Matus Bero spielt in Ungarn, Erhan Masovic in Serbien: Die 21 Abgänge des VfL Bochum sind in elf verschiedenen Ländern aktiv, mit unterschiedlichem Erfolg.
Aufgeräumt, so hieß es beim VfL Bochum, hat man den Kader im Sommer: 21 Profis verließen den Klub, überwiegend ganz im Sinne des Vereins. Cajetan Lenz sicherte die erforderlichen Transfereinnahmen, weitere Profis verließen den Klub nach Vertragsende oder weil sie sportlich keine (größere) Rolle spielten und Gehaltskosten eingespart werden sollten. Die talentierten Leihspieler konnte man nicht halten. Zudem beendete Kevin Vogt seine Karriere und der VfL hat für die laufende Saison drei Profis ausgeliehen: Darnell Keumo, Kacper Koscierski und Mikkel Rakneberg.
Interessant: Die Ex-Bochumer sind in elf Ländern und 14 verschiedenen Ligen aktiv. Sie spielen in Deutschland (Bundesliga bis Regionalliga), Ungarn, Serbien, Rumänien, Türkei, Frankreich, Portugal, Niederlande, England, Dänemark und Norwegen. Wie schlagen sich die Ex-Bochumer? Im ersten Teil blicken wir auf die Spieler, die nicht ausgeliehen waren oder sind. Ein Bericht über Callum Marshall, Darnell Keumo und Co. erscheint morgen früh an dieser Stelle.
Cajetan Lenz (TSG Hoffenheim). Er war der Senkrechtstarter der Vorsaison und der Königstransfer im Sommer. Er bescherte Bochum zehn Millionen Euro Ablöse plus Boni. Der 19-Jährige fühlt sich wohl in Hoffenheim, die Konkurrenz aber ist noch zu groß im hochkarätig besetzten Kader von Trainer Christian Ilzer. An dem Kosovaren Leon Avdullahu, dessen Marktwert bei rund 30 Millionen Euro liegt, oder dem Niederländer Wouter Burger (20 Millionen Euro) kommt er noch nicht vorbei. Der U20-Nationalspieler hat noch keine Minute absolviert in den sechs Pflichtspielen. Zweimal stand er in der Bundesliga im Kader, in den letzten beiden Partien fehlte der Sechser im Aufgebot. Immerhin zählte er zum Kader beim Europa-League-Spiel auf Kreta (0:2) und schnupperte damit internationale Luft.
Matus Bero (Ferencvaros Budapest). Der Ex-Kapitän des VfL war in seinen drei Bochumer Jahren fast immer gesetzt, doch die Angebote für den slowakischen Nationalspieler hielten sich im Sommer in Grenzen. Erst am letzten Transfertag unterschrieb der 31-Jährige beim ungarischen Erstligisten Ferencvaros. Den Trainingsrückstand hat er bisher noch nicht aufgeholt. In den drei Partien reichte es bisher nur zu einem Fünf-Minuten-Einsatz für den Mittelfeldmann, auch in der Europa League blieb er beim 1:3 gegen Celtic auf der Bank. Beim 7:0-Sieg im Pokal gegen Debreceni empfahl er sich aber für mehr. Bero erzielte drei Treffer.
Noah Loosli (Universitatea Cluj). Der Innenverteidiger, in der Vorsaison gesetzt beim VfL, lehnte ein Angebot von Bochum ab, kurz vor Transferschluss fand der Musterprofi dann einen neuen Klub. Beim rumänischen Traditionsverein stand er auch gleich im Kader, doch eine Verletzung bremst den Schweizer seither aus. Loosli fällt mehrere Wochen aus, postete er bei Instagram.
Erhan Masovic (FK Vojvodina Novi Sad). Er war der dienstälteste VfL-Profi der Vorsaison. Sechs Jahre ging es für ihn beim VfL in der Bundesliga mal steil bergauf, am Ende bergab. „Ich kam hierhin als junger Kerl, der noch auf der Suche nach sich selbst war. Jetzt gehe ich als erwachsener Mann“, sagte der 27-Jährige zum Abschied gegenüber dieser Redaktion und bedankte sich vor allem bei den „fantastischen Fans“. Masovic kehrte Mitte August in seine Heimat zurück – mit Erfolg. Der fünfmalige Nationalspieler Serbiens wurde gleich nach seiner Ankunft eingewechselt, eroberte sich sofort einen Stammplatz, spielte die letzten fünf Partien durch. Auch dank des Innenverteidigers liegt Novi Sad auf Rang zwei hinter Roter Stern Belgrad.
