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Ostkurve bereits jetzt „geringfügig überlastet“
#1
In der Ostkurve des Ruhrstadions ist das Hüpfen ab sofort untersagt. Ein Gutachten warnt vor akuten Sicherheitsrisiken und möglichen Folgen für Fans. 

In der Ostkurve des Ruhrstadions gilt ab sofort ein Hüpfverbot für die Fans. In einer gemeinsamen Mitteilung haben das die Sportstätten Besitzgesellschaft als Eigentümerin und der VfL Bochum bekannt gegeben. Die Begründung dort: Beim Hüpfen auf den Stehplätzen entstünden spürbare Schwingungen in der Kurve. Diese könnten bei Fans zu „Unwohlsein“ führen, was eine Massenpanik auslösen könnte. 

Während Fans über die Begründung mit dem „Unwohlsein“ spotten, zeigt ein Blick in die Verfügung der Stadt: Das Verbot hat einen ernsten Hintergrund. 

Was steht in der Ordnungsverfügung drin?
Laut einem Gutachten des Ingenieurbüros Hellmich sind die Tribünenelemente bei den gemessenen Beschleunigungen bereits geringfügig überlastet. Die Gutachter stellten „sicherheitsrelevante Schwingungserscheinungen und dynamische Beanspruchungen“ fest. Die Ostkurve trage nur dann, wenn die Fans nicht gemeinsam synchronisiert hüpfen.

Stimmen die Hüpffrequenz der Zuschauer und die Eigenfrequenz der Tribünenkonstruktion ungünstig überein, könnte sich die dynamische Belastung laut Gutachten vervierfachen. Dann wäre die Standsicherheit nicht mehr ausreichend. 

Messungen hätten zudem ergeben, dass die Schwingungen oberhalb einer sogenannten Panikgrenze liegen. Menschen empfinden dabei einen Fluchtinstinkt, es kann zu einer Massenpanik kommen. 

Angesichts des möglichen Schadens müsse die Stadt Bochum handeln, heißt es in der Verfügung. Kurzfristig gebe es kein technisches Mittel gegen die Schwingungen. 

Was bedeutet das konkret – ist die Ostkurve einsturzgefährdet?
Nein. „Die Tribüne ist standfest“, betont Ralf Meyer, Chef der Sportstätten Besitzgesellschaft, auf Nachfrage der WAZ. Überschritten worden sei eine Norm. „Ich habe dann keinen Ermessensspielraum, ich muss einschreiten.“

Es bleiben zwei Möglichkeiten: Hüpfverbot oder Sperrung der Ostkurve. Würden Fans über Stunden in der Kurve gemeinsam springen, entstünden Risse im Beton. „Es gibt keinen Beton, den man nicht zum Einstürzen bringen kann.“ 

Wie erfahren Fans von dem Verbot?
Hinweisschilder an sämtlichen Zugängen und Durchsagen im Stadion sollen die Fans informieren, erklärt Pascal Langer, Sicherheitsbeauftragter und Veranstaltungsleiter des VfL, in einem auf den VfL-Kanälen veröffentlichten Video. Die Ordner an der Ostkurve sollen das Geschehen während des Spiels beobachten – und im Zweifel einschreiten. Dafür soll zusätzliches Personal eingesetzt werden.

Was passiert, wenn die Fans in der Ostkurve trotzdem hüpfen?
Es greift ein Drei-Stufen-Plan der Bundesliga. Hüpfen Fans trotzdem, folgen zunächst Durchsagen und Einblendungen auf den Leinwänden. Danach wird der Zugang zur Tribüne gesperrt. Der Schiedsrichter kann das Spiel unterbrechen, die Kurve kann geräumt werden. Letztlich kann das Spiel sogar abgebrochen werden.

Die Stadt Bochum droht der Sportstätten Besitzgesellschaft mit empfindlichen Strafen, sollten sich die Fans nicht ans Verbot halten. 50.000 Euro Zwangsgeld nennt die Ordnungsverfügung als Summe. Im schlimmsten Fall könnte die Stadt die Ostkurve dauerhaft sperren. „Wir sind fest davon überzeugt, dass sich unsere Fans ans Verbot halten werden“, sagt Pascal Langer. 

