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VfL Bochum spielt sich in die Krise
#1
Der VfL Bochum bringt in Kaiserslautern offensiv fast nichts zustande, ein Aussetzer von Klaiber leitet die nächste Pleite ein. 0:2 – die Gründe. 

Der VfL Bochum rutscht immer tiefer in die Krise. Auch beim 1. FC Kaiserslautern präsentierte sich der Zweitligist zwar engagiert, aber ohne das letzte Feuer – und komplett harmlos. Ein Patzer von Sean Klaiber und ein fragwürdiger Elfmeter führten zum 0:2 auf dem Betzenberg. Der VfL verlor damit sein drittes Spiel in Folge – und erzielte dabei nur einen Treffer. Er bleibt bei sieben Punkten stehen und droht am Sonntag in der Tabelle weiter abzurutschen. Noch ist der VfL Dreizehnter. 

„Wir sind im Abstiegskampf, das ist ganz klar“, sagte erstmals Trainer Uwe Rösler im kleinen Journalisten-Kreis im Medienzentrum des Fritz-Walter-Stadions. „Und wir müssen uns damit auch identifizieren, wir müssen damit auch offen umgehen. Das ist jetzt keine Panik, aber je eher wir uns damit beschäftigen und es annehmen, umso eher kommt man dann auch wieder raus.“ Stürmer Philipp Hofmann, von Kaiserslautern weitgehend abgemeldet, stellte frustriert fest: „Das ist jetzt Abstiegskampf pur wieder. Vielleicht müssen wir geradliniger spielen.“ Der Angreifer vermisste in Kaiserslautern vieles: „Wir haben keine Energie, gerade über Außen. Wir spielen uns bis nach außen durch, und dann fehlt einfach die Entschlossenheit. Man sieht, dass kein Selbstvertrauen da ist.“ 

Dabei setzte Trainer Uwe Rösler auf die gleiche Elf, die gegen Arminia Bielefeld die Fans frustrierte mit ihren harmlosen Angriffsbemühungen. Auf dem Betzenberg erwartete Rösler einen ganz anderen Gegner, der auf zweite Bälle geht, Druck macht statt nur zu mauern. Gegen die rustikalen Pfälzer sollten die jungen Eigengewächse Tom Meyer (18) und Mats Pannewig (21) ihre Größe, Koji Miyoshi als Zehner seine Lauf- und Pressingstärke einbringen, weshalb der spielstarke, aber weniger wuchtige Neuzugang Charlie Patino als klassischer Aufbaumann an seinem 23. Geburtstag erneut nur auf der Bank blieb. 

Lob von Zoller für Rösler vor dem Anpfiff: „Macht einen guten Job“
Rösler schwor sein Team eine Viertelstunde vor dem Beginn im Kreis ein nahe der Gästekurve, pushte dann wie gewohnt mit der Faust voran die rund 2200 mitgereisten VfL-Fans im mit fast 50.000 Zuschauern ausverkauften Fritz-Walter-Stadion. „Uwe macht einen super Job“, lobte Lizenzfußball-Direktor Simon Zoller, der als Profi in Bochum und Kaiserslautern auf Torejagd ging, vor der Partie bei Sky. „Wir sind in der Entwicklung, wollen wegkommen vom Hau-Ruck-Fußball. Da sind wir auf einem sehr guten Weg. Aber klar, wir müssen Tore schießen, da müssen wir uns steigern.“ Das gelang nicht.

Dabei legte der VfL gut los, suchte die Tiefe von Gerrit Holtmann und dem anfangs aktiven Christian Rasmussen. Es blieb aber beim VfL-Problem: Die Flanken segelten ins Nichts (2./3.). Es entwickelte sich eine intensive, von Zweikämpfen zwischen den Strafräumen geprägte Partie ohne Höhepunkte mit leichten Vorteilen für Kaiserslautern, die aber bis auf zwei Szenen kaum durchkamen gegen die engagiert gegen den Ball arbeitenden Bochumer. Ein Kopfball von Paul Joly übers Tor (21.) und eine Direktabnahme von Stürmer Milos Lukovic neben den Kasten gab es nur zwei nennenswerte Halbchancen. Auf der anderen Seite allerdings schaffte es Bochum nicht, bis in den Strafraum vorzudringen. Ein Linksschuss von Rasmussen war die einzige kleine Prüfung für FCK-Keeper Julian Krahl. 

Fehler von Klaiber führt zum 1:0 für Kaiserslautern gegen Bochum
Und einen dicken Patzer gönnt sich der VfL ja fast immer in dieser Spielzeit. Rechtsverteidiger Sean Klaiber unterlief einen langen Ball, der flinke Ibrahim Kanate zog auf und davon, bediente in der Mitte mit einem Tunnel durch die Beine von Karol Mets Lukovic, der Torwart Timo Horn durch die Beine schoss. Das 1:0 für die Roten Teufel, ein Geschenk des VfL. Wobei Trainer Uwe Rösler meinte, dass Kanate Klaiber zuvor am Fuß getroffen hatte, für ihn ein „klares Foul“. 

