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Hat der VfL Bochum zu viele Linksfüße?
#1
Der VfL Bochum schießt kaum Tore. Fast alle Offensivspieler bevorzugen den linken Fuß. Ein Problem, meint unser Kolumnist Michael Eckardt. 

Ja, der VfL Bochum hat in Hannover einen starken Auftritt hingelegt, der drei Punkte verdient gehabt hätte. Realität ist aber auch, dass einmal mehr von Abschlussstärke und Treffsicherheit in den Reihen des VfL keine Rede sein konnte. Allein Christian Rasmussen und Gerrit Holtmann hatten vier gute bis sehr gute Gelegenheiten, Hannovers Torhüter Leo Weinkauf mehr als einmal zu überwinden. Das Bochumer Sturmtief dauert an. 

Beide genannten Flügelspieler präferieren den linken Fuß, der bei Rasmussen zweimal, bei Holtmann einmal nicht hilfreich war im Abschluss. Dass sich Holtmann bei seinem Versuch praktisch verrenken musste, um den deutlich einfacheren Torschuss mit rechts zu vermeiden, lenkt die Aufmerksamkeit jedoch auf die Füße aller Bochumer Angreifer. 

Viele Linksfüße im Bochumer Angriff sorgen für einseitige Offensive
Schaut man dann einmal genau hin, sind dort ausschließlich Spieler mit einem starken linken Fuß zu finden, die wie in Holtmanns Fall auch schon einmal den Abschluss mit dem nicht ganz so erfolgversprechenden rechten Fuß verweigern. Führen wir sie also einfach mal auf: Philipp Hofmann, Koji Miyoshi, Daniel Hanslik, Jarne Steuckers, Alessandro Crimaldi sowie die bereits erwähnten Holtmann und Rasmussen, sie alle passen, flanken und schießen am liebsten mit links.

Einzige Ausnahme ist Berkan Taz. Der Hoffnungsträger aus der 3. Liga, der bislang Mühe hatte, sich an das höhere Zweitliga-Niveau zu gewöhnen, gilt als beidfüßig, hat aber in der vergangenen Spielzeit für den SC Verl die meisten seiner 17 Saisontore mit rechts erzielt. Heißt: Wenn Taz nicht beginnt und auch nicht eingewechselt wird, gibt es über die komplette Spielzeit keinen einzigen Bochumer Offensivspieler mit einem starken rechten Fuß auf dem Platz. 

Auch Pannewig und Patino spielen am liebsten mit dem linken Fuß
Und wenn Mats Pannewig spielt, der Verbindungsspieler zwischen Abwehr und Angriff schlechthin, kommt ein weiterer Linksfuß hinzu. Was in Hannover wegen Pannewigs Sperre übrigens auch für seinen Stellvertreter Charlie Patino galt. In der kompletten Bochumer Startelf fiel bei den Feldspielern in den letzten Wochen das Gesamtverhältnis von 7:3 klar zugunsten der Linksfüßer aus, die drei Rechtsfüßer im Team haben vor allem defensive Aufgaben.

Und wenn Trainer Uwe Rösler im Verlauf der Spiele Alternativen einwechselt, verändert sich das Bild nicht. Ausnahme, wie bereits genannt: Berkan Taz. Da verwundert es nicht, dass von den mageren sieben Treffern, über die sich der VfL in Meisterschaft und Pokal bislang freuen durfte, kein einziger mit dem rechten Fuß erzielt wurde. Fünfmal war man mit dem linken Fuß erfolgreich, einmal per Kopf, und schließlich bugsierte VfL-Talent Tom Meyer einmal den Ball mit dem oberen Rücken ins Netz der Hannoveraner. 

Flanken und Standards: So erzielen Wolfsburg und Heidenheim ihre Tore
Man darf sich getrost fragen, ob man an der Castroper Straße eine derartige Einseitigkeit für angemessen hält. Denn es geht ja nicht nur um den Abschluss. Der VfL Wolfsburg, wirtschaftlich und sportlich eine ganz eigene Nummer in der 2. Bundesliga, hat bisher 15 Tore erzielt, darunter vier Kopfball-Treffer. Das spricht für gute Standards, aber auch für gute Flanken. Ähnlich der FC Heidenheim, der schon 14 Tore auf der Habenseite stehen hat. Darunter befinden sich sogar fünf Kopfball-Treffer. Und die muss ja jemand vorbereiten. In der Regel geschieht das über die Flügel und mal mit rechts, mal mit links.

Okay, es gibt ein prominentes Gegenbeispiel, das soll hier nicht unterschlagen werden. So trat die Berliner Hertha, mit sechs Siegen aus den ersten sechs Punktspielen fulminant aus den Startlöchern gekommen, bei ihrem 2:1-Erfolg in Dresden sogar mit acht Spielern an, die über einen starken rechten Fuß verfügen. Es geht also auch so. Dem VfL ist indes nach den Erfahrungen der letzten Wochen zu wünschen, dass Taz sich jetzt schnell an die 2. Bundesliga gewöhnt. 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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#2
Haben die den rechten Huf nur zum Bier holen, oder Feuer austreten? Ein Fußballprofi sollte beide Beine zumindest rudimentär benutzen können und auch mit dem 'schwachen Fuß' einen Ball aus 10m zum Mitspieler oder aufs Tor bringen.
Einmal Bochumer, immer Bochumer
...und die Bayern kann ich immer noch nicht leiden!
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