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Warum Karol Mets ins Profil passt
#1
Über ein halbes Jahr lang hat der VfL Bochum nach einem „Keyplayer“ in der Innenverteidigung gesucht. Dieser ist in Karol Mets gefunden. Das steckt dahinter. 

Was lange währt, wird endlich gut? Ob dieses Sprichwort auch beim VfL Bochum zutrifft, wird erst die kommende Spielzeit wirklich zeigen. Fest steht nur, dass die Verantwortlichen um die Direktoren Markus Brunnschneider und Simon Zoller nach über acht Monaten Suche nun ihren „Keyplayer“ für die Innenverteidigung gefunden haben. Der Este Karol Mets unterschrieb am späten Freitagabend nach seinem Medizincheck einen Zweijahresvertrag an der Castroper Straße. Er ist der zehnte externe Neuzugang in diesem Sommer und der neunte, der sich ablösefrei dem Zweitligisten anschließt. 

„Nach intensiven Gesprächen und langen Verhandlungen ist es uns gelungen, Karol Mets für den VfL zu gewinnen. Mit ihm verpflichten wir einen echten Führungsspieler, der unserer Defensive mit seiner Präsenz sofort Stabilität geben wird. Karol ist international erfahren und bringt genau die Qualität, Ruhe und Mentalität mit, die wir uns für diese Position gewünscht haben“, sagte Simon Zoller, Direktor Lizenzfußball beim VfL Bochum. „Ich selbst habe ihn bei St. Pauli als Leader kennen- und schätzen gelernt, als einen Vollblutprofi, der in jedem Training 100 Prozent gibt und dafür sorgt, dass das Niveau innerhalb der Mannschaft steigt. Wir sind überzeugt, dass Karol mit seiner Erfahrung, seiner Persönlichkeit und seiner Gewinnermentalität eine wichtige Führungsrolle übernehmen und unserem Team dabei helfen wird, den nächsten Schritt zu machen.“ 

VfL Bochum hat sich früh auf Mets festgelegt
Auf den ersten Blick überrascht die Verpflichtung von Mets, der in seiner Jugend auch Judoka war, möglicherweise. Doch nach Informationen dieser Redaktion war der seit Kurzem 33-Jährige von Beginn an der Wunschkandidat für Trainer Uwe Rösler so wichtige Position im Abwehrzentrum. Voller Überzeugung sei die Entscheidung für ihn gefällt worden. Schon vor Wochen, heißt es. 

Mets gilt in der Fußballbranche als absoluter Führungsspieler, der die Abwehrkette organisieren kann und auch innerhalb der Kabine Führungsansprüche hegt. Von ihm sollen die jungen Teamkollegen lernen, an ihm sollen sie sich aufrichten. Genau das, was die Verantwortlichen von vornherein gesucht haben. Intern beim FC St. Pauli, wo der Vertrag von Mets im Sommer auslief, galt er stets als herausragender Typ, der immer ehrlich und offen seine Meinung vertrat und sich auch vor den Medien nicht scheute, die unbequeme Wahrheit zu äußern. Aber auch als eine Art Vaterfigur agiert. Genau solche Spieler hat der VfL Bochum nach einer schwierigen Saison 2025/2026 gesucht. 

Mets gilt als Ballmagnet
Wichtige Kriterien bei der Suche waren zudem der Spielaufbau und eine gewisse Geschwindigkeit. Beides bringt der Este, der bereits 104 Länderspiele bestritt, mit. Zwar ist Mets individuell gesehen in beiden Kriterien nicht der beste Spieler, aber die Verantwortlichen des VfL Bochum beurteilen beide Kriterien als durchaus gut genug, um der Defensive des VfL Bochum in der kommenden Saison den wichtigen Schub zu geben. Vor allem die Sprintgeschwindigkeit auf kurzer Distanz, die im Umschaltspiel besonders wichtig ist, ist gut. Das Gesamtpaket von Mets, der unter Druck standhaft bleibt, zusammen mit den Führungsqualitäten und seiner Erfahrung war auf dem Transfermarkt in diesem Sommer sonst wohl nicht vorhanden.

Beobachter des FC St. Pauli beschreiben Mets, der in Bochum zu den Gutverdienern gehören wird, als Ballmagneten, der in Spielen häufig mit die meisten Ballkontakte bei den Hamburgern hatte. Zwar sei er nicht überragend in der Spieleröffnung, gehe aber selten erhöhtes Risiko ein, suche dafür die Lücken. Mets brachte in der vergangenen Bundesliga-Saison statistisch gesehen 86 Prozent seiner Zuspiele an (im Aufstiegsjahr 2023/24 waren es sogar 91%) und gilt als Innenverteidiger, der speziell lange Bälle punktgenau spielen kann. Genau das, was Rösler für sein Spiel benötigt, um die schnellen Außenbahnspieler einzusetzen und den Druck vom zentralen Mittelfeld zu nehmen. 

