07-02-2026, 04:21 PM
Enis Cokaj zeigt beim VfL Bochum von Beginn an vollen Einsatz und bringt viel Ehrgeiz ins Team. Er spricht über seinen Wechsel und seine Ziele.
Die Pflaster am Schienbein hatten die intensive Trainingseinheit am Donnerstag nicht überstanden. Das Blut bahnte sich seinen Weg, und so sah man bei Enis Cokaj wie schon am Vortag die Spuren seiner Spielweise. Kompromisslos, kein Millimeter nach rechts, links oder nach hinten, immer volle Pulle, ohne Rücksicht auf Verluste. „Das macht mir nichts“, sagte der Albaner über die Wunde am Bein. „Das ist die Art von Training, wie wir es brauchen. Wir müssen immer ans Limit gehen. Das ist die Mentalität, die ich habe und die das Team braucht. Wir wollen kämpfen, nie aufgeben und den Gegner herausfordern.“
Noch keine Woche ist der Neuzugang beim VfL Bochum, doch schon jetzt macht er die Ansagen. Diese Art hatte die Verantwortlichen um die Direktoren Markus Brunnschneider und Simon Zoller sowie Trainer Uwe Rösler früh überzeugt. Auf Cokaj als ablösefreie Verpflichtung hatte man sich im sportlichen Kompetenzteam schnell geeinigt, weil er neben der Spielweise auch die nötige Mentalität mit an die Castroper Straße bringt. Gleiches gilt übrigens auch für den Spieler selbst. „Die Mentalität beim VfL Bochum ist ein Grund, warum ich den Klub für meinen nächsten Schritt ausgewählt habe, nachdem die Anfrage kam“, sagte er.
Enis Cokaj: VfL Bochum schon als Kind gesehen
Unbekannt war der „kleine“ VfL Bochum, der es zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Dortmund im Revier immer etwas schwerer hat, keinesfalls. Bereits als Kind habe er den VfL wahrgenommen, erzählte Cokaj. Daheim lief häufig deutscher Fußball. „Schon damals war mir klar, dass Bochum ein besonderer Klub ist. Ich habe gehört, wie emotional und loyal die Fans sind, dass das Stadion immer voll ist, und deshalb bin ich jetzt hier“, offenbarte er. „Ich kann es nicht erwarten, Pflichtspiele hier zu bestreiten. Seitdem ich ein Kind war, wollte ich in Deutschland spielen.“
In den vergangenen zwei Jahren lief er in Griechenland für Levadiakos auf, spielte zuvor in Albanien und Kroatien. Auf den ersten Blick scheint Cokaj eine Wundertüte für die Zweite Liga zu sein, und tatsächlich spüre er bereits Unterschiede zu seinen bisherigen Stationen. „Ich merke schon in den ersten Trainingstagen, dass es in Deutschland etwas anderes ist als in Griechenland. Die Trainings sind intensiver, wir müssen mehr laufen“, sagte er. „Aber das kommt mir entgegen, das ist meine Art des Spiels. Ich liebe es, zu rennen, zu kämpfen.“ Als hätte es für seine Ausführungen einen Beweis gebraucht, legte er am Donnerstagvormittag im Training schon mal ordentlich vor, schüttelte die anderen Spieler in seiner Laufgruppe frühzeitig ab und zog ohne Probleme bis zum Ende durch.
Cokaj über sein Vorbild und Bell-Attacken
Zweifelsohne ist schon jetzt zu erkennen, dass der 27-Jährige zu den laufstärksten Spielern des Kaders gehört. Zwar sei sein Vorbild einst der große Toni Kroos gewesen – und wer genau hinguckt, sieht zumindest ansatzweise eine optische Ähnlichkeit –, doch auf dem Feld agiert er dann doch deutlich anders. „Ich mag es, zu rennen, aggressiv auf dem Platz zu sein und den Ball zu erobern. Ich möchte aber auch das Spiel mitgestalten und schnellstmöglich nach vorn spielen. Ich glaube, dass wir das hier in der kommenden Saison gut umsetzen können“, sagte er.