Was sagt der VfL Bochum?
Vereinssprecher Jens Fricke betont, die Entscheidung tue ihm für die Fans leid. Der VfL Bochum habe sie nicht getroffen, müsse sie aber umsetzen. Auch Pascal Langer bedauert das Verbot. „Es gilt nicht fürs Hüpfen beim Torjubel, sondern beim gemeinsamen Hüpfen“, stellt er nochmal klar. Ralf Meyer appelliert ans Verantwortungsbewusstsein der Fans: „Wer nicht hüpft, ist Bochumer.“

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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#2
Fans des VfL Bochum dürfen seit dem Spiel gegen Bielefeld in der Ostkurve nicht mehr hüpfen. Nach viel Kritik prüft die Stadt eine neue Strategie. 

Das Hüpfverbot in der Ostkurve des Ruhrstadions hat für ordentlich Kritik gesorgt – jetzt könnte es allerdings früher wieder aufgehoben werden als zunächst befürchtet. Denn: Die Stadt prüft, ob die Ostkurve schon früher saniert werden kann als ursprünglich geplant. Sollte das der Fall sein, dürften die Fans des VfL Bochum in der Fankurve wieder gemeinsam hüpfen. 

Schon von Anfang an war klar, dass das Hüpfverbot nur bis zum Ende der Sanierungsarbeiten 2028 gilt. Denn eigentlich sollte die Ostkurve als eine der letzten Tribünen – ab dem Sommer 2028 – saniert werden. Die Modernisierung sollte in zwei Abschnitten erfolgen, damit nie die komplette Kurve gesperrt werden muss. 

Aktuell wird daher geprüft, ob die Sanierung der Stehplatz-Tribüne vorgezogen werden kann. Das verkündete Ralf Meyer, Chef der Sportstätten Besitzgesellschaft, der Eigentümerin des Ruhrstadions, im Ausschuss für Planung und Grundstücke am Dienstag (13. Oktober). Innerhalb der nächsten zwei Wochen soll es Gewissheit geben. Gleichzeitig sollen auch Messungen der Sitzplatz-Tribünen sowie des Gästebereichs durchgeführt werden, ergänzte Meyer. 

VfL-Bochum-Fans dürfen nicht mehr hüpfen – bis zum Ende der Sanierung
Seit dem Heimspiel gegen Arminia Bielefeld dürfen die Fans des VfL Bochum nicht mehr gemeinschaftlich hüpfen. Das verkündeten die Sportstätten Besitzgesellschaft und der VfL Bochum in einer gemeinsamen Erklärung in der Woche vor der Partie.

Der Grund für das Verbot: Durch das choreografierte Hüpfen entstünden spürbare Schwingungen in der Kurve. Diese könnten bei Fans zu „Unwohlsein“ führen, was eine Massenpanik auslösen könnte. Ein Gutachten des Ingenieurbüros Hellmich zeigt, dass die Tribünenelemente bei den gemessenen Beschleunigungen bereits geringfügig überlastet sind. Die Kurve trage also nur dann, wenn die Fans nicht gemeinsam synchronisiert hüpfen. Aber: „Die Tribüne ist standfest“, betonte Ralf Meyer zuletzt auf Nachfrage der WAZ. 

Das Verbot und die Kommunikation dessen lösten in der vergangenen Woche viel Kritik aus, weswegen die CDU eine kurzfristige Anfrage zu dem Thema einreichte. „Es ist gut, dass jetzt sorgfältig jede Ecke überprüft wird. Es geht um die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher des Stadions anne Castroper. Und wenn die Tribünenstufen unter Belastung an sicherheitsrelevante Grenzen stoßen, kann man nicht vorsichtig genug sein“, sagte der planungspolitische Sprecher der CDU, Stefan Klapperich, und ergänzte: „Die beste Nachricht ist, dass nach der Stadionsanierung die Ostkurve wie früher nutzbar sein soll – Hüpfen inklusive.“ 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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