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Mitgliederversammlung 2026
#1
Der VfL Bochum lädt am 10. November zur Mitgliedersammlung. Eine heiß diskutierte Satzungsänderung zu den Präsidiumswahlen liegt vor. Der Stand. 

Seit 16 Monaten steuert das im Sommer 2025 neu gewählte Präsidium um den Vorstandsvorsitzenden Andreas Luthe den VfL Bochum. In rund vier Wochen stellt sich das „Team Zukunft“ den Mitgliedern. Denn am Dienstag, 10. November (19 Uhr), steigt im Ruhrcongress die jährliche Mitgliederversammlung des Zweitligisten. 

Im Vorjahr stand die ruhig verlaufene Versammlung, zu der weniger als 1000 der 33.000 Mitglieder erschienen waren, ganz im Zeichen des sportlichen Aufschwungs unter Trainer Uwe Rösler, der auch selbst das Wort ergriff. Wie die Grundstimmung Anfang November sein wird, dürfte erneut auch davon abhängen, ob der VfL Bochum sportlich in den nächsten fünf Pflichtspielen die Kurve kriegt. 

Einzel- oder Blockwahl? VfL Bochum ist gespalten
Wie gehabt werden auch diesmal wieder die Geschäftsführung und das Präsidium ihre Jahresberichte abliefern für den sportlichen, strukturellen und wirtschaftlichen Bereich. Der Stadionumbau dürfte ebenso Thema sein, das „Hüpfverbot“ inklusive, wenn es zu den Aussprachen kommt.

Wahlen stehen nicht an. Für die meiste Brisanz im Vorjahr sorgte ein Antrag von Carina Gödecke und Andreas Eickhoff. Sie plädierten dafür, dass das Präsidium eine Satzungsänderung erarbeiten und 2026 zur Abstimmung vorlegen soll. Künftig sollten Präsidiumsmitglieder auf Vorschlag der Findungskommission nicht mehr „en bloc“ wie bisher, sondern einzeln gewählt werden. Das wurde auch im Vorfeld äußerst kontrovers diskutiert. 

Mitglieder votieren für eine Neufassung der Satzung bei den Wahlen
Das amtierende Präsidium argumentierte dagegen. Alle Präsidiumsmitglieder wie Hans-Peter Villis oder Till Grönemeyer wären einzeln nicht angetreten, ebenso wie das im Sommer 2025 bei einer Kampfabstimmung unterlegene Team um den Ex-Chef Uwe Tigges. Bei einer Einzelwahl gebe es zu viele politische Grabenkämpfe, zu wenig Harmonie.

Für Gödecke und Eickhoff indes stärke eine bei den meisten Klubs übliche Einzelwahl die Demokratie – und das sah die Mehrheit auch so. 463 der anwesenden Stimmberechtigten votierten für den Antrag, 293 dagegen, es gab 88 Enthaltungen. 

Satzungsänderung liegt vor – aber abgestimmt wird doch noch nicht
Gödecke und Eickhoff, teilte der Verein seinen Mitgliedern nun mit, reichten fristgemäß den Satzungsänderungsantrag ein, der gemeinsam mit dem Präsidium überarbeitet und den Mitgliedern in seiner aktuellen Fassung zugesendet wurde. Sie legt im Kern Einzelwahlen fest, wobei die Findungskommission grundsätzlich mindestens zwei Kandidaten pro zu wählendem Präsidiumsmitglied vorschlagen muss. Eine Hintertür allerdings gibt es: Mehrere Kandidaten könnten auch erklären, dass sie nur gemeinsam gewählt werden möchten. Auf Antrag eines Mitglieds könnte die Versammlung vorab mit einfacher Mehrheit beschließen, dass doch eine Blockwahl stattfinden soll.

Anders als 2025 geplant wird es in diesem November aber noch nicht zur Abstimmung über die Satzungsänderungen kommen, für die eine Zweidrittel-Mehrheit erforderlich ist. „Auf Anregung des Präsidiums soll die Satzung auf weiteren Änderungsbedarf überprüft werden“, erklärte der Klub den „Arbeitsstand“. „Zu diesem Zweck wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, der die Antragsteller, Delegierte des Präsidiums sowie Mitglieder der Findungskommission und des Fangremiums angehören. Diese Arbeitsgruppe soll auf der Basis des vorliegenden Textes einen erweiterten Satzungsänderungsantrag vorbereiten, den die Antragsteller und das Präsidium gemeinschaftlich der Mitgliederversammlung des Jahres 2027 zur Abstimmung vorlegen. Vor diesem Hintergrund haben sich die Antragsteller damit einverstanden erklärt, dass der vorliegende Text nicht zur Abstimmung gestellt wird.“ 

Zeitlichen Druck gibt es noch nicht. Das amtierende Präsidium ist bis 2029 gewählt. Ob es dann bei Blockwahlen bleibt oder es zu Einzelwahlen kommt, sollen die Mitglieder nun 2027 und damit zwei Jahre zuvor entscheiden. 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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