Und wenn nicht, gibt es da ja immer noch seine Geheimwaffe, die der Neu-Osnabrücker Joel Abu Hanna kürzlich gegenüber dieser Redaktion offenbarte. Cokaj belle zwischendurch mal im Training, sagte der Innenverteidiger, der mit ihm zusammen bei Levadiakos gespielt hatte. „Ich versuche immer, die nötige Aggressivität auf den Platz zu bekommen, die Intensität“, sagte Cokaj darauf angesprochen. „Dann bin ich zum Mitspieler gegangen und habe ihn angebellt, um zu signalisieren, dass er schneller spielen soll. Vielleicht mache ich das hier auch mal nach ein paar mehr Einheiten“, sagte er lachend. „Wenn wir einen Wachrüttler brauchen – auch in Spielen –, mache ich das“, kündigte er an.
Enis Cokaj hat hohe Ansprüche an seine Mitspieler beim VfL Bochum
Die Ansprüche des klaren Sechsers, der mit seiner Physis, seinem Kampfeswillen und seiner Leidenschaft einen wichtigen Part in der Mannschaft von Rösler einnehmen soll, sind jedenfalls hoch. „Meine Erwartungen sind, dass wir als Mannschaft immer ans Limit gehen, viel Intensität auf den Platz bringen und in jedem Training und Spiel die Energie spürbar ist. Ich will, dass wir als Mannschaft immer mit 100 Prozent Fokus antreten.“ Bislang habe er einen guten Eindruck von seinen neuen Mitspielern, sagte er.
Und auch von Bochum. Denn der Albaner ist nur wenige Tage nach seiner Ankunft im Ruhrgebiet bereits heimisch geworden. „Ich fühle mich hier schon sehr wohl und habe deshalb auch eine Wohnung in der Nähe der Innenstadt genommen. Ich möchte hier leben, alles aufsaugen und nach den Trainings nicht lange unterwegs sein“, so Cokaj. Zudem wohnt sein Bruder in Hamburg, seine Schwester in Zürich. Familientreffen dürften demnächst wohl häufiger in der Mitte – also in Bochum – stattfinden.
Quelle: WAZ.de
Die Pflaster am Schienbein hatten die intensive Trainingseinheit am Donnerstag nicht überstanden. Das Blut bahnte sich seinen Weg, und so sah man bei Enis Cokaj wie schon am Vortag die Spuren seiner Spielweise. Kompromisslos, kein Millimeter nach rechts, links oder nach hinten, immer volle Pulle, ohne Rücksicht auf Verluste. „Das macht mir nichts“, sagte der Albaner über die Wunde am Bein. „Das ist die Art von Training, wie wir es brauchen. Wir müssen immer ans Limit gehen. Das ist die Mentalität, die ich habe und die das Team braucht. Wir wollen kämpfen, nie aufgeben und den Gegner herausfordern.“
Noch keine Woche ist der Neuzugang beim VfL Bochum, doch schon jetzt macht er die Ansagen. Diese Art hatte die Verantwortlichen um die Direktoren Markus Brunnschneider und Simon Zoller sowie Trainer Uwe Rösler früh überzeugt. Auf Cokaj als ablösefreie Verpflichtung hatte man sich im sportlichen Kompetenzteam schnell geeinigt, weil er neben der Spielweise auch die nötige Mentalität mit an die Castroper Straße bringt. Gleiches gilt übrigens auch für den Spieler selbst. „Die Mentalität beim VfL Bochum ist ein Grund, warum ich den Klub für meinen nächsten Schritt ausgewählt habe, nachdem die Anfrage kam“, sagte er.
