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Gestern, 02:56 PM
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Gestern, 02:57 PM von Herr Bert.)
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„Das ist keine Mission Impossible“
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Pokalzeit anne Castroper. Der VfL Bochum 1848 empfängt in der 2. Runde des DFB-Pokals den Bundesligisten 1. FSV Mainz 05. Anstoß ist unter Flutlicht um 18 Uhr im Ruhrstadion. Vorab sprach VfL-Cheftrainer Uwe Rösler über die Ausgangslage, die Englische Woche und den Gegner.
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Uwe Rösler über …
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… die Personalsituation: Die Situation ist im Vergleich zu Freitag unverändert. Enis Cokaj, Jean Manuel Mbom und Babis Drakas sowie Philipp Strompf und Oliver Olsen sind noch nicht fit für den Spieltagskader.
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… den Gegner: Mainz spielt in einem 5-3-2 gegen den Ball. Mannschaften von Urs Fischer werden immer sehr gut gecoacht, sind sehr strukturiert, haben klare Abläufe gegen den Ball und lassen ganz wenig Raum zwischen den Linien. Offensiv haben sie mit Philipp Tietz einen Zielspieler, der in beiden Strafräumen für sie Gold wert ist. Dazu haben sie mit Sheraldo Becker einen Läufer, der über 36 km/h auf den Rasen bringt. Da muss man sich überlegen, ob man Eins-gegen-Eins über den ganzen Platz verteidigt. Mainz ist der klare Favorit und wir müssen zuhause unseren Heim-Vorteil in die Waagschale werfen. Wir wollen dort weitermachen, wo wir am Freitag aufgehört haben, die Zuschauer mitnehmen und eine Atmosphäre erzeugen, die uns die Chance gibt, weiterzukommen.
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… das Wolfsburg-Spiel: Das Wichtigste war, dass die Mannschaft sich nach dem frühen Gegentor nicht ergeben hat. Aber meine Mannschaft ist astrein, hat keine Entschuldigungen gelten lassen und sich mit Intensität, aber auch gutem Fußball wieder in das Spiel reingekämpft. Das war für mich die beste Erkenntnis, zusammen mit dem Fakt, dass wir die Reihen mit den Fans schließen konnten, was mir persönlich sehr wichtig ist.
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… die Ausgangslage: Wir hatten nach dem Spiel am Freitag ein gutes Gefühl und das hat sich in den letzten Tagen verstärkt. Die Mannschaft weiß, dass wir mithalten können, wenn wir alles abrufen. Das gibt Selbstvertrauen und das ist alles, was diese Mannschaft braucht: Einen Plan an der Hand und Selbstvertrauen, was mit Ergebnissen kommt und der Art und Weise, wie wir gegen Wolfsburg aufgetreten sind. Die Herausforderung ist, dass wir uns zuhause gegen einen Bundesligisten messen dürfen. Darauf freuen wir uns. Du kannst jeden fragen von den Spielern und im Staff: Das ist keine „Mission Impossible“. Es ist klar, dass wir ein super Tag und auch ein bisschen Glück brauchen, aber es ist nicht unmöglich. Wir haben eine Chance. Darauf fokussieren wir uns und alles andere wird kommen, wie es kommt.
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… die Herangehensweise: Es wird in der Startelf die eine oder andere Veränderung geben. Viele Mannschaften spielen gegen Mainz in einer Fünferkette. Das haben wir auch in Kaiserslautern oder in Hannover gegen den Ball getan. Uns ist bewusst, dass Mainz auswärts sehr stark ist. Sie haben einen sehr guten Plan sowohl mit als auch gegen den Ball. Wir brauchen einen ausgezeichneten Tag. Aber wenn man den Vergleich zu Wolfsburg zieht, ist das von der individuellen Qualität fast schon ein Bundesliga-Kader, und jetzt treffen wir auf eine Bundesliga-Mannschaft. Das zeigt, dass wir gegen so ein Team bestehen können, so wie wir es im letzten Jahr im Pokal gegen Augsburg und phasenweise gegen Stuttgart getan haben. Wir sind in der Lage, zuhause gegen einen Bundesligisten mitzuhalten, der im Moment eine gute Phase hat. Das ist unsere Zielstellung. Wir denken nicht an Freitag, sondern gehen voll konzentriert in das Spiel morgen.
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… die Englische Woche: Ich habe in England viele Jahre gespielt und kann aus eigener Erfahrung sagen, dass es physisch absolut machbar ist. Das Wichtigste ist die mentale Komponente. Der Körper ist zu vielen Dingen in der Lage. Man muss aber mental voll auf der Höhe sein, um drei Spiele nacheinander auf hohem Niveau zu spielen. Ich habe als Spieler und als Trainer die Spiele immer mehr gemocht als das Training. Dafür sind wir Profis geworden, weil wir den Wettbewerb brauchen. Wir haben eine erfahrene Mannschaft, die in der Lage ist, sich darauf einzustellen.
