10-20-2026, 03:29 PM
Michael Steinwender ist ein Lichtblick beim VfL Bochum. Vor dem Spiel gegen Wolfsburg spricht er über Probleme, Qualität, Zusammenhalt, Trainerdebatte.
Abgeklärt präsentiert sich Michael Steinwender auf dem Platz, sachlich und ruhig wirkt der Österreicher in Interviews. Der Innenverteidiger des VfL Bochum, im Sommer für eine mittlere sechsstellige Ablösesumme vom schottischen Vizemeister Heart of Midlothian geholt, ist bisher der stabilste Feldspieler des VfL. Gekommen ist er, um oben mitzuspielen in der 2. Liga. Jetzt steckt er vor dem Heimspiel seines auf Rang 16 abgestürzten Teams gegen den Tabellendritten VfL Wolfsburg tief im Abstiegskampf.
Annehmen müsse man die Situation, sagt Steinwender nach der Trainingseinheit am Montag im Gespräch mit dieser Redaktion. Dass eine Trainerdebatte nach nur sieben Punkten aus acht Partien und drei Niederlagen in Folge unter den Fans, aber auch in der Klubführung läuft, dürfe das Team nicht beeinflussen. Die Spieler, betont Steinwender, sind gefordert – gemeinsam mit Uwe Rösler. „Wir halten zusammen und das wird auch so bleiben. Uwe ist unser Trainer, wir haben auch schon gezeigt, dass wir gute Spiele machen können. In Hannover zum Beispiel müssen wir drei Punkte mitnehmen. Wir Spieler müssen auf dem Platz die Leistungen bringen, die dann in positiven Ergebnissen münden“, sagt Steinwender.
Steinwender macht keine Gräben auf: „Wir müssen zusammenhalten“
Die Defensive ist weitgehend stabil, spielstärker als in der Vorsaison. Vorne aber weht ein laues Lüftchen bei erst fünf erzielten Treffern und kaum Torchancen gegen Bielefeld und in Kaiserslautern. „Wir kommen nicht zu vielen Großchancen, das ist ein Faktor, an dem wir arbeiten müssen“, sagt Steinwender, betont aber auch Abwehrschwächen: „Beim 0:1 müssen wir besser verteidigen. Das tut sehr weh.“
Der Verteidiger will keine Gräben aufmachen zwischen den Mannschaftsteilen, sieht das große Ganze, nimmt sich auch in die Pflicht. Beim 1:1 gegen Fürth etwa nahm er das Gegentor auf seine Kappe. „Unsere Offensivspieler sind selbstkritisch und wissen, dass wir unsere Chancen aktuell nicht nutzen. Wir schießen unsere Tore aber als Mannschaft, dazu müssen wir alle etwas beitragen“, betont er. „Wir sind ein Team, wir müssen zusammenhalten. Wir müssen zielstrebiger nach vorne spielen und zu klareren Torchancen kommen, vielleicht auch mal früher den Abschluss suchen.“
Steinwender zu spielerischen Lösungen: „Im letzten Drittel hapert es dann“
Bochum hatte auch in Kaiserslautern mehr Ballbesitz, was ein Ziel dieser Saison war. Vor allem die letzte Kette trägt dazu bei. Allerdings fehlte der Zug nach vorne, gab es viele Quer- und auch Rückpässe zuletzt. „Es wirkt von außen vielleicht manchmal so, dass wir den Ball hinten nur von rechts nach links schieben. Aber wir haben einen klaren Plan, wie wir den Gegner bespielen wollen“, sagt Steinwender. „Das gelingt uns aber nur bis zu einem gewissen Punkt, es hapert dann im letzten Drittel.“
Jetzt geht es gegen Wolfsburg. 95 Millionen Euro Marktwert hat das Team. Für knapp 30 Millionen konnte der VW-Klub neue Spieler wie Zweitliga-Star Fabian Reese kaufen. Bochum chancenlos? Mitnichten, versichert der VfL-Verteidiger. Steinwender verweist auf seine Vorsaison, als er mit Außenseiter Heart of Midlothian die schottische Liga rockte, erst am letzten Spieltag mit einem 1:3 gegen Celtic den ganz großen Triumph verpasste, Vizemeister wurde.
Chancenlos gegen Krösus Wolfsburg? „Wir haben auch viel Qualität“
„Wir müssen es endlich mal schaffen, zu Hause drei Punkte zu holen. Dabei spielt es auch keine Rolle, wer der Gegner ist. Ich habe vorige Saison in Schottland auch gegen Celtic Glasgow und die Glasgow Rangers gespielt, die uns finanziell weit überlegen waren“, so Steinwender. Oft mit Erfolg: Gegen Celtic etwa gab es neben der finalen Niederlage zwei Siege und ein Remis, auch die Rangers zogen zweimal den Kürzeren.
„Es bleibt ein Spiel, elf gegen elf. Es geht darum, unsere direkten Duelle zu gewinnen und in vielen Bereichen besser zu werden, um das Spiel auf unsere Seite zu lenken“, sagt Steinwender. „Wolfsburg hat viel Qualität, das wissen wir. Aber wir haben auch viel Qualität in unseren Reihen. Wir werden den Gegner genau analysieren, uns gut vorbereiten, unseren Plan zurechtlegen und dann alles geben, um das Spiel zu gewinnen.“
Der Verteidiger lebt Selbstvertrauen vor, das zuletzt wenige auf dem Rasen zeigten. Gelingt es, alle Köpfe aufzurichten? „Im Fußball gibt es immer Phasen, in denen es nicht so läuft, wie man sich das vorstellt, das ist bei uns aktuell der Fall. Aber bereits heute im Training war zu spüren, dass jeder sich reinhaut und gegen Wolfsburg unbedingt drei Punkte holen möchte. Wir müssen jetzt positiv bleiben.“
Quelle: WAZ.de
Abgeklärt präsentiert sich Michael Steinwender auf dem Platz, sachlich und ruhig wirkt der Österreicher in Interviews. Der Innenverteidiger des VfL Bochum, im Sommer für eine mittlere sechsstellige Ablösesumme vom schottischen Vizemeister Heart of Midlothian geholt, ist bisher der stabilste Feldspieler des VfL. Gekommen ist er, um oben mitzuspielen in der 2. Liga. Jetzt steckt er vor dem Heimspiel seines auf Rang 16 abgestürzten Teams gegen den Tabellendritten VfL Wolfsburg tief im Abstiegskampf.
