainingsplatz und ist damit am Freitag auch wieder ganz normal eine Option."
Quelle: Reviersport.de
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30 Millionen Euro Transferausgaben, 95 Millionen Marktwert: Wolfsburg ist der FC Bayern der 2. Liga. Doch VfL-Trainer Rösler sieht auch Chancen.
„Kohle gegen Kohle“ steht auf den Plakaten, die der VfL Bochum vor dem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg (Freitag, 18.30 Uhr/Sky) in der Stadt verteilt hat. Nach dem überraschenden Abstieg aus der Bundesliga unter Ex-Bochum-Trainer Dieter Hecking, der nun als Sportgeschäftsführer des VW-Klubs erstmals zurückkehrt ins Ruhrstadion, baute der Ligakrösus seinen Kader im Sommer gewaltig um.
Knapp 30 Millionen Euro gab der Klub für Zugänge aus, wobei er seine teuersten Bundesliga-Profis auch für 70 Millionen Euro verkaufte, also ein Plus von 40 Millionen Euro erwirtschaftete. Allein Fabian Reese, den langjährigen und von vielen gegnerischen Fans nun angefeindeten Herthaner, kostete acht Millionen Euro. Der Gehaltsetat liegt laut kicker bei rund 46 Millionen Euro, der Marktwert des Kaders laut transfermarkt.de bei 95 Millionen Euro. Zum Vergleich: Bochum erzielte keine zwölf Millionen Euro Transfereinnahmen, er zahlte weniger als eine Million Euro für neue Spieler, der Gesamtetat des Lizenzspiel-Kaders liegt bei rund 20 Millionen Euro und der Marktwert bei rund 26 Millionen Euro.
24 Scorerpunkte von drei Angreifern: Wolfsburg ist offensiv erstklassig
Zwei Welten. Auch sportlich. Nach 30 Transferbewegungen – bei Bochum waren es fast 40 – ruckelte es zu Saisonbeginn noch etwas bei den Wölfen, die mit Trainer Tobias Strobl vom SC Verl einen jungen Coach für den Neustart holten. Doch mittlerweile ist das Team des 39-jährigen Newcomers auf Touren gekommen: 5:1 gegen Darmstadt, ein spektakuläres 4:4 beim Tabellenzweiten Nürnberg, 3:1 gegen Mitabsteiger Heidenheim, Platz drei. 22 Treffer erzielte Wolfsburg bereits, mehr als viermal so viel wie Bochum – Ligabestwert. Drei Wölfe sind im Scorer-Ranking der Liga in den Top fünf: die Flügelstürmer Reese (3 Tore/6 Assists) und Alexander Bernhardsson (4/3) sowie Ex-HSV-Stürmer Robert Glatzel (5/3).
Wolfsburg überzeugt mit starker Offensive und hoher Ballbesitzquote
Entsprechend schwärmt VfL-Trainer Uwe Rösler von den Wolfsburgern. „Sie haben mit Alexander Bernhardsson einen der schnellsten Spieler rechts vorne und mit Fabian Reese einen der schnellsten Spieler links. Sie haben mit Robert Glatzel einen Strafraumspieler, der dir in dieser Liga Tore garantiert. Mit Muhammed Damar haben sie noch einen starken Spieler zentral offensiv. Ihre Offensive ist das oberste Regal, und sie haben ein erfahrenes Mittelfeld“, sagte Rösler im Gespräch mit dieser Redaktion. Und das bei einem Ansatz, der den Idealvorstellungen von Rösler im spielerischen Bereich entspricht: „Die Wolfsburger definieren sich über Ballbesitz, präsentieren ein gepflegtes, technisches Spiel.“ 54 Prozent Ballbesitz hat Wolfsburg, Rang drei in der Liga hinter Magdeburg und Kiel. Bochum kommt auf 52 Prozent (6. Platz) – ein guter Wert, der aber von der Harmlosigkeit im Angriff aufgefressen wird. Ganz anders als bei den Wölfen.