Blessin bezeichnete Mets als „Warrior“
Nach Informationen dieser Redaktion soll der Transfer von Mets, der auch in der vergangenen Bundesliga-Saison Stammspieler beim FC St. Pauli war, lange vorbereitet worden sein. Demnach haben sich die Verantwortlichen intensiv mit dem 33-Jährigen, der noch mit dem heutigen VfL-Lizenz-Direktor Simon Zoller zusammenspielte, beschäftigt. Im Aufstiegsjahr des FCSP unter Fabian Hürzeler, den Brunnschneider gut kennt, spielte Mets eine herausragende Rolle in der besten Defensive der Liga und war in der ersten Bundesliga-Saison sogar einer der drei besten Zweikämpfer der Liga, bis ihn Patellasehnenprobleme stoppten. 

Seine Stärken hat der Linksfuß mit einem Gardemaß von 1,91 Metern, den sein Ex-Trainer Alexander Blessin einmal als „Warrior“ bezeichnete, zweifelsohne im für Rösler so wichtigen Kopfballspiel und im Zweikampfverhalten. Er weiß genau, wann er welches Risiko nehmen kann, setzt auch mal zur kompromisslosen Grätsche an, geht aggressiv zu Werke und stellt die Mannschaft stets über das eigene Wohl. Bezeichnend war eine Szene in der Saison 2023/2024 in der Zweiten Liga, als er sich eine Rote Karte einhandelte, um das 0:0 bei Fortuna Düsseldorf zu halten. Er nahm die persönliche Strafe auf sich, um die Mannschaft im Spiel zu halten. Dennoch gilt er als Spieler, der statistisch gesehen wenige Foulspiele begeht. 

Mets, der in seiner Karriere bei vielen europäischen Erstligisten spielte und in der Regel eine wichtige Rolle einnahm, kennt zudem die Zweite Bundesliga und weiß, wie Aufstieg funktioniert. Das hatten auch die Bochumer Konkurrenten auf dem Schirm, weshalb sich der Transfer lange zog. Schlussendlich hat der Este unter der Woche aber Erstligisten und zahlungskräftiger Zweitliga-Konkurrenz, unter anderem Hannover 96 und Hertha BSC, abgesagt. Nun fährt er mit dem VfL Bochum, der sich intensiv um den Führungsspieler bemüht hatte, direkt mit ins Trainingslager. 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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#2
Zitat:Schlussendlich hat der Este unter der Woche aber Erstligisten und zahlungskräftiger Zweitliga-Konkurrenz, unter anderem Hannover 96 und Hertha BSC, abgesagt. Nun fährt er mit dem VfL Bochum, der sich intensiv um den Führungsspieler bemüht hatte, direkt mit ins Trainingslager. 

Also, wenn das alles so stimmt, dann kann ich nur den Hut ziehen, es muss ja fast ein Träumchen sein, wie die  Verantwortlichen den VfL "verkaufen" Geld kann ja wohl nicht das Argument sein, und die Spieler scheinen mit Herzblut dabei zu sein quasi die VfL DNA zu verinnerlichen.
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
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#3
Wer glaubt das denn wirklich? Ich teile diese Einschätzung nicht, weil alles so klingt wie bei Kevin Vogt. Mets ist viel zu alt und generiert keinen Kaderwert. Der schnellste ist er auch (nicht mehr) und der große Spieleröffner auch nicht. Dafür recht verletzungsanfällig, was in seinem Alter nicht selten vorkommt. Da hätte ich mir jemand anderen (Keven z.B) vorstellen können.