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Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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Das Flutlicht brennt, der Pokal lockt: Für den VfL Bochum geht es gegen Mainz um sportliche Ehre und dringend benötigte Einnahmen.
Fußball an der Castroper Straße ist per se immer etwas anders als an vielen Profi-Standorten in Deutschland. Unter Flutlicht entfaltet sich die Magie des Ruhrstadions dann noch einmal mehr, wenn es eng und stimmungsgeladen ist, wenn der Schein der „Fliegenklatschen“, wie die markanten Flutlichtmasten an den vier Ecken auch gern genannt werden, die Mannen auf dem Rasen erleuchtet. Wenn es dann noch in einem K.-o.-Spiel zur Sache geht, wie am Dienstag gegen Mainz 05 (18 Uhr, Sky), kann man sich sicher sein, dass die Stimmung brodeln wird.
Genau darauf setzt auch Bochums Trainer Uwe Rösler vor dem Duell mit dem Bundesligisten. „Mainz ist klarer Favorit, wir müssen den Heimvorteil in die Waagschale werfen. Wir wollen eine Atmosphäre erzeugen, die uns die Chance gibt, weiterzukommen“, sagte der 57-Jährige am Montagmittag auf der obligatorischen Pressekonferenz.
VfL Bochum braucht engagierte Leistung
Dafür braucht es von seiner Mannschaft mindestens solch eine konzentrierte und kämpferische Leistung wie gegen den VfL Wolfsburg am vergangenen Freitag. Das 1:1 sorgte nach zuvor drei Niederlagen in Serie in Bochum für eine Stimmungsaufhellung, wenngleich jeder Fan und jeder Verantwortliche weiß, dass man aufgrund eines Spiels noch lange nicht über den Berg ist. Dafür lief in den vergangenen Wochen zu viel unrund.
Gegen Mainz soll das allerdings keine Rolle mehr spielen. „Ich habe ein gutes Gefühl nach dem Spiel gehabt, die Mannschaft auch“, sagte Rösler. „Das hat sich weiter verstärkt. Die Mannschaft weiß, dass sie mithalten kann, wenn wir alles abrufen. Sie braucht einen Plan und Selbstvertrauen. Wir hätten gegen Wolfsburg sogar gewinnen können – vielleicht sogar müssen.“ Diese Erkenntnis soll das nötige Selbstvertrauen herauskitzeln, um dem klaren Favoriten ein Schnippchen zu schlagen.
Rösler blendet finanzielle Aspekte aus
Zumal es für den Verein um eine Menge Geld geht. Über 900.000 Euro würde der VfL Bochum allein durch das Weiterkommen am Dienstagabend einnehmen, hinzu kommen die Zuschauer- und TV-Einnahmen aus dem Spiel gegen Mainz. Daran habe Rösler allerdings bislang keinen Gedanken verschwendet, sagte er. „Ich weiß, dass in Deutschland in den ersten Runden viel Geld ausgeschüttet wird. Das war aber kein Thema. Die Begeisterung, sich mit einem Bundesligisten zu messen, sollte groß genug sein. Wir haben eine Chance, wir müssen dran glauben und Glück haben. Das ist unser Fokus“, sagte er.
Das ist als klare Ansage an seine Mannschaft zu verstehen, von der er erneut eine erwachsene Leistung erwartet wie gegen Wolfsburg. Wer da mithalten könne, könne es auch gegen Mainz, ist sich Rösler sicher. Die individuelle Qualität der Wölfe etwa mit Fabian Reese und Muhammed Damar sei ähnlich der eines Bundesligisten. Entsprechend dürfe sich auch keiner seiner Spieler im Vorfeld zu große Gedanken machen.
Zumal ein neuer Zusammenhalt Einzug gehalten hat. „Das Wichtigste war, dass die Mannschaft sich nicht ergeben hat. Meine Mannschaft ist astrein, hat alles probiert und sich mit Intensität und tollem Fußball hereingekämpft. Der Fakt, dass wir die Reihen schließen konnten, ist mir sehr wichtig“, sagte er rückblickend auf die Partie gegen Wolfsburg. Zusammen mit dem Stadion soll das nun für die Pokalüberraschung reichen.
Quelle: WAZ.de
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Trainer Uwe Rösler setzt beim DFB-Pokalspiel gegen Mainz wohl auf eine Systemumstellung. Auch personell kündigt er klare Veränderungen an.