„Die Wolfsburger sind die ‚Galacticos‘ der Liga, so habe ich sie bereits im Sommer charakterisiert. Sie merken aber auch, dass man in der 2. Liga die Punkte nicht geschenkt bekommt“, meint Rösler und setzt auf Zweikampfstärke, Wille, Widerstandskraft. Tugenden, die die VfL-Profis aber in letzter Konsequenz gegen Bielefeld und in Kaiserslautern vermissen ließen. Unabhängig vom Matchplan aber „wird es entscheidend sein, wie viel Energie wir auf den Platz bringen können.“ Und Durchschlagskraft. „Wir versuchen, etwas anzupassen, um mehr Torgefahr zu erzielen“, erklärte Rösler und sah im – nicht-öffentlichen – Training gute Ansätze. Denkbar, dass er auf Tom Meyer als alleinigen Sechser setzt und mit einer Doppelacht agiert, in der auch Berkan Taz auftauchen könnte. Ins Detail ging Rösler nicht.
Coach Rösler vor Wolfsburg-Spiel: Hier sieht er Möglichkeiten für den VfL Bochum
Energie aber ist das Schlüsselwort für ihn, Intensität, Durchsetzungsvermögen – speziell auch vorne. 38 Prozent der Zweikämpfe gewann der VfL nur in Kaiserslautern. „Wir wollen die guten Sachen, die wir uns erarbeitet haben, die funktioniert haben, wieder auf den Platz bekommen und versuchen, an dem letzten Drittel und generell auch an der Energie zu arbeiten: dass wir am Mann vorbeikommen, dass du vorne richtig arbeiten musst, um Tore zu erzielen“, erklärte Rösler.
Mit 13 Gegentoren hat Wolfsburg jedenfalls schon vier Treffer mehr kassiert als Bochum. Hinten ist Wolfsburg nicht so stabil wie ein potenzieller Aufsteiger. „Da gibt es Möglichkeiten“, meint Rösler. „Wir müssen aktiv sein, wir müssen sie beschäftigen von der ersten Sekunde an.“ Zugleich gelte es aber, die Ordnung gegen den Ball nie zu verlieren. „Wir müssen defensiv so gut stehen, dass wir ihre Konter, bei denen sie mit ihren Spitzen sehr gut sind, auf ein Minimum begrenzen. Wir benötigen eine sehr gute Restverteidigung.“ Sonst droht nach dem neunten Spieltag der Sturz auf den letzten Platz – und Rösler womöglich das Aus beim VfL fast genau ein Jahr nach seiner Ligapremiere gegen Hertha BSC.
Quelle: WAZ.de
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Vor 5 Stunden
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Vor 2 Stunden von Herr Bert.)
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„Brauchen ausgezeichnete Leistung in allen Bereichen“
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Der VfL Bochum 1848 empfängt am Freitagabend, den 23. Oktober, am 9. Spieltag der 2. Bundesliga den VfL Wolfsburg. Anstoß im Ruhrstadion ist um 18:30 Uhr. Vorab beantwortete Cheftrainer Uwe Rösler im Pressegespräch die Fragen der anwesenden Journalisten.
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Uwe Rösler über …
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… die Personalsituation: Enis Cokaj ist auf den Trainingsplatz zurückgekehrt, ein Einsatz kommt aber noch zu früh. Jean Manuel Mbom, Babis Drakas sowie Philipp Strompf und Oliver Olsen fehlen nach wie vor.
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… die Trainingswoche: Es war eine kurze Woche, weshalb wir körperlich nicht so viel haben machen können, auch im Hinblick auf die Englische Woche. Wir haben an unserer Struktur gearbeitet, um uns Schritt für Schritt zu verbessern und mehr Druck mit mehr Spielern in die Box zu bekommen.
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… die Aufstellung: Wir werden auf jeden Fall bei der Viererkette bleiben, ansonsten gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wir haben in dieser Woche sehr viele Spielformen gemacht, in denen wir den Kader komplett durchgemischt haben. Ich lasse es mir bis Freitagnachmittag offen, wer anfängt. Es wird auf jeden Fall mindestens eine Änderung in der Startelf geben.
