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Jean Manuel Mbom vor der Rückkehr
#1
Nach seiner schweren Sprunggelenksverletzung kehrt Jean Manuel Mbom zurück ins Training. Uwe Rösler gewinnt damit neue Möglichkeiten im Kader. 

Als es bei seinen Mannschaftskollegen am Mittwoch auf dem kleinen Trainingsfeld noch einmal richtig zur Sache ging und sie die Intensität an den Tag legten, die Trainer Uwe Rösler von ihnen sehen wollte, drehte Jean Manuel Mbom seine Laufrunden um den Platz, gefolgt von Oliver Olsen. Die beiden verletzten Defensivspieler stehen inzwischen wieder genauso mit der Mannschaft auf dem Trainingsplatz wie Enis Cokaj. Langsam aber sicher kommen die Rekonvaleszenten zurück und geben Rösler wieder Optionen im Kader und der Startelf. 

Noch ist es allerdings nicht soweit, die Laufrunden für Mbom verdeutlichten das am Mittwoch noch einmal. „Ich darf jetzt nicht überpacen – wir schauen von Tag zu Tag, wie es mir geht und wann ich wieder bei 100 Prozent bin“, sagte der 26-Jährige. „Das läuft alles in enger Absprache mit dem Reha- und dem Trainerteam. Wir werden dem Aufbauplan folgen und arbeiten daran, mich dahin zu bekommen, dass ich fit bleibe und mir nicht noch irgendwelche kleinen Verletzungen zuziehe. Es gilt weiterhin, demütig zu bleiben, Gas zu geben und dann zu schauen, was passiert.“ 

Mbom macht wichtige Fortschritte beim Comeback
In der vergangenen Woche gab Mbom beim Spielerersatztraining nach dem Weiterkommen im DFB-Pokal sein Comeback auf dem Rasen mit seinen Kollegen. Am Dienstag durfte er bereits wieder in einer Spielform mitmischen. Wenngleich noch mit eingeschränktem Kontakt. Sein Trainer Rösler offenbarte im Gespräch mit dieser Redaktion, dass er dem vielseitig einsetzbaren Defensivallrounder in einem Testspiel am Freitag in der Länderspielpause die ersten Minuten geben möchte. Für Mbom wäre es der nächste wichtige Schritt bei seiner Rückkehr von einer schweren Verletzung.

Im August blieb Mbom im Spiel gegen Greuther Fürth bei einer Rettungsaktion im Strafraum unglücklich im Rasen hängen, knickte fies mit dem Knöchel um und zog sich eine schwere Sprunggelenksverletzung zu. Zunächst musste der ehemalige Bremer, der im Sommer von Viborg FF aus Dänemark kam, mit einem Spezialschuh laufen. Langsam aber sicher arbeitete er sich dann zurück. „Ich war jeden Tag im Kraftraum und in der Kabine. Ich wollte meinen Teil beitragen und Energie geben. Jetzt ist es umso besser, dass ich wieder dabei bin und auf dem Platz etwas beitragen kann“, sagte er im Gespräch mit dieser Redaktion. 

Mbom: „Ich wollte es allen zeigen“
Die Verletzung kam für Mbom zur Unzeit. Im Sommer war er gekommen, um im defensiven Mittelfeld für Kompaktheit zu sorgen. In den ersten zwei Spielen der Saison gegen Hertha BSC und Eintracht Braunschweig kam er auf dieser Position auch zum Einsatz, im DFB-Pokal beorderte ihn Rösler auf die Rechtsverteidiger-Position. Dort war zu diesem Zeitpunkt Oliver Olsen, der wie Mbom gerade wieder im Aufbau ist nach einer Verletzung, konkurrenzlos. Mbom führte sich gut ein, hätte durchaus die Chance gehabt, einen Startelfplatz zu erobern. Stattdessen kam die Verletzung.

„Die Verletzung am Sprunggelenk, die ich mir zugezogen habe, kann vorkommen. Natürlich war der Zeitpunkt alles andere als optimal, nachdem ich neu zum VfL gekommen bin und mich beweisen wollte. Ich wollte allen zeigen, was ich draufhabe. Aber ich habe die Zeit genutzt, mich in der Mannschaft weiter zu integrieren“, sagte Mbom gelassen. Das scheint ihm gelungen. Er kommuniziert auf und neben dem Platz viel, coacht mitunter seine Mitspieler mit. 

Und das, obwohl er verdammt war, zuzusehen. „Ich habe versucht, für die Jungs da zu sein, dem einen oder anderen mal ein Lachen aufs Gesicht zu zaubern. Ich wollte einfach vermitteln, was die Jungs brauchen, für sie da sein und gute Energie in die Kabine bringen. Gerade in den schwierigen Zeiten“, sagte er. In denen steckte der VfL Bochum noch vor gut zwei Wochen nach drei Niederlagen in Serie. Doch momentan ist davon wenig übrig geblieben, Bochum holte vier Punkte in der Liga und kam im DFB-Pokal weiter. 

Wo ist Platz für Mbom?
Alles ohne Mbom, der zusehen musste, wie Tom Meyer im defensiven Mittelfeld seinen Platz gefunden hat und Sean Klaiber als Rechtsverteidiger eine gute Rolle spielt. Wo ist dann überhaupt noch Platz für ihn? „Ich bin froh, dass alle Jungs bei uns seit Trainingsbeginn richtig Gas geben. Dass ich jetzt hintendran bin und mich zurückarbeiten muss, gehört im Fußball dazu“, sagte er gelassen. „Das ist der Konkurrenzkampf, den jeder will. Aber natürlich will ich – genauso wie jeder andere im Kader – spielen. Es gilt nun für mich, geduldig zu bleiben, mich übers Training anzubieten und, wenn der Trainer mich braucht, dann da zu sein.“ Sein Vorteil: Er sei schließlich vielseitig.

Dass Mbom zurück ist, ist für den Trainer ein Glücksfall. Genauso wie die Trainingsbeteiligung von Olsen und Cokaj, die das Niveau direkt angehoben hätten, wie Rösler zu Wochenbeginn sagte. Wenngleich Mbom einschränkte: „Ich spüre nach der langen Pause noch ein bisschen den Unterschied zur fitten Version von mir, gerade in den Spielformen. Aber ich denke, mit dem Reha-Team und mit dem Athletiktrainer haben wir gut gearbeitet, so dass der Rückstand derzeit nicht so groß ist.“ 

Möglicherweise kann er so schon nach der Länderspielpause wieder in den Kader rücken. Denn auch Rösler schätzt die Vielseitigkeit des Defensivallrounders. 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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