Heute, 07:45 AM
Nach harter Kritik zeigt der VfL Bochum gegen Wolfsburg wieder Einsatz und Teamgeist. Trainer Rösler ist flexibel. Das muss so bleiben. Ein Kommentar.
Sie haben gekämpft, gekratzt, gebissen – und Fußball gespielt, der Spaß machte. Nachdem eine Woche lang nach dem desolaten Auftritt gegen den 1. FC Kaiserslautern harte und berechtigte Kritik auf die Mannschaft des VfL Bochum einprasselte, hat sie sich eindrucksvoll zurückgemeldet. Zumindest was die wichtigsten Attribute im Fußball angeht. Simon Zoller, Direktor Lizenz des VfL, nannte es in einem Beitrag im Sozialen Netzwerk LinkedIn „Bochum-like“.
Doch ein wenig muss man im Umfeld schon noch auf die Bremse treten. Eine Schwalbe macht bekanntlich noch keinen Sommer. Sie deutet in der Regel aber an, dass er kommt. In Bochum hoffen sie nun darauf, dass der Auftritt gegen Wolfsburg (1:1) die Schwalbe war, auf die alle gewartet haben, um endlich in der Zweiten Liga in die angepeilten Regionen vorzudringen. Klar ist: Die Leistung, die Spielweise gegen Wolfsburg, das muss der Standard sein.
Mut machen sollten dabei mehrere Dinge:
Rösler ist anpassungswillig: Der Cheftrainer wollte den VfL Bochum auf eine neue spielerische Ebene bringen. Geduldiger Spielaufbau, Ballkontrolle und dann die sich ergebenden Lücken gnadenlos nutzen, alles aus einer kompakten Defensive heraus. Das gelang in der bisherigen Saison nur bedingt, Rösler gab zu, möglicherweise zu schnell zu viel gewollt zu haben. Nach einem Gespräch zwischen ihm, Mannschaftsrat und Fanvertretern stellte Rösler um. Er passte sein System an, vermittelte seinen Spielern die nötigen Werte, ließ vertikaler spielen, brauchte seine Spieler auf den richtigen Positionen zur Entfaltung. Die Kombination aus beiden Ansätzen wird in den kommenden Spielen wichtig sein, sonst ist der VfL zu ausrechenbar. Das, was der Mannschaft zuletzt auf die Füße fiel.
Die Mannschaft steht zusammen: „Die Mannschaft zieht mit, will diesen Fußball auch spielen“, sagte Rösler nach dem 1:1 gegen den VfL Wolfsburg. Das bekräftigten die Spieler mit ihren Leistungen. Für sie wäre es ein Leichtes gewesen, sich nach dem frühen Rückstand hängen zu lassen, Spiel und Trainer abzuschenken. Eine vierte Niederlage in Serie hätte Rösler möglicherweise nicht überstanden als Trainer des VfL Bochum. Seine Spieler aber bäumten sich auf, standen für einander und für den Trainer ein. „Alle ziehen mit. Das muss sich jetzt in Ergebnissen niederschlagen, damit alle zufrieden sein können“, sagte Sean Klaiber, der Torschütze zum 1:1.
Spielplan kommt entgegen
Die kommenden Gegner: Grundsätzlich gilt: Die Zweite Liga ist unglaublich eng. Sechs Mannschaften haben derzeit acht Punkte. Drei Punkte Rückstand sind es für den VfL nur auf Platz acht. Es ist also noch nicht viel passiert. Mainz 05 im DFB-Pokal, Energie Cottbus und der Karlsruher SC in der Liga vor der Länderspielpause – allesamt Gegner, die sich eher an einer Partie beteiligen, als mit elf Mann drei dichte Riegel vor dem Tor zu bilden. Der VfL sollte also in allen Partien mehr Platz bekommen, seine Zehner wie Koji Miyoshi oder Berkan Taz wie schon gegen Wolfsburg besser ins Spiel bringen können. Zudem der Vorteil im Pokal: Niemand erwartet ein Weiterkommen gegen den Bundesligisten und auch für Rösler dürfte die Partie eher eine Art Zusatzspiel sein, in der er nur Kredit aufbauen, aber nicht verlieren kann.
Die Qualität im Kader: Nicht nur die Verantwortlichen sind davon überzeugt, dass deutlich mehr im Kader steckt, als er bislang abgerufen hat. Aus unterschiedlichen Gründen sind aber nicht alle bislang auf dem besten Niveau. Bald kommen verletzte Spieler zurück, erhöhen den Konkurrenzdruck. Anderen Spielern werden die Trainingseinheiten guttun. Nun ist es an Rösler, das Beste pro Aufstellung aus seinem Kader herauszuholen. Alternativen sind durchaus vorhanden.