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… die Herangehensweise: Wir befinden uns defensiv nach wie vor auf hohem Niveau. Unser großes Problem ist, dass wir keine Tore schießen und hinten wenige, aber zum Teil große Fehler machen. Die haben nichts mit unserer Struktur zu tun, aber diese gilt es abzustellen. Wolfsburg braucht nicht viele Chancen, um ein Tor zu schießen. Wir dürfen uns morgen nicht frustrieren lassen, müssen auf unsere Chance warten und brauchen dann den unbedingten Willen gegen eine Top-Mannschaft. Wir müssen defensiv sehr gut stehen, alle gemeinsam gegen den Ball arbeiten, aber auch mit Ball mutig nach vorne spielen und uns in den Eins-gegen-Eins-Duellen durchzusetzen. Wir brauchen eine ausgezeichnete Leistung in allen Bereichen.
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… das Fan-Treffen: Wir haben uns auf meine Initiative hin mit verschiedenen Fan-Lagern getroffen, um uns auf Augenhöhe auszutauschen. Es war für beide Seiten ein konstruktives Treffen. Es sollte in guten, wie in rauen Zeiten einen guten Austausch zwischen Mannschaft und Fans geben. Ich freue mich, dass wir morgen hoffentlich eine volle Hütte haben. Mir wurden auch Dinge nähergebracht, die ich an die Mannschaft weitergeben werde. Wir versuchen, uns fußballerisch weiterzuentwickeln. Das ist nicht unbedingt immer eine Tradition in diesem Verein gewesen. Dafür war das Treffen sehr gut, dass ich eine direkte Message an meine Mannschaft senden kann, was unsere Fans sehen wollen. Das kann manchmal auch auf Kosten anderer Dinge gehen, aber die Bochumer Zuschauer im Ruhrstadion haben einen Anspruch an gewisse Prinzipien, die es voll umzusetzen gilt und auf die wir uns konzentrieren müssen. Wir müssen das gegnerische Tor mehr attackieren, mehr Chancen und mehr Abschlüsse haben. Ballbesitz ist die eine Sache, aber wir spielen Ballbesitzfußball, um Pressing-Linien zu überspielen, mehr zu attackieren und mehr Spieler in die Box bringen. Je mehr, desto größer ist auch die Chance, ein Tor zu erzielen.
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… den Gegner: Wolfsburg hat im Sommer eine Menge umgesetzt, um den direkten Wiederaufstieg zu schaffen. Sie haben eine sehr gute Mannschaft zusammengestellt mit enorm viel Qualität, vor allem offensiv, und einer sehr modernen Spielweise. Aber man sieht auch, dass sie Tore kassieren. Da sehen wir für uns eine Chance morgen, sie auf diesen Positionen herauszufordern und Kapital daraus zu schlagen.
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Beim VfL Bochum wächst vor dem Duell mit Wolfsburg der Druck auf Trainer Rösler. Er plant personelle und taktische Änderungen im Team.
Uwe Rösler weiß, was die Stunde geschlagen hat. Als er am Donnerstagmittag auf dem hohen Podium im neuen Presseraum des VfL Bochum Platz nahm, versprühte er eine gewisse Form der Anspannung und Verwundbarkeit. Die vergangenen beiden Spiele seiner Mannschaft haben wahrlich nicht dazu beigetragen, dass er sich seines Amtes sicher sein kann. Vor allem nicht nach einer möglichen Niederlage gegen den absoluten Aufstiegsfavoriten VfL Wolfsburg am Freitagabend (18.30 Uhr/Sky). Er musste es nicht einmal aussprechen, um zu erahnen, unter welchem Druck er steht. Der Vorteil: Viel hat der 57-Jährige gegen die Wölfe nicht mehr zu verlieren.
Wohl auch deshalb kündigte er Veränderungen an – sowohl im Spielstil als auch der Formation. Mindestens eine personelle Veränderung soll es geben. „Wir haben an der Struktur gearbeitet“, verriet er. „Wir hatten gegen Kaiserslautern schon eine Anpassung, so versuchen wir, uns Schritt für Schritt zu verbessern und mehr Spieler in die Box zu bringen.“ Daran scheiterte seine Mannschaft in den vergangenen Wochen immer wieder. Philipp Hofmann als einzige Spitze ist oft allein auf weiter Flur im Strafraum, kaum ein Spieler rückt nach.