Es gibt dieses eine Wort, das bei Fans des VfL Bochum sofort Bauchschmerzen hervorruft: Fünferkette. Oft wurde es in der Vergangenheit probiert, oft scheiterten Trainer daran. Entsprechend ist es nicht ausgeschlossen, dass dem einen oder anderen Anhänger des Zweitligisten am Montagmittag ein Schauer über den Rücken gelaufen ist, als er den Ausführungen von Cheftrainer Uwe Rösler lauschte. „Die meisten Mannschaften spielen gegen Mainz mit einer Fünferkette – wir haben das auch schon getan gegen Hannover und Kaiserslautern“, sagte der 57-Jährige mit Blick auf die Partie am Dienstag in der zweiten Runde des DFB-Pokals (18 Uhr/Sky).
Rösler und sein Trainerteam könnten mit einer Fünferkette das System der Mainzer spiegeln und es damit der eigenen Mannschaft etwas leichter machen, die Zuordnung zu finden. Es würde allerdings auch bedeuten, dass der VfL Bochum nach der Systemumstellung gegen den VfL Wolfsburg erneut mit einer veränderten Grundordnung in eine Partie reinstarten würde. Dabei gab Rösler am Montag noch einmal zu, dass seine Mannschaft leichte Anlaufschwierigkeiten gegen die Wölfe hatte, sich dann aber schnell in den neuen Abläufen eingefunden habe. „Es braucht Zeit, Prinzipien zu trainieren“, sagte Rösler.
Rösler wird Veränderungen vornehmen
Dennoch wird der Bochumer Cheftrainer für das Duell im DFB-Pokal gegen den Bundesligisten Veränderungen vornehmen. Vor allem personeller Natur. „Es wird die eine oder andere Veränderung in der Startelf geben“, kündigte er an. Sollte Rösler tatsächlich eine Fünferkette gegen den Ball favorisieren, dürfte etwa Gerrit Holtmann wieder auf die linke Seite herausrücken, nachdem er gegen Wolfsburg als zweiter Stürmer neben Philipp Hofmann agierte. Dann könnte sich Holtmann auf der linken Schiene beim Mainzer Ballbesitz neben den nominellen Linksverteidiger Maximilian Wittek fallen lassen, um eine dichte Kette vor dem Tor von Timo Horn zu bilden.
Dies könnte dann dazu führen, dass die Zehnerräume auf andere Art besetzt werden müssen, als noch gegen den Zweitliga-Finanz-Krösus. Gut möglich, dass Christian Rasmussen wieder in die Startelf rücken wird, um neben Hofmann den Strafraum zu besetzen.
Rösler denkt über Taktik nach
Zu viele Herleitungen vom Spiel gegen den VfL Wolfsburg will Rösler ohnehin nicht für die Partie gegen Mainz mitnehmen. „Man kann die beiden von der Formationstechnik her nicht vergleichen“, sagte er. „Urs Fischers Mannschaften sind sehr, sehr gut gecoacht und stark gegen den Ball mit engen Linien. Sie sind sehr stark in beiden Strafräumen, Titz macht es gut als Stoßstürmer. Man muss sich überlegen, ob man Eins-gegen-Eins über den Platz verteidigt“, sagte er.
Wichtig wird zudem sein, wie stark seine Mannschaft mental diese harte englische Woche annimmt. Denn bereits am Donnerstag reist der VfL-Tross gen Osten, um am Freitagabend bei Energie Cottbus ein schweres Auswärtsspiel in der Liga zu bestreiten. Eines, das für den Verein möglicherweise deutlich wichtiger ist, als die Zweitrunden-Partie gegen Mainz 05, wenngleich es um einen Millionenbetrag geht.
Denn in der Liga krebst der VfL Bochum mit acht Punkten weiter den Ansprüchen hinterher. Umso willkommener könnte allerdings der Höhepunkt im DFB-Pokal kommen. „Wir sind alle Profis geworden, weil wir gewinnen wollen. Die Mannschaft wird in der Lage sein, switchen zu können. Wir haben das in der Vergangenheit gut hinbekommen“, sagte Rösler am Montag. Wohlwissend, dass es ihm mit dem VfL im vergangenen Jahr gelang, den FC Augsburg auszuschalten und im Heimspiel auch gegen den VfB Stuttgart lange mitzuhalten.
„Haben eine Chance“
Und gegen Mainz? „Mir ist bewusst, dass sie auswärts stark sind. Wir brauchen einen ausgezeichneten Tag“, sagte Rösler zwar. „Wir sind zu Hause in der Lage, von Tor zu Tor mit einem Bundesligisten mitzuhalten“, führte er weiter aus. Dabei habe er auch nur das Spiel gegen Mainz im Kopf, wenngleich er sich je nach Spielstand und Möglichkeiten bezüglich eines Weiterkommens schon etwaige Wechsel zurechtgelegt habe.
„Wir haben eine Chance, wir müssen dran glauben und Glück haben. Das ist unser Fokus“, sagte Rösler. Und wenn es mit einer Fünferkette sein muss, die in Bochum viele gern zu den Akten legen würden.
Quelle: WAZ.de
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