Enis Cokaj: VfL Bochum schon als Kind gesehen
Unbekannt war der „kleine“ VfL Bochum, der es zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Dortmund im Revier immer etwas schwerer hat, keinesfalls. Bereits als Kind habe er den VfL wahrgenommen, erzählte Cokaj. Daheim lief häufig deutscher Fußball. „Schon damals war mir klar, dass Bochum ein besonderer Klub ist. Ich habe gehört, wie emotional und loyal die Fans sind, dass das Stadion immer voll ist, und deshalb bin ich jetzt hier“, offenbarte er. „Ich kann es nicht erwarten, Pflichtspiele hier zu bestreiten. Seitdem ich ein Kind war, wollte ich in Deutschland spielen.“
In den vergangenen zwei Jahren lief er in Griechenland für Levadiakos auf, spielte zuvor in Albanien und Kroatien. Auf den ersten Blick scheint Cokaj eine Wundertüte für die Zweite Liga zu sein, und tatsächlich spüre er bereits Unterschiede zu seinen bisherigen Stationen. „Ich merke schon in den ersten Trainingstagen, dass es in Deutschland etwas anderes ist als in Griechenland. Die Trainings sind intensiver, wir müssen mehr laufen“, sagte er. „Aber das kommt mir entgegen, das ist meine Art des Spiels. Ich liebe es, zu rennen, zu kämpfen.“ Als hätte es für seine Ausführungen einen Beweis gebraucht, legte er am Donnerstagvormittag im Training schon mal ordentlich vor, schüttelte die anderen Spieler in seiner Laufgruppe frühzeitig ab und zog ohne Probleme bis zum Ende durch.
Cokaj über sein Vorbild und Bell-Attacken
Zweifelsohne ist schon jetzt zu erkennen, dass der 27-Jährige zu den laufstärksten Spielern des Kaders gehört. Zwar sei sein Vorbild einst der große Toni Kroos gewesen – und wer genau hinguckt, sieht zumindest ansatzweise eine optische Ähnlichkeit –, doch auf dem Feld agiert er dann doch deutlich anders. „Ich mag es, zu rennen, aggressiv auf dem Platz zu sein und den Ball zu erobern. Ich möchte aber auch das Spiel mitgestalten und schnellstmöglich nach vorn spielen. Ich glaube, dass wir das hier in der kommenden Saison gut umsetzen können“, sagte er.
Und wenn nicht, gibt es da ja immer noch seine Geheimwaffe, die der Neu-Osnabrücker Joel Abu Hanna kürzlich gegenüber dieser Redaktion offenbarte. Cokaj belle zwischendurch mal im Training, sagte der Innenverteidiger, der mit ihm zusammen bei Levadiakos gespielt hatte. „Ich versuche immer, die nötige Aggressivität auf den Platz zu bekommen, die Intensität“, sagte Cokaj darauf angesprochen. „Dann bin ich zum Mitspieler gegangen und habe ihn angebellt, um zu signalisieren, dass er schneller spielen soll. Vielleicht mache ich das hier auch mal nach ein paar mehr Einheiten“, sagte er lachend. „Wenn wir einen Wachrüttler brauchen – auch in Spielen –, mache ich das“, kündigte er an.
Enis Cokaj hat hohe Ansprüche an seine Mitspieler beim VfL Bochum
Die Ansprüche des klaren Sechsers, der mit seiner Physis, seinem Kampfeswillen und seiner Leidenschaft einen wichtigen Part in der Mannschaft von Rösler einnehmen soll, sind jedenfalls hoch. „Meine Erwartungen sind, dass wir als Mannschaft immer ans Limit gehen, viel Intensität auf den Platz bringen und in jedem Training und Spiel die Energie spürbar ist. Ich will, dass wir als Mannschaft immer mit 100 Prozent Fokus antreten.“ Bislang habe er einen guten Eindruck von seinen neuen Mitspielern, sagte er.
Und auch von Bochum. Denn der Albaner ist nur wenige Tage nach seiner Ankunft im Ruhrgebiet bereits heimisch geworden. „Ich fühle mich hier schon sehr wohl und habe deshalb auch eine Wohnung in der Nähe der Innenstadt genommen. Ich möchte hier leben, alles aufsaugen und nach den Trainings nicht lange unterwegs sein“, so Cokaj. Zudem wohnt sein Bruder in Hamburg, seine Schwester in Zürich. Familientreffen dürften demnächst wohl häufiger in der Mitte – also in Bochum – stattfinden.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."