VfL Bochum findet keine Lösungen im letzten Drittel
Noch im Testspiel gegen den VfL Osnabrück in der langen Länderspielpause lösten es Christian Rasmussen und auch Mats Pannewig gut. In den Spielen gegen Bielefeld (0:1) und Kaiserslautern (0:2) war davon allerdings wieder wenig bis nichts zu sehen. Im letzten Drittel tut sich der VfL Bochum weiterhin schwer, findet keine Lösungen, erzeugt viel zu wenig Torgefahr für die grundsätzliche Qualität des Kaders.
Die allerdings rufen Spieler und Trainer zu selten ab. Aus unterschiedlichen Gründen. Berkan Taz hatte zu Beginn der Saison noch Anpassungsschwierigkeiten in der Liga, in der er noch nie spielte. Daniel Hanslik kommt überhaupt nicht in Tritt. Jarne Steuckers kam erst spät zur Mannschaft, musste zunächst die Prinzipien verinnerlichen, und vor wenigen Tagen einen schweren Schicksalsschlag verkraften. Andere Spieler fehlen verletzt, andere erreichen ihr Leistungsmaximum zu selten. Mit diesen Problemen kämpft der VfL Bochum nun – und vor allem Rösler.
Aber welche Möglichkeiten hat der Cheftrainer? „Es kann eine Möglichkeit sein, mit Daniel Hanslik zu beginnen“, sagte er am Donnerstag auf Nachfrage nach einer Doppelspitze. Als favorisierte Lösung dürfte diese Variante aber wohl nicht infrage kommen. Zu wenig Belastbares zeigte Hanslik bei seinen vielen Einsatzchancen in der Vergangenheit, um wirklich von Beginn an spielen zu dürfen. „Es wird auf jeden Fall eine Viererkette bleiben. Vielleicht spielen wir auch mit drei Spielern vorn“, sagte Rösler.
Was wiederum für eine neue Chance für Taz sprechen könnte, der in den schwachen vergangenen Partien zumindest insofern auf sich aufmerksam machen konnte, als er den Abschluss gesucht hat. Gegen Hannover 96, Bielefeld und auch Kaiserslautern setzte er – wenn auch eher kleinere – Akzente. Problem für Rösler: Was passiert dann mit Koji Miyoshi? Der Japaner ist eigentlich gesetzt unter dem 57-Jährigen. Auch dürfte der schnelle Gerrit Holtmann wohl kaum aus der Mannschaft rotieren, weil er als einziger Spieler eine gewisse Geradlinigkeit ins Spiel bringt. Hingegen ist Rasmussen ein Spieler, der immer wieder in den Strafraum einrücken kann.
Warum Patino keine Option ist
Gleiches gilt im Mittelfeldzentrum auch für Mats Pannewig, der auch gegen Wolfsburg erneut in der Startelf stehen dürfte. Charlie Patino hingegen, der viel Ballkontrolle ausstrahlt – aber für Rösler in den falschen Räumen –, ist keine Option. „Bielefeld und Kaiserslautern haben Eins-gegen-Eins gespielt, das waren Kampfspiele. An diese Intensität in der 2. Liga muss er sich noch gewöhnen, daran arbeitet er“, sagte Rösler nun.
Alles über den Haufen werfen will Rösler aber ohnehin nicht. Der Ansatz sei gut. Auch hätten die Spieler ihm und einigen Verantwortlichen glaubhaft versichert, dass sie den Ballbesitz-Fußball weiterhin spielen wollen. Aber wohl mit kleineren Anpassungen. Mehr Aggressivität, mehr vertikale Spielweise sollen eingestreut werden. „Wenn man einen ballorientierten Spielaufbau machen will, kommt die Intensität von den Sechsern und Zehnern“, forderte Rösler. „Wenn wir Räume und Vertrauen haben, klappt das super. Wenn Mannschaften tief stehen, dann haben wir Probleme. Speziell morgen muss man ein Zeichen setzen. Da geht es um andere Dinge. Darauf habe ich meine Spieler hingewiesen“, sagte Rösler vielsagend. Er weiß, dass es möglicherweise seine letzte Chance sein kann.
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