Gertjan Verbeek (Cheftrainer VfL Bochum 1848): Ich glaube, dass wir heute ein gutes Spiel gesehen haben. Beide Mannschaften waren auf Augenhöhe, wollten unbedingt das erste Spiel gewinnen. In der ersten Halbzeit haben wir probiert, das umzusetzen, was wir im Training einstudiert haben. Das ist uns teilweise gut gelungen, einige Möglichkeiten waren da. Der zweite Durchgang hat für uns sehr komisch angefangen, die beiden Fehler von Manuel haben ein bisschen Nervosität reingebracht. Aber wir konnten dies gut verkraften. Nach der Führung haben wir vergessen, den Druck nach vorne aufrecht zu erhalten. Der Gegner hat den Ausgleich erzielt, und das zu Recht in dieser Phase. Wir hatten danach ein wenig Glück, konnten uns dann aber auch wieder mehr Raum verschaffen. Nach dem 2:1 hätten wir auch noch erhöhen müssen, dann wäre die Spannung aus dem Spiel gewesen. Aber ich freue mich natürlich, dass wir am Ende das erste Spiel der Saison gewonnen haben.
Jens Keller (Cheftrainer 1. FC Union Berlin): Glückwunsch an meinen Kollegen zum heutigen Sieg. Das erste Spiel der Saison zu gewinnen ist natürlich immer eine positive Sache, da geht mit einem guten Schwung in die Spielzeit. Umso mehr ärgert es mich, dass wir die Partie nicht gewonnen haben. In der ersten Halbzeit waren beide Mannschaften noch etwas nervös und haben sich weitgehend neutralisiert. Wir sind dann sehr gut aus der Pause gekommen, als wir zwei, drei hundertprozentige Chancen hatten und das leere Tor nicht treffen. Dann bekommen wir nach einer Standardsituation das Gegentor. Da haben wir einfach gepennt. Trotzdem kommen wir wieder zurück, sind nach dem Ausgleich auch der Führung näher. So ist es dann im Fußball. Vorne machst du das Tor nicht, hinten kriegst du es. Nach dem 1:2 konnten wir dann nicht mehr zurückkommen.
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Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."