Wie reagierte Bochum? Bisher hatte er nach einem Rückstand immer verloren. Dabei blieb es. Der Einsatz stimmte, das letzte Feuer aber fehlte, erst recht die Überzeugung. Entscheidend durchsetzen konnte sich der VfL fast nie gegen robuste, körperbetonte Pfälzer. Zu oft legten der weitgehend abgekochte Miyoshi und Co. den Ball nochmal quer statt abzuziehen, Rasmussen verpasste einmal knapp und verstolperte aussichtsreich kurz vor der Pause. Es fehlte Tempo, Präzision, Durchschlagskraft. Etwas gefährlicher war Kaiserslautern, das insgesamt den stabileren Eindruck machte. Mets klärte per Kopf kurz vor der Linie einen Schuss des am Elfmeterpunkt allein gelassenen Nataan Skyttä (40.). 

VfL Bochum bleibt ohne Ideen – Kaiserslautern erneut zu Null
Nach dem Wechsel drückten die Roten Teufel ein paar Minuten auf die Vorentscheidung, ehe der VfL mehr und mehr die Spielkontrolle übernahm, mehr Ballbesitz hatte – aber im ungefährlichen Bereich, ganz nach dem Geschmack der Gastgeber. Mats Pannewig und Koji Miyoshi setzten keinerlei Impulse, Stoßstürmer Philipp Hofmann war abgemeldet, die Flügel agierten zu fehlerhaft.

Jarne Steuckers kam dann für den blassen Holtmann (55.), auch dem Belgier gelang wenig. Gegen die starke Defensive der Gastgeber, die im vierten Spiel in Folge ohne Gegentor blieben auf dem Betze, fehlten die Mittel, die Ideen, es gab schlicht keine Abschlüsse und einen Expected-Goals-Wert, der Bände sprach nach 60 Minuten: Er tendierte gen Null. Bochum blieb harmlos, Lauterns seltene Nadelstiche versprühten mehr Gefahr wie der Kopfball von Skyttä in die Arme von Horn (65.). 

Rösler reagierte spät noch einmal: Berkan Taz und Charlie Patino kamen für Pannewig und Miyoshi. Kaum auf dem Feld, sorgte Patino für teuflischen Jubel. Der Neuzugang erwischte Jan Elvedi im Luftduell mit dem Ellbogen. Für Schiedsrichter Wolfgang Haslberger ein Foul – Elfmeter. Eine äußerst harte Entscheidung. Semih Sahin verwandelte sicher zum 2:0 (75.). Sean Klaiber hatte kurz vor Schluss dann die mit Abstand größte VfL-Chance, köpfte aber aus kurzer Distanz übers Tor (87.). 

Harte Zeiten für den VfL Bochum. Am Freitag (18.30 Uhr) kommt Aufstiegsfavorit VfL Wolfsburg ins Ruhrstadion. Es droht der Sturz auf einen Abstiegsplatz. 

Quelle: WAZ.de
Tradition ist nicht die Aufbewahrung von Asche, sondern die Weitergabe des Feuers
" Der  VfL kommt von der Castroper Strasse, und hier soll er auch bleiben."
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#2
Sauer waren die Fans des VfL Bochum nach dem 0:2 in Kaiserslautern. Philipp Hofmann spricht über den Gang in die Kurve und lässt Dampf ab. 

In Philipp Hofmann brodelte es. Ein paar Minuten stand der Stürmer des VfL Bochum beim Gang des Teams mit Kapitän Timo Horn in vorderster Front vor den Fans in der Gästekurve des Fritz-Walter-Stadions. „Sie fahren so weit, sind enttäuscht. Das wäre ich auch“, zeigte der Stoßstürmer Verständnis für den Unmut der rund 2200 mitgereisten Anhänger. 

Der 33-Jährige war ja selbst komplett frustriert. Wieder kein Tor, kein Punkt. Nach der dritten Pleite in Folge ist der VfL endgültig in der Krise angekommen. Das eigentlich angepeilte obere Drittel ist weit weg. Ein Abstiegsplatz: ganz nah.

Rösler: „Wir sind im Abstiegskampf, ganz klar“
„Wir sind im Abstiegskampf, das ist ganz klar“, sagte erstmals auch Trainer Uwe Rösler im kleinen Journalisten-Kreis. „Und wir müssen damit auch offen umgehen. Das ist jetzt keine Panik, aber je eher wir das annehmen, umso eher kommt man dann auch wieder raus.“ Für ihn selbst, für viele erfahrene Spieler sei eine schwierige Situation beim VfL nicht neu, meinte Rösler, der erstmals drei Niederlagen am Stück verkraften muss als VfL-Coach.