Moritz-Broni Kwarteng (FC Magdeburg). Am Ende der Vorsaison blühte der hochbegabte Offensivkünstler nach drei von Verletzungen geprägten Jahren auf. Für rund 300.000 Euro ließ ihn der VfL zu seinem Ex-Klub Magdeburg ziehen, von dem ihn Bochum einst mit großen Hoffnungen für 1,1 Millionen Euro geholt hatte. Beim FCM ging Kwartengs Stern auf, und nach einem Horror-Start (1:6 gegen Braunschweig) erfüllten sich auch die Hoffnungen des offensiven Mittelfeldspielers. In Magdeburg spielt Kwarteng wieder eine zentrale Rolle im offensiven Mittelfeld, verpasste nur eine Partie wegen einer Erkrankung und legte fünf Mal los. Ein Tor gelang ihm allerdings noch nicht, einen Treffer legte der 28-Jährige auf. Mit zehn Punkten hat das Team von Petric Sander drei mehr als Bochum. Zum Wiedersehen im Ruhrstadion kommt es erst am 16. Spieltag kurz vor Weihnachten.
Mathis Clairicia (FC Sochaux). Immerhin zu Kurzeinsätzen reichte es für den Stürmer in der Rückrunde beim FC Alverca, nachdem ihn der VfL im Januar an die Portugiesen ausgeliehen hatte. Im Sommer wechselte er zurück nach Frankreich – und nimmt beim Zweitligisten einen neuen Anlauf, der Hoffnung macht. Beim seit sechs Partien ungeschlagenen FC Sochaux stand der Angreifer viermal in der Startelf, dreimal wurde er eingewechselt, erzielte ein Tor.
Ibrahim Sissoko (Muglaspor). Der Stürmer war das teuerste Missverständnis der vorherigen Transferphase, sein hohes Gehalt belastete das Budget. Beim VfL durfte er in der Vorbereitung schon nicht mehr mit der Mannschaft trainieren. Ende August fand Sissoko beim türkischen Zweitligisten Muglaspor eine neue sportliche Heimat. In vier Joker-Einsätzen gelang ihm noch kein Tor, keine Torvorlage.
Samuel Bamba (CS Maritimo). Nach seiner bescheiden verlaufenen Leihe in der Vorsaison (Willem II) setzte der Flügelstürmer in der ersten Vorbereitungsphase durchaus den einen oder anderen Akzent, den großen Sprung traute man ihm in Bochum aber nicht mehr zu. Beim portugiesischen Erstligisten CS Maritimo, dem Topklub der Ronaldo-Insel Madeira, ist er ordentlich reingekommen. Der 22-Jährige spielt eine Jokerrolle, wurde in sechs der sieben Partien eingewechselt – auch gegen Champions-League-Verein Benfica (0:3). Noch fehlt ihm ein Scorerpunkt.
Niklas Jahn (Viktoria Köln). Der 22-Jährige gab stets alles im Training des VfL, zum Einsatz kam er aber nur bei der U21 in der Ober- und Regionalliga. Sein Wechsel zu Viktoria Köln war folgerichtig, der zentrale Mittelfeldspieler ist zumindest nah dran an der Startelf. Beim Drittliga-Zweiten kam er bisher auf vier Einsätze (einmal von Beginn an) und zeigte auch im DFB-Pokal beim 5:6 gegen Nürnberg eine gute Leistung.
Niclas Thiede (ADO Den Haag). Der Hagener Torwart war in Bochum die Nummer zwei – und ist dies auch beim noch sieglosen niederländischen Erstligisten. An der Nummer eins Kilian Nikiema, Nationalspieler von Burkina Faso, kommt der 27-Jährige noch nicht vorbei.
Romario Rösch (Preußen Münster). Kurz vor Transferschluss verpflichtete Drittligist Preußen Münster den Schienenspieler, der beim VfL unter Uwe Rösler keine Rolle gespielt hatte. Bisher reichte es nur zu einem Sechs-Minuten-Einsatz für den 27-Jährigen.
Lennart Koerdt (Westfalia Rhynern): Das Offensivtalent schaffte beim VfL den Durchbruch nicht, spielte am Ende auch in der U21 nur eine Nebenrolle. Beim Viertligisten Rhynern kommt der 21-Jährige wieder zum Zug: Neun Einsätze, sieben Mal Startelf, drei Tore, drei Torvorlagen.
Marcel Sobottka (vereinslos). Der 31-jährige Mittelfeldmann, der zuvor ein halbes Jahr vereinslos war nach seinem Jahrzehnt bei Fortuna Düsseldorf, half mangels Alternativen im vergangenen Winter beim VfL aus, kam aber nur zu 36 Einsatzminuten. Bisher hat der Ex-Schalker noch keinen neuen Klub gefunden.
