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Hecking zwischen "wahnsinnig viel Mut" und Schiri-Frust
#1
In Leverkusen hat der VfL Bochum die Überraschung verpasst, mit einer beachtlichen Leistung aber trotzdem ein positives Signal gesendet. Trainer Dieter Hecking lobte seine Spieler - im Gegensatz zum Schiedsrichter. 

"Zweigeteilt" war die Stimmungslage bei Dieter Hecking nach der 1:3-Niederlage in Leverkusen, wie er am DAZN-Mikrofon bilanzierte. "Einerseits", erklärte der VfL-Coach, "kann die Mannschaft hier erhobenen Hauptes wegfahren aus Leverkusen". Andererseits sorgte der Auftritt von Schiedsrichter Sven Jablonski für Frust beim 60-Jährigen. 

Allen voran in "drei entscheidenden Szenen" hätte sich Hecking ein anderes Verhalten des Unparteiischen gewünscht. Zwar wollte er die Schuld selbstverständlich "nicht alleine auf den Schiri schieben, aber es sind eben drei Szenen, worüber wir diskutieren in der Kabine, wo die Spieler enttäuscht sind, wo sie sagen: 'Mensch, was ist das?'" 

Schiedsrichter "hat oft sehr kleinlich gepfiffen"
Worauf sich der Bochumer Cheftrainer konkret bezog? Den nicht gegebenen Foulelfmeter an Felix Passlack nach Zweikampf mit Victor Boniface in der elften Minute, das als passives Abseits ausgelegte Eingreifen von Jonathan Tah unmittelbar vor dem 1:2 sowie das - aus Heckings Sicht - "ganz klare Foulspiel" von Boniface an Matus Bero in der Entstehung des dritten Gegentors. 

Während der Coach das vermeintlich strafstoßwürdige Foulspiel an Passlack ebenso als "klar" wahrgenommen hatte, ging er zumindest in Teilen damit d'accord, Tahs Trikotzupfen gegen Philipp Hofmann und die damit einhergehende Abseitsstellung "eventuell noch durchlaufen" zu lassen. "Aber er greift halt trotzdem ein und wenn man es jetzt ganz kleinlich sehen würde - und er hat oft sehr kleinlich gepfiffen heute - dann hätte ich mir da auch gewünscht, dass dann eben die Fahne hochgeht und auf Abseits entschieden wird." 

VfL "absolut konkurrenzfähig gegen Spitzenmannschaften"
Dass sich an den Entscheidungen im Nachhinein nichts mehr ändern wird, weiß auch der erfahrene Hecking. So lohnte es sich doch viel mehr, die eigene Leistung zu analysieren - insbesondere nach diesem respektablen Auftritt beim amtierenden Meister. 

"Ich glaube, wir haben auch heute wieder gesehen, dass wir absolut konkurrenzfähig sind gegen Spitzenmannschaften", befand Bochums Trainer, den die Performance auch hinsichtlich des Abstiegskampfes positiv stimmte. Dem Coach gefiel "einfach, wie die Mannschaft auftritt. Dass sie sich gerade in der Kabine ärgern, dass sie nicht hier wegfahren und sagen: 'Na gut, war halt Leverkusen, da kann man verlieren.'" 

Es mache ihm demnach "wahnsinnig viel Mut", dass seine Spieler erkennen, dass sie "ein richtig gutes Spiel" gemacht haben und dadurch neues "Selbstvertrauen" tanken. Der VfL sei "nah dran", müsse aber weiterhin "jedes Spiel genau so eine Leistung abrufen wie in den letzten Wochen". Gelingt das, sei Hecking "sehr zuversichtlich, dass wir das lösen." 

Quelle: Kicker.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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#2
Der VfL Bochum verliert 1:3 bei Bayer Leverkusen. Vor allem Schiedsrichter Sven Jablonski steht bei den VfL-Spielern in der Kritik. 

Gerrit Holtmann war außer sich. „Das hat mich richtig aufgeregt, da bin ich explodiert“, sagte der Flügelspieler des VfL Bochum nach der 1:3-Niederlage gegen Bayer Leverkusen. Er meinte in diesem Moment in den Katakomben der BayArena nicht die Pleite an sich, sondern die Entscheidungen des schwachen Schiedsrichters Sven Jablonski. „Was der für Kleinigkeiten gepfiffen hat. Du schubst den Gegenspieler nicht, er pfeift es“, analysierte er. 

