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VfL Bochum gelingt Schulterschluss
#1
Neues System und eine starke Reaktion nach einem 0:1-Schock: Bochums Trainer Uwe Rösler betont den Zusammenhalt im Team und mit den Fans. 

Erst standen sie geschlossen im Kreis auf dem Spielfeld, dann Schulter an Schulter vor den Fans, Uwe Rösler im Rücken. Die Mannschaft des VfL Bochum holte sich den verdienten Applaus für den besten Saisonauftritt ab. „Ihr habt gekämpft, wir haben es gesehen“, schallte es von der Ostkurve durch das Ruhrstadion. 

Und das war die wichtigste Botschaft nach verheerend schwachen (Offensiv-)Auftritten gegen Arminia Bielefeld und den 1. FC Kaiserslautern in den vergangenen beiden Wochen. Der Schulterschluss zwischen Mannschaft, Trainer und Fans, der unter der Woche mit einem Gespräch zwischen Fanvertretern, Mannschaftsrat und Rösler manifestiert wurde, ist auch gelungen. 

„Man hat gemerkt, dass uns die Zuschauer vor dem Spiel positiv empfangen haben. Es hilft unserer Mannschaft, das Stadion ist drangeblieben“, sagte Rösler, der die Reaktion auch nach dem frühen Rückstand durch Fabian Reese (2.) lobte. „Wir haben gepusht, das hat den Leuten gefallen. Das Gespräch am Mittwoch ist kein Klischee. Es hat den Spielern und mir einiges gegeben, weil wir uns die Meinung gesagt haben. Wir haben nicht nur versprochen, sondern es auch auf dem Platz gezeigt“, sagte er rückblickend auf eine Aussprache mit einigen Fans. 

Neues System mit zwei Zehnern und Doppelspitze
Im ungewohnten 4-2-2-2-System mit den beiden Zehnern Berkan Taz und Koji Miyoshi, sowie Gerrit Holtmann als Stürmer agierte der VfL Bochum deutlich dynamischer und vertikaler als in den vergangenen Wochen, wurde mehrfach gefährlich. „Wir haben die Zehnerräume besetzt und Halbräume bespielt“, freute sich Rösler. „Beide Zehner haben es sehr gut gemacht. Wir hatten zahlreiche Schüsse in der Box und an der Strafraumgrenze. Beide Spieler haben es auch defensiv gut gemacht und im offensiven Bereich auf engstem Raum gut harmoniert“, sagte ein erleichterter Cheftrainer, der genau wusste, dass er bei einer Niederlage ohne spürbaren Leistungssprung wohl seinen Posten hätte räumen müssen. Umso wichtiger war für ihn auch die Reaktion der Mannschaft, die sich trotz des frühen Rückstandes nicht hängen ließ, mutig agierte, nach vorn presste und die Wölfe kaum zum Zug kommen ließ.

Mannschaft des VfL Bochum zeigt Qualität
Dass Qualität in dieser Mannschaft steckt, dessen waren sich eigentlich alle bewusst. Trotz der schwachen Leistungen in den vergangenen Wochen in der Offensive. Denn anders als in der Vorsaison steht Bochum defensiv weitgehend stabil, leistete sich aber immer wieder mindestens einen dicken Bock in den letzten Spielen. Auch gegen Wolfsburg begann es so, als zunächst Muhammed Damar bei der Flanke und dann Fabian Reese beim Abschluss viel zu viel Platz hatten. 

Doch die Köpfe blieben oben. Das lobte auch Sean Klaiber, der seinen Fehler vor dem Gegentor mit seinem Treffer zum 1:1 wiedergutmachte. „Wir haben einfach weitergespielt, vorne Holtmann und Hoffi gesucht und uns Chancen herausgespielt. Beko hatte ein paar richtig gute Abschlüsse, Koji ebenfalls. Wir haben immer weiter Druck gemacht. Genau das müssen wir tun: niemals aufgeben.“ 

Mannschaft sendet in der Krise ein Signal
Darauf hofft auch Rösler, dem seine Mannschaft die nötige Unterstützung in der Krise zeigte und sich aufbäumte. „Die Reihen sind geschlossen, keiner lässt sich von Nebengeräuschen leiten“, sagte Rösler. „Die Mannschaft zieht mit, will diesen Fußball auch spielen. Wichtig ist für mich, was in unserem Keller passiert. Wenn wir mit den Zuschauern eine Symbiose schaffen, gehen wir einen langen Weg gemeinsam“, so der 57‑Jährige. Ein Weiterkommen im DFB-Pokal gegen Bundesligist Mainz 05 am kommenden Dienstag (18 Uhr/Sky) würde dieser Aussage noch mehr Kraft verleihen.

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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