Quelle: WAZ.de
Aufgeräumt, so hieß es beim VfL Bochum, hat man den Kader im Sommer: 21 Profis verließen den Klub, überwiegend ganz im Sinne des Vereins. Cajetan Lenz sicherte die erforderlichen Transfereinnahmen, weitere Profis verließen den Klub nach Vertragsende oder weil sie sportlich keine (größere) Rolle spielten und Gehaltskosten eingespart werden sollten. Die talentierten Leihspieler konnte man nicht halten. Zudem beendete Kevin Vogt seine Karriere und der VfL hat für die laufende Saison drei Profis ausgeliehen: Darnell Keumo, Kacper Koscierski und Mikkel Rakneberg.
Interessant: Die Ex-Bochumer sind in elf Ländern und 14 verschiedenen Ligen aktiv. Sie spielen in Deutschland (Bundesliga bis Regionalliga), Ungarn, Serbien, Rumänien, Türkei, Frankreich, Portugal, Niederlande, England, Dänemark und Norwegen. Wie schlagen sich die Ex-Bochumer? Im ersten Teil blicken wir auf die Spieler, die nicht ausgeliehen waren oder sind. Ein Bericht über Callum Marshall, Darnell Keumo und Co. erscheint morgen früh an dieser Stelle.
Cajetan Lenz (TSG Hoffenheim). Er war der Senkrechtstarter der Vorsaison und der Königstransfer im Sommer. Er bescherte Bochum zehn Millionen Euro Ablöse plus Boni. Der 19-Jährige fühlt sich wohl in Hoffenheim, die Konkurrenz aber ist noch zu groß im hochkarätig besetzten Kader von Trainer Christian Ilzer. An dem Kosovaren Leon Avdullahu, dessen Marktwert bei rund 30 Millionen Euro liegt, oder dem Niederländer Wouter Burger (20 Millionen Euro) kommt er noch nicht vorbei. Der U20-Nationalspieler hat noch keine Minute absolviert in den sechs Pflichtspielen. Zweimal stand er in der Bundesliga im Kader, in den letzten beiden Partien fehlte der Sechser im Aufgebot. Immerhin zählte er zum Kader beim Europa-League-Spiel auf Kreta (0:2) und schnupperte damit internationale Luft.
Matus Bero (Ferencvaros Budapest). Der Ex-Kapitän des VfL war in seinen drei Bochumer Jahren fast immer gesetzt, doch die Angebote für den slowakischen Nationalspieler hielten sich im Sommer in Grenzen. Erst am letzten Transfertag unterschrieb der 31-Jährige beim ungarischen Erstligisten Ferencvaros. Den Trainingsrückstand hat er bisher noch nicht aufgeholt. In den drei Partien reichte es bisher nur zu einem Fünf-Minuten-Einsatz für den Mittelfeldmann, auch in der Europa League blieb er beim 1:3 gegen Celtic auf der Bank. Beim 7:0-Sieg im Pokal gegen Debreceni empfahl er sich aber für mehr. Bero erzielte drei Treffer.
Noah Loosli (Universitatea Cluj). Der Innenverteidiger, in der Vorsaison gesetzt beim VfL, lehnte ein Angebot von Bochum ab, kurz vor Transferschluss fand der Musterprofi dann einen neuen Klub. Beim rumänischen Traditionsverein stand er auch gleich im Kader, doch eine Verletzung bremst den Schweizer seither aus. Loosli fällt mehrere Wochen aus, postete er bei Instagram.
Erhan Masovic (FK Vojvodina Novi Sad). Er war der dienstälteste VfL-Profi der Vorsaison. Sechs Jahre ging es für ihn beim VfL in der Bundesliga mal steil bergauf, am Ende bergab. „Ich kam hierhin als junger Kerl, der noch auf der Suche nach sich selbst war. Jetzt gehe ich als erwachsener Mann“, sagte der 27-Jährige zum Abschied gegenüber dieser Redaktion und bedankte sich vor allem bei den „fantastischen Fans“. Masovic kehrte Mitte August in seine Heimat zurück – mit Erfolg. Der fünfmalige Nationalspieler Serbiens wurde gleich nach seiner Ankunft eingewechselt, eroberte sich sofort einen Stammplatz, spielte die letzten fünf Partien durch. Auch dank des Innenverteidigers liegt Novi Sad auf Rang zwei hinter Roter Stern Belgrad.
