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Rösler stinksauer – „Dann können wir VAR abschaffen“
#1
Mit dem Punkt in Berlin war Uwe Rösler zufrieden, mit der Leistung nicht. Von seinem VfL Bochum. Und vom VAR. Eine Szene machte ihn wütend. 

Matus Bero hielt durch. Energische, harte Zweikämpfe lieferte sich der Kapitän des VfL Bochum im Mittelfeldzentrum. Er teilte aus, er steckte ein. Und hatte in einer Szene wohl Glück, dass er sich nicht schwerer verletzte beim 1:1 bei Hertha BSC. 

Es lief die 62. Minute, als Herthas Kevin Sessa zu spät kam. Er grätschte, er traf Bero oberhalb des Knöchels mit offener Sohle. Bero krümmte sich am Boden, stand dann wieder auf, spielte durch bis zum erlösenden 1:1 von Leandro Morgalla in der Nachspielzeit. Kevin Sessa sah von Schiedsrichter Michael Bacher die Gelbe Karte. Nur Gelb. Denn für ein Foul dieser Kategorie sieht das Regelwerk eigentlich Rot vor. Sessa wurde direkt danach ausgewechselt. 

VAR-Entscheidung sorgt für Ärger: Rösler kritisiert fehlende Linie
Auf dem Weg in die Kabine überwog bei Bero offenbar die Freude über den späten Punkt, als er gut gelaunt Richtung Dusche ging. Gleichwohl hatte der slowakische Nationalspieler eine ordentliche Wunde davongetragen. Und sein Trainer war ziemlich angefressen.

„Ich bin in die Schiedsrichter-Kabine gegangen und habe das in aller Ruhe auch kommuniziert“, sagte Uwe Rösler zur „62. Minute“, ohne Namen zu nennen. Rösler wütend auf der Pressekonferenz: „Wenn da der VAR nicht eingreift, dann hat das alles keinen Sinn mit VAR.“ Er holte tief Luft: „Dann hat es keinen Sinn. Mehr will ich dazu nicht sagen.“ Der Video-Schiedsrichter-Assistent im „Kölner Keller“ griff nicht ein. Kein Check. Die Debatte um eine (fehlende) klare Linie des VAR erhitzt weiter die Gemüter, nicht nur in Bochum. 

Foul an Bero? Kein VAR-Eingriff
Es gab eine weitere strittige Szene mit Matus Bero im Blickpunkt, die am Ende etwas unterging und die nicht so eindeutig daherkam wie das Sessa-Foul. Herthas Elfmeter nach einem Foul vom schwachen Noah Loosli an Dawid Kownacki, den der Berliner Stürmer selbst verwandelte, war unstrittig (45.). Kurz darauf aber ging auch Bero zu Boden, im Strafraum der Gastgeber. Michael Cuisance hatte ihn leicht getroffen, bevor der VfL-Kapitän den Ball verarbeiten konnte. Für den Schiedsrichter zu wenig für einen Elfmeter. Ein VAR-Check aber wäre mindestens angebracht gewesen. Er blieb aus.

Zumindest für einen Punkt waren aus VfL-Sicht letztlich beide Szenen nicht entscheidend. Dabei versäumte es die Hertha, in der ersten Halbzeit höher in Führung zu gehen, ließ auch zu Beginn der zweiten Halbzeit Chancen liegen. Der VfL bekam keine Ordnung und Ruhe ins Spiel, war offensiv so harmlos wie lange nicht mehr. Erst in der Schlussphase drängte Bochum die Berliner energisch zurück, ließ Morgalla die VfL-Fans doch noch jubeln. „Mit dem Punkt“, bilanzierte Rösler, „können wir heute sehr gut leben.“ 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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