Aber, ich habe ihn noch nicht beim VfL spielen sehen.
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#4
@scheffkoch: Ich sehe dies aktuell komplett anders.
1. Wir haben viele junge und neue Spieler dazu bekommen, ganz wenige spielten 2. Liga und kennen diese.
2. genau neben diesen jungen Neuen brauchen wir einen routinierten Spieler und sorry, alle wissen, dass dies nicht Stompf sein.
3. Das Team der 3 Hauptentscheider hat bisher einen sehr guten, zeitnahen und zielorientierten Job gemacht.
4. Gerade ein Zoller kennt ihn menschlich und charakterlich, hat mit ihm selbst zusammen gespielt und das ist für mich mit der Hauptgrund. warum ich diesen Transfer sogar sehr positiv sehe.
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#5
(Gestern, 07:31 AM)panther schrieb: @scheffkoch: Ich sehe dies aktuell komplett anders.
1. Wir haben viele junge und neue Spieler dazu bekommen, ganz wenige spielten 2. Liga und kennen diese.
2. genau neben diesen jungen Neuen brauchen wir einen routinierten Spieler und sorry, alle wissen, dass dies nicht Stompf sein.
3. Das Team der 3 Hauptentscheider hat bisher einen sehr guten, zeitnahen und zielorientierten Job gemacht.
4. Gerade ein Zoller kennt ihn menschlich und charakterlich, hat mit ihm selbst zusammen gespielt und das ist für mich mit der Hauptgrund. warum ich diesen Transfer sogar sehr positiv sehe.

Wie gesagt, ich habe ihn noch nicht aktuell beim VfL spielen sehen. Aber:

 Zu 1. Mit Hoffi, Wittek, und Timo Horn gibt es schon "Führungsspieler" Ü-30. Abgesehen vom eigenen Nachwuchs sind alle anderen auch keine 18 mehr. F0hren kann man auch z.B. mit 26. Dafür braucht es Klasse und Persönlichkeit. Möglicherweise konnte oder wollte der VfL sich nicht leisten


Zu 2. Von Pippo ist hier gar nicht die Rede
Zu 3. Das sehe ich auch so, mit der Ausnahme dieses Transfers 
Zu 4. Das ist schon etwas her. Die Person ändert sich nicht, richtig. Wohlaber seine Physis und Verletzungsanfälligkeit. Hat Simon doch an sich selbst erlebt.

Das Argument, dass UR diesen Spieler wollte sollte man sehr vorsichtig behandeln. Zum einen hat die sportliche Leitung ja die Devise ausgegeben, keine Trainerwünsche zu erfüllen sondern eine strategische Personalpolitik (VfL-Tugenden, Systemkonform, Marktwert steigern usw) zu verfolgen. Bei aller Wertschätzung hätzung für UR meinerseits wissen wir doch gar nicht, wie lange er bleibt. Und DH hatte sich auch Kevin Vogt mit ähnlicher Begründung gewünscht. Was da ein rausbekommen ist, haben wir erlebt.

Bitte seht mir meine Skepsis nach.
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#6
(Gestern, 12:02 AM)Scheffkoch schrieb: Wer glaubt das denn wirklich? Ich teile diese Einschätzung nicht, weil alles so klingt wie bei Kevin Vogt. Mets ist viel zu alt und generiert keinen Kaderwert. Der schnellste ist er auch (nicht mehr) und der große Spieleröffner auch nicht. Dafür recht verletzungsanfällig, was in seinem Alter nicht selten vorkommt.  Da hätte ich mir jemand anderen (Keven z.B) vorstellen können.

Ich weiß ja nicht, woher Du Deine Informationen hast, aber die TM-Daten sagen etwas anderes. Wieviel Spiele hast Du von bzw. mit ihm gesehen ?
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#7
Der VfL Bochum hat mit Karol Mets den Wunschkandidaten von Trainer Uwe Rösler verpflichtet. Das bringt der „Keyplayer“ nun für den Zweitligisten mit. 

Was lange währt, wird endlich gut? Ob dieses Sprichwort auch beim VfL Bochum zutrifft, wird erst die kommende Spielzeit wirklich zeigen. Fest steht nur, dass die Verantwortlichen um die Direktoren Markus Brunnschneider und Simon Zoller nach über acht Monaten Suche nun ihren „Keyplayer“ für die Innenverteidigung gefunden haben. Der Este Karol Mets unterschrieb am späten Freitagabend nach seinem Medizincheck einen Zweijahresvertrag an der Castroper Straße. Er ist der zehnte externe Neuzugang in diesem Sommer und der neunte, der sich ablösefrei dem Zweitligisten anschließt. 