Moritz-Broni Kwarteng (FC Magdeburg). Am Ende der Vorsaison blühte der hochbegabte Offensivkünstler nach drei von Verletzungen geprägten Jahren auf. Für rund 300.000 Euro ließ ihn der VfL zu seinem Ex-Klub Magdeburg ziehen, von dem ihn Bochum einst mit großen Hoffnungen für 1,1 Millionen Euro geholt hatte. Beim FCM ging Kwartengs Stern auf, und nach einem Horror-Start (1:6 gegen Braunschweig) erfüllten sich auch die Hoffnungen des offensiven Mittelfeldspielers. In Magdeburg spielt Kwarteng wieder eine zentrale Rolle im offensiven Mittelfeld, verpasste nur eine Partie wegen einer Erkrankung und legte fünf Mal los. Ein Tor gelang ihm allerdings noch nicht, einen Treffer legte der 28-Jährige auf. Mit zehn Punkten hat das Team von Petric Sander drei mehr als Bochum. Zum Wiedersehen im Ruhrstadion kommt es erst am 16. Spieltag kurz vor Weihnachten.
Mathis Clairicia (FC Sochaux). Immerhin zu Kurzeinsätzen reichte es für den Stürmer in der Rückrunde beim FC Alverca, nachdem ihn der VfL im Januar an die Portugiesen ausgeliehen hatte. Im Sommer wechselte er zurück nach Frankreich – und nimmt beim Zweitligisten einen neuen Anlauf, der Hoffnung macht. Beim seit sechs Partien ungeschlagenen FC Sochaux stand der Angreifer viermal in der Startelf, dreimal wurde er eingewechselt, erzielte ein Tor.
Ibrahim Sissoko (Muglaspor). Der Stürmer war das teuerste Missverständnis der vorherigen Transferphase, sein hohes Gehalt belastete das Budget. Beim VfL durfte er in der Vorbereitung schon nicht mehr mit der Mannschaft trainieren. Ende August fand Sissoko beim türkischen Zweitligisten Muglaspor eine neue sportliche Heimat. In vier Joker-Einsätzen gelang ihm noch kein Tor, keine Torvorlage.
Samuel Bamba (CS Maritimo). Nach seiner bescheiden verlaufenen Leihe in der Vorsaison (Willem II) setzte der Flügelstürmer in der ersten Vorbereitungsphase durchaus den einen oder anderen Akzent, den großen Sprung traute man ihm in Bochum aber nicht mehr zu. Beim portugiesischen Erstligisten CS Maritimo, dem Topklub der Ronaldo-Insel Madeira, ist er ordentlich reingekommen. Der 22-Jährige spielt eine Jokerrolle, wurde in sechs der sieben Partien eingewechselt – auch gegen Champions-League-Verein Benfica (0:3). Noch fehlt ihm ein Scorerpunkt.
Niklas Jahn (Viktoria Köln). Der 22-Jährige gab stets alles im Training des VfL, zum Einsatz kam er aber nur bei der U21 in der Ober- und Regionalliga. Sein Wechsel zu Viktoria Köln war folgerichtig, der zentrale Mittelfeldspieler ist zumindest nah dran an der Startelf. Beim Drittliga-Zweiten kam er bisher auf vier Einsätze (einmal von Beginn an) und zeigte auch im DFB-Pokal beim 5:6 gegen Nürnberg eine gute Leistung.
Niclas Thiede (ADO Den Haag). Der Hagener Torwart war in Bochum die Nummer zwei – und ist dies auch beim noch sieglosen niederländischen Erstligisten. An der Nummer eins Kilian Nikiema, Nationalspieler von Burkina Faso, kommt der 27-Jährige noch nicht vorbei.
Romario Rösch (Preußen Münster). Kurz vor Transferschluss verpflichtete Drittligist Preußen Münster den Schienenspieler, der beim VfL unter Uwe Rösler keine Rolle gespielt hatte. Bisher reichte es nur zu einem Sechs-Minuten-Einsatz für den 27-Jährigen.
Lennart Koerdt (Westfalia Rhynern): Das Offensivtalent schaffte beim VfL den Durchbruch nicht, spielte am Ende auch in der U21 nur eine Nebenrolle. Beim Viertligisten Rhynern kommt der 21-Jährige wieder zum Zug: Neun Einsätze, sieben Mal Startelf, drei Tore, drei Torvorlagen.
Marcel Sobottka (vereinslos). Der 31-jährige Mittelfeldmann, der zuvor ein halbes Jahr vereinslos war nach seinem Jahrzehnt bei Fortuna Düsseldorf, half mangels Alternativen im vergangenen Winter beim VfL aus, kam aber nur zu 36 Einsatzminuten. Bisher hat der Ex-Schalker noch keinen neuen Klub gefunden.
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."