Wieder einmal fühlen sich die Bochumer nach einem Spiel vom Schiedsrichter benachteiligt und einige Entscheidungen lassen tatsächlich Kritik am Schiedsrichter-Gespann zu. Schon nach gut zehn Minuten gab es einen Aufreger im Strafraum gegen Felix Passlack, der leicht von Victor Boniface getroffen wurde. Einen Strafstoß aber gab es nicht. „Da habe ich ein Foul von Boniface an Passlack gesehen“, sagte VfL-Trainer Dieter Hecking. „Da wird uns gesagt, er trifft ihn zwar, habe aber nicht durchgezogen. Das wirft Fragen auf.“ Er müsse aufpassen, was er nun konkret sage, meinte der 60-Jährige. 

„Ich finde es merkwürdig, was er heute gepfiffen hat
Öffentliche Kritik an Schiedsrichtern ist beim Deutschen Fußball-Bund nicht gern gesehen, mitunter drohen Geldstrafen. Dennoch wurden die Bochumer am Freitagabend deutlich. Insbesondere zwei Szenen erhitzten die Gemüter mächtig. Zum einen ein vermeintliches Handspiel von Maximilian Wittek in der 59. Minute, aus der der Freistoß entsprang, der zum 2:1 für Bayer Leverkusen durch Boniface führte. „Es ist für mich kein Handspiel, ich kann mir die Hand nicht abhaken. Ich weiß ganz genau, dass die Hand nur hing“, sagte Wittek. Unterstützung bekam er von Holtmann. „Vor dem 2:1 bekommt Maxi den Ball aus zwei Metern gegen die Hand - das ist für mich kein Handspiel. Ich finde es merkwürdig, was er heute gepfiffen hat.“

Der anschließende Freistoß sorgte ebenfalls für Gesprächsstoff. Der im Abseits stehende Jonathan Tah blockte Philipp Hofmann kurz, sodass am langen Pfosten Piero Hincapie den Ball wieder in die Mitte spielen kann, wo Boniface den Ball über die Linie zur erneuten Führung drückte. „Gegen Hoffi ist es für mich aus dem Abseits heraus ein Block“, sagte Wittek. „Das ist für mich strafbar.“ Zurückhaltender äußerte sich zu dieser Szene der Trainer Hecking, der ähnliche Situationen „1000 Mal“ im Spiel kennen würde. 

Wittek sieht „klaren Kontakt gegen das Knie“
Richtig auf die Palme bringt die Bochumer Spieler aber ein Foulspiel gegen Matus Bero vor dem 3:1 durch Amine Adli (87.). „Beim 3:1 habe ich gedacht, das war locker ein Foul gegen uns. Er pfeift es nicht“, so Holtmann. Auch Wittek war angefressen. „Die Szene gegen Matus kann ich nicht nachvollziehen. Es ist ein klarer Kontakt gegen das Knie“, so der Außenverteidiger und stellte den Videoschiedsrichter gänzlich infrage. „Dann kann er auch einfach zu Hause bleiben. Wenn man alles über die Kommunikation am Headset entscheidet, dann braucht man sich auch die Bilder nicht mehr anschauen.“

Insgesamt seien es drei entscheidende Situation gegen den VfL gewesen, waren sich die Bochumer Spieler einig. Die Schuld dafür fanden sie bei Jablonski, der immer wieder mit schwachen Leistungen und wenig Entscheidungsfreude in kritischen Situationen auf sich aufmerksam macht. „Ich habe am Ende zum Schiedsrichter gesagt, dass er jedes kleine Ding pfeift. „Das ist für mich keine klare Linie, das habe ich ihm auch so gesagt. Da kam keine klare Antwort“, sagte Krauß. 

Hecking sieht auch Fehlentscheidung gegen Leverkusen
Bochums Trainer Hecking verwies zudem darauf, dass auch die Leverkusener nicht nur Glück hatten mit Jablonskis Entscheidungen. „Beide Mannschaften haben heute das eine oder andere Mal den Kopf geschüttelt“, sagte er und sah sogar eine konkrete Situation, in der seine Mannschaft Glück gehabt hatte. Mitte der zweiten Halbzeit entschied Jablonski in einem Zweikampf zwischen Felix Passlack und Jeremie Frimpong auf Foul des Leverkusener. „Für mich kein Foul, da hätte er allein aufs Tor zulaufen und vielleicht das 3:1 machen können“, sagte Hecking. „All diese Szenen schmälern die Leistung eines Schiedsrichters.“

  Quelle: WAZ.de
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