„Nach intensiven Gesprächen und langen Verhandlungen ist es uns gelungen, Karol Mets für den VfL zu gewinnen. Mit ihm verpflichten wir einen echten Führungsspieler, der unserer Defensive mit seiner Präsenz sofort Stabilität geben wird. Karol ist international erfahren und bringt genau die Qualität, Ruhe und Mentalität mit, die wir uns für diese Position gewünscht haben“, sagte Simon Zoller, Direktor Lizenzfußball beim VfL Bochum. „Ich selbst habe ihn bei St. Pauli als Leader kennen- und schätzen gelernt, als einen Vollblutprofi, der in jedem Training 100 Prozent gibt und dafür sorgt, dass das Niveau innerhalb der Mannschaft steigt. Wir sind überzeugt, dass Karol mit seiner Erfahrung, seiner Persönlichkeit und seiner Gewinnermentalität eine wichtige Führungsrolle übernehmen und unserem Team dabei helfen wird, den nächsten Schritt zu machen.“ 

VfL Bochum hat sich früh auf Mets festgelegt
Auf den ersten Blick überrascht die Verpflichtung von Mets, der in seiner Jugend auch Judoka war, möglicherweise. Doch nach Informationen dieser Redaktion war der seit Kurzem 33-Jährige von Beginn an der Wunschkandidat für Trainer Uwe Rösler so wichtige Position im Abwehrzentrum. Voller Überzeugung sei die Entscheidung für ihn gefällt worden. Schon vor Wochen, heißt es. 

Mets gilt in der Fußballbranche als absoluter Führungsspieler, der die Abwehrkette organisieren kann und auch innerhalb der Kabine Führungsansprüche hegt. Von ihm sollen die jungen Teamkollegen lernen, an ihm sollen sie sich aufrichten. Genau das, was die Verantwortlichen von vornherein gesucht haben. Intern beim FC St. Pauli, wo der Vertrag von Mets im Sommer auslief, galt er stets als herausragender Typ, der immer ehrlich und offen seine Meinung vertrat und sich auch vor den Medien nicht scheute, die unbequeme Wahrheit zu äußern. Aber auch als eine Art Vaterfigur agiert. Genau solche Spieler hat der VfL Bochum nach einer schwierigen Saison 2025/2026 gesucht. 

Mets gilt als Ballmagnet
Wichtige Kriterien bei der Suche waren zudem der Spielaufbau und eine gewisse Geschwindigkeit. Beides bringt der Este, der bereits 104 Länderspiele bestritt, mit. Zwar ist Mets individuell gesehen in beiden Kriterien nicht der beste Spieler, aber die Verantwortlichen des VfL Bochum beurteilen beide Kriterien als durchaus gut genug, um der Defensive des VfL Bochum in der kommenden Saison den wichtigen Schub zu geben. Vor allem die Sprintgeschwindigkeit auf kurzer Distanz, die im Umschaltspiel besonders wichtig ist, ist gut. Das Gesamtpaket von Mets, der unter Druck standhaft bleibt, zusammen mit den Führungsqualitäten und seiner Erfahrung war auf dem Transfermarkt in diesem Sommer sonst wohl nicht vorhanden.

Beobachter des FC St. Pauli beschreiben Mets, der in Bochum zu den Gutverdienern gehören wird, als Ballmagneten, der in Spielen häufig mit die meisten Ballkontakte bei den Hamburgern hatte. Zwar sei er nicht überragend in der Spieleröffnung, gehe aber selten erhöhtes Risiko ein, suche dafür die Lücken. Mets brachte in der vergangenen Bundesliga-Saison statistisch gesehen 86 Prozent seiner Zuspiele an (im Aufstiegsjahr 2023/24 waren es sogar 91%) und gilt als Innenverteidiger, der speziell lange Bälle punktgenau spielen kann. Genau das, was Rösler für sein Spiel benötigt, um die schnellen Außenbahnspieler einzusetzen und den Druck vom zentralen Mittelfeld zu nehmen. 

Blessin bezeichnete Mets als „Warrior“
Nach Informationen dieser Redaktion soll der Transfer von Mets, der auch in der vergangenen Bundesliga-Saison Stammspieler beim FC St. Pauli war, lange vorbereitet worden sein. Demnach haben sich die Verantwortlichen intensiv mit dem 33-Jährigen, der noch mit dem heutigen VfL-Lizenz-Direktor Simon Zoller zusammenspielte, beschäftigt. Im Aufstiegsjahr des FCSP unter Fabian Hürzeler, den Brunnschneider gut kennt, spielte Mets eine herausragende Rolle in der besten Defensive der Liga und war in der ersten Bundesliga-Saison sogar einer der drei besten Zweikämpfer der Liga, bis ihn Patellasehnenprobleme stoppten. 