Quelle: WAZ.de
Sie haben gekämpft, gekratzt, gebissen – und Fußball gespielt, der Spaß machte. Nachdem eine Woche lang nach dem desolaten Auftritt gegen den 1. FC Kaiserslautern harte und berechtigte Kritik auf die Mannschaft des VfL Bochum einprasselte, hat sie sich eindrucksvoll zurückgemeldet. Zumindest was die wichtigsten Attribute im Fußball angeht. Simon Zoller, Direktor Lizenz des VfL, nannte es in einem Beitrag im Sozialen Netzwerk LinkedIn „Bochum-like“.
Doch ein wenig muss man im Umfeld schon noch auf die Bremse treten. Eine Schwalbe macht bekanntlich noch keinen Sommer. Sie deutet in der Regel aber an, dass er kommt. In Bochum hoffen sie nun darauf, dass der Auftritt gegen Wolfsburg (1:1) die Schwalbe war, auf die alle gewartet haben, um endlich in der Zweiten Liga in die angepeilten Regionen vorzudringen. Klar ist: Die Leistung, die Spielweise gegen Wolfsburg, das muss der Standard sein.
Mut machen sollten dabei mehrere Dinge:
Rösler ist anpassungswillig: Der Cheftrainer wollte den VfL Bochum auf eine neue spielerische Ebene bringen. Geduldiger Spielaufbau, Ballkontrolle und dann die sich ergebenden Lücken gnadenlos nutzen, alles aus einer kompakten Defensive heraus. Das gelang in der bisherigen Saison nur bedingt, Rösler gab zu, möglicherweise zu schnell zu viel gewollt zu haben. Nach einem Gespräch zwischen ihm, Mannschaftsrat und Fanvertretern stellte Rösler um. Er passte sein System an, vermittelte seinen Spielern die nötigen Werte, ließ vertikaler spielen, brauchte seine Spieler auf den richtigen Positionen zur Entfaltung. Die Kombination aus beiden Ansätzen wird in den kommenden Spielen wichtig sein, sonst ist der VfL zu ausrechenbar. Das, was der Mannschaft zuletzt auf die Füße fiel.
Die Mannschaft steht zusammen: „Die Mannschaft zieht mit, will diesen Fußball auch spielen“, sagte Rösler nach dem 1:1 gegen den VfL Wolfsburg. Das bekräftigten die Spieler mit ihren Leistungen. Für sie wäre es ein Leichtes gewesen, sich nach dem frühen Rückstand hängen zu lassen, Spiel und Trainer abzuschenken. Eine vierte Niederlage in Serie hätte Rösler möglicherweise nicht überstanden als Trainer des VfL Bochum. Seine Spieler aber bäumten sich auf, standen für einander und für den Trainer ein. „Alle ziehen mit. Das muss sich jetzt in Ergebnissen niederschlagen, damit alle zufrieden sein können“, sagte Sean Klaiber, der Torschütze zum 1:1.
Spielplan kommt entgegen
Die kommenden Gegner: Grundsätzlich gilt: Die Zweite Liga ist unglaublich eng. Sechs Mannschaften haben derzeit acht Punkte. Drei Punkte Rückstand sind es für den VfL nur auf Platz acht. Es ist also noch nicht viel passiert. Mainz 05 im DFB-Pokal, Energie Cottbus und der Karlsruher SC in der Liga vor der Länderspielpause – allesamt Gegner, die sich eher an einer Partie beteiligen, als mit elf Mann drei dichte Riegel vor dem Tor zu bilden. Der VfL sollte also in allen Partien mehr Platz bekommen, seine Zehner wie Koji Miyoshi oder Berkan Taz wie schon gegen Wolfsburg besser ins Spiel bringen können. Zudem der Vorteil im Pokal: Niemand erwartet ein Weiterkommen gegen den Bundesligisten und auch für Rösler dürfte die Partie eher eine Art Zusatzspiel sein, in der er nur Kredit aufbauen, aber nicht verlieren kann.
Die Qualität im Kader: Nicht nur die Verantwortlichen sind davon überzeugt, dass deutlich mehr im Kader steckt, als er bislang abgerufen hat. Aus unterschiedlichen Gründen sind aber nicht alle bislang auf dem besten Niveau. Bald kommen verletzte Spieler zurück, erhöhen den Konkurrenzdruck. Anderen Spielern werden die Trainingseinheiten guttun. Nun ist es an Rösler, das Beste pro Aufstellung aus seinem Kader herauszuholen. Alternativen sind durchaus vorhanden.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."