Annehmen müsse man die Situation, sagt Steinwender nach der Trainingseinheit am Montag im Gespräch mit dieser Redaktion. Dass eine Trainerdebatte nach nur sieben Punkten aus acht Partien und drei Niederlagen in Folge unter den Fans, aber auch in der Klubführung läuft, dürfe das Team nicht beeinflussen. Die Spieler, betont Steinwender, sind gefordert – gemeinsam mit Uwe Rösler. „Wir halten zusammen und das wird auch so bleiben. Uwe ist unser Trainer, wir haben auch schon gezeigt, dass wir gute Spiele machen können. In Hannover zum Beispiel müssen wir drei Punkte mitnehmen. Wir Spieler müssen auf dem Platz die Leistungen bringen, die dann in positiven Ergebnissen münden“, sagt Steinwender.
Steinwender macht keine Gräben auf: „Wir müssen zusammenhalten“
Die Defensive ist weitgehend stabil, spielstärker als in der Vorsaison. Vorne aber weht ein laues Lüftchen bei erst fünf erzielten Treffern und kaum Torchancen gegen Bielefeld und in Kaiserslautern. „Wir kommen nicht zu vielen Großchancen, das ist ein Faktor, an dem wir arbeiten müssen“, sagt Steinwender, betont aber auch Abwehrschwächen: „Beim 0:1 müssen wir besser verteidigen. Das tut sehr weh.“
Der Verteidiger will keine Gräben aufmachen zwischen den Mannschaftsteilen, sieht das große Ganze, nimmt sich auch in die Pflicht. Beim 1:1 gegen Fürth etwa nahm er das Gegentor auf seine Kappe. „Unsere Offensivspieler sind selbstkritisch und wissen, dass wir unsere Chancen aktuell nicht nutzen. Wir schießen unsere Tore aber als Mannschaft, dazu müssen wir alle etwas beitragen“, betont er. „Wir sind ein Team, wir müssen zusammenhalten. Wir müssen zielstrebiger nach vorne spielen und zu klareren Torchancen kommen, vielleicht auch mal früher den Abschluss suchen.“
Steinwender zu spielerischen Lösungen: „Im letzten Drittel hapert es dann“
Bochum hatte auch in Kaiserslautern mehr Ballbesitz, was ein Ziel dieser Saison war. Vor allem die letzte Kette trägt dazu bei. Allerdings fehlte der Zug nach vorne, gab es viele Quer- und auch Rückpässe zuletzt. „Es wirkt von außen vielleicht manchmal so, dass wir den Ball hinten nur von rechts nach links schieben. Aber wir haben einen klaren Plan, wie wir den Gegner bespielen wollen“, sagt Steinwender. „Das gelingt uns aber nur bis zu einem gewissen Punkt, es hapert dann im letzten Drittel.“
Jetzt geht es gegen Wolfsburg. 95 Millionen Euro Marktwert hat das Team. Für knapp 30 Millionen konnte der VW-Klub neue Spieler wie Zweitliga-Star Fabian Reese kaufen. Bochum chancenlos? Mitnichten, versichert der VfL-Verteidiger. Steinwender verweist auf seine Vorsaison, als er mit Außenseiter Heart of Midlothian die schottische Liga rockte, erst am letzten Spieltag mit einem 1:3 gegen Celtic den ganz großen Triumph verpasste, Vizemeister wurde.
Chancenlos gegen Krösus Wolfsburg? „Wir haben auch viel Qualität“
„Wir müssen es endlich mal schaffen, zu Hause drei Punkte zu holen. Dabei spielt es auch keine Rolle, wer der Gegner ist. Ich habe vorige Saison in Schottland auch gegen Celtic Glasgow und die Glasgow Rangers gespielt, die uns finanziell weit überlegen waren“, so Steinwender. Oft mit Erfolg: Gegen Celtic etwa gab es neben der finalen Niederlage zwei Siege und ein Remis, auch die Rangers zogen zweimal den Kürzeren.
„Es bleibt ein Spiel, elf gegen elf. Es geht darum, unsere direkten Duelle zu gewinnen und in vielen Bereichen besser zu werden, um das Spiel auf unsere Seite zu lenken“, sagt Steinwender. „Wolfsburg hat viel Qualität, das wissen wir. Aber wir haben auch viel Qualität in unseren Reihen. Wir werden den Gegner genau analysieren, uns gut vorbereiten, unseren Plan zurechtlegen und dann alles geben, um das Spiel zu gewinnen.“
Der Verteidiger lebt Selbstvertrauen vor, das zuletzt wenige auf dem Rasen zeigten. Gelingt es, alle Köpfe aufzurichten? „Im Fußball gibt es immer Phasen, in denen es nicht so läuft, wie man sich das vorstellt, das ist bei uns aktuell der Fall. Aber bereits heute im Training war zu spüren, dass jeder sich reinhaut und gegen Wolfsburg unbedingt drei Punkte holen möchte. Wir müssen jetzt positiv bleiben.“
Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."