Seine Stärken hat der Linksfuß mit einem Gardemaß von 1,91 Metern, den sein Ex-Trainer Alexander Blessin einmal als „Warrior“ bezeichnete, zweifelsohne im für Rösler so wichtigen Kopfballspiel und im Zweikampfverhalten. Er weiß genau, wann er welches Risiko nehmen kann, setzt auch mal zur kompromisslosen Grätsche an, geht aggressiv zu Werke und stellt die Mannschaft stets über das eigene Wohl. Bezeichnend war eine Szene in der Saison 2023/2024 in der Zweiten Liga, als er sich eine Rote Karte einhandelte, um das 0:0 bei Fortuna Düsseldorf zu halten. Er nahm die persönliche Strafe auf sich, um die Mannschaft im Spiel zu halten. Dennoch gilt er als Spieler, der statistisch gesehen wenige Foulspiele begeht. 

Mets, der in seiner Karriere bei vielen europäischen Erstligisten spielte und in der Regel eine wichtige Rolle einnahm, kennt zudem die Zweite Bundesliga und weiß, wie Aufstieg funktioniert. Das hatten auch die Bochumer Konkurrenten auf dem Schirm, weshalb sich der Transfer lange zog. Schlussendlich hat der Este unter der Woche aber Erstligisten und zahlungskräftiger Zweitliga-Konkurrenz, unter anderem Hannover 96 und Hertha BSC, abgesagt. Nun fährt er mit dem VfL Bochum, der sich intensiv um den Führungsspieler bemüht hatte, direkt mit ins Trainingslager. 

Quelle: WAZ.de
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#8
Der VfL Bochum ist auf der Suche nach der erhofften Verstärkung für die Abwehr fündig geworden und hat Karol Mets verpflichtet. Der 33-Jährige spielte zuletzt für den FC St. Pauli und kennt sich auch in Liga 2 gut aus. 

Der VfL Bochum fahndete schon länger nach einem "Key Player" in der Abwehr, wie Trainer Uwe Rösler es formulierte, und hat diesen in Karol Mets gefunden. Der 33-Jährige war zuletzt dreieinhalb Jahre für den FC St. Pauli aktiv und kennt aus dieser Zeit auch die 2. Liga. Sein Vertrag am Millerntor lief im Sommer aus, sodass er ablösefrei zum VfL wechselt. 

"Mit ihm verpflichten wir einen echten Führungsspieler, der unserer Defensive mit seiner Präsenz sofort Stabilität geben wird. Karol ist international erfahren und bringt genau die Qualität, Ruhe und Mentalität mit, die wir uns für diese Position gewünscht haben", sagt VfL-Direktor Simon Zoller in einer Vereinsmitteilung über den 102-maligen estnischen Nationalspieler, den er noch aus der gemeinsamen Zeit in St. Pauli kennt. 

"Ich selbst habe ihn bei St. Pauli als Leader kennen und schätzen gelernt, als einen Vollblutprofi, der in jedem Training 100 Prozent gibt und dafür sorgt, dass das Niveau innerhalb der Mannschaft steigt. Wir sind überzeugt, dass Karol mit seiner Erfahrung, seiner Persönlichkeit und seiner Gewinnermentalität eine wichtige Führungsrolle übernehmen und unserem Team dabei helfen wird, den nächsten Schritt zu machen." 

Mets bringt viel Erfahrung mit
Mets bringt ordentlich Erfahrung mit nach Bochum. Nach ersten Stationen in seiner Heimat bei Viljandi Tulevik und Flora Tallinn suchte er sein sportliches Glück im Ausland: Über Viking Stavanger (Norwegen), NAC Breda (Niederlande), AIK (Schweden), Al-Ettifaq (Saudi-Arabien), ZSKA Sofia (Bulgarien) und den FC Zürich, mit dem er 2021/22 Schweizer Meister wurde, kam der Abwehrspezialist im Januar 2023 zum FC St. Pauli, für den er in den vergangenen dreieinhalb Jahren 91 Spiele bestritt. 

2023/24 stieg er mit den Kiezkickern in die Bundesliga auf, in der vergangenen Abstiegssaison kam Mets auf 23 Ligaspiele und einen kicker-Notenschnitt von 3,91. 

Was ihn im Unterhaus erwartet, weiß Estlands Fußballer der Jahre 2023 und 2024 nur zu gut. Es gilt jetzt, "hart im Training zu arbeiten, denn die 2. Bundesliga ist ein tougher Wettbewerb", so Mets, der sich auf seine neue Heimat freut: "Simon Zoller hat mir viel Gutes über den VfL berichtet, das Stadion ist jedenfalls nach meinem Geschmack: Eng und kompakt, die Fans nah an der Mannschaft." 

Quelle: Kicker.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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