Hofmann ist einer dieser krisenerprobten Routiniers. Einmal mehr nahm der Gegner den Wandstürmer aus dem Spiel in der gefährlichen Zone. Hofmann kam nicht zum Abschluss. Auch, weil der VfL es erneut nicht schaffte, ernsthaft in die Box einzudringen, Flanken an den Mann zu bringen. „Wir haben keine Energie, finde ich. Gerade über außen, um uns einfach mal durchzusetzen“, ließ Hofmann Dampf ab. Namen nannte er nicht. Die offensiven Flügel besetzten Gerrit Holtmann und Christian Rasmussen, beide wurden meist abgekocht. „Bis 30 Meter vor dem Tor spielen wir hervorragenden Fußball. Aber da, wo es wichtig ist, kriegen wir es einfach gar nicht hin im Moment. Wir brechen ja nicht mal durch“, schimpfte Hofmann. 

Foul vor dem 0:1? Für Hofmann „ein Stellungsfehler“
Es fehle „Entschlossenheit. Man sieht, dass kein Selbstvertrauen da ist. Kaiserslautern war nicht überragend, hat ein ganz normales Spiel gemacht. Aber was wir dann auch für Gegentore kriegen“, legte Hofmann nach. Beim 0:1 nach einem langen Ball verschätzte sich Sean Klaiber, wurde dabei leicht getroffen von Ibrahim Kanate. Für Rösler ein Foul, für Hofmann nicht. „Es war ein Stellungsfehler. Das war zu wenig für ein Foul“, so der Angreifer.

„Und dann der Elfmeter. Er macht das nicht extra, aber das kommt dann natürlich dazu.“ Charlie Patino, gerade eingewechselt, erwischte Jan Elvedi im Luftduell mit dem Ellbogen im Gesicht, eine harte Entscheidung. Hofmann: „Es ist bitter, dass du solche Tore kriegst. Ich hatte schon das Gefühl, dass wir am Drücker waren, aber mit dem Elfer wird dir wieder der Stecker gezogen.“ 

Hofmann und Horn wollen in der Krise vorangehen
Gab es beim 1:2 in Hannover noch etliche Torchancen, kam der VfL gegen Bielefeld (0:1) und Kaiserslautern kaum noch zum Abschluss. Auch Hofmann setzte keine entscheidenden Zeichen. Fühlt er sich alleingelassen? „Ich will jetzt nicht sagen, ich brauche dies, ich brauche das. Ich sehe uns immer als Team“, betonte der Vize-Kapitän. „Ich versuche dann, mich fallen zu lassen, die Bälle zu verteilen, das habe ich heute auch wieder gemacht Wir müssen uns jetzt gemeinsam aus der Krise herausarbeiten. Wir als ältere Spieler müssen wieder vorangehen, so wie wir es letztes Jahr gemacht haben“, sagte Hofmann. Auch Timo Horn erklärte: „Wir sind da wieder gefragt, unseren Mann zu stehen und zu versuchen, mit Leistung und Ansprache die Jungs anzuführen.“

Nur: Reicht das? Oder braucht der VfL eine andere Spielart? „Wir als Mannschaft stehen hinter der Idee, Fußball zu spielen. Aber wir müssen entschlossener sein. Das ist Abstiegskampf pur jetzt“, betonte Hofmann. Da müsse man nicht alles über Bord werden, aber „vielleicht geradliniger spielen, schmutziger“. 

Am Freitag geht es im Ruhrstadion gegen den Ligakrösus VfL Wolfsburg (18.30 Uhr/Sky). Die Wölfe erzielten in den letzten zwei Partien sieben Treffer beim 4:4 in Nürnberg und 3:1 gegen Heidenheim. Bochum glückten bisher fünf Tore – in acht Partien. 

Quelle: WAZ.de
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#3
"the same procedure as every year".

Eine neue "Spielidee" wird gewünscht, Ein neuer Trainer wird geholt. Der in der laufenden Saison geholt wird, der im ersten Jahr relativ erfolgreich ist, Spieler nach seinen Vorstellungen werden verpflichtet, bis man dann feststellt, die "Spielidee" ist erfolglos. Ein Teufelskreis. Ich hoffe dieser Kteis wird durchbrochen. Letsch, Zeidler, Hecking und jetzt Rösler ?
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#4
Quo vadis, Bochum? Das 0:2 in Kaiserslautern war das vierte sieglose Spiel in Serie, gar die dritte Niederlage nacheinander. Der Revierclub taumelt gehörig in Richtung Keller - und die Mängelliste ist lang. 

Nach dem 0:2 auf dem Betzenberg herrschte gedrückte Stimmung im Bochumer Lager - und ungewohnte Einigkeit darin, wo es gerade ganz besonders klemmt: "Wir haben keine Energie und schaffen es nicht, uns im letzten Drittel durchzusetzen. Wir kommen in die Situation, bis 30 Meter vor dem Tor kombinieren wir gut. Aber da, wo es entscheidend ist, bekommen wir es im Moment nicht hin", stellte Stürmer Philipp Hofmann klar und beklagte, dass sich der VfL in den entscheidenden Momenten überhaupt nicht durchsetzen könne. Der 33-Jährige beklagte fehlende Flanken und allgemein das lahmende Flügelspiel. "Es fehlt die Entschlossenheit und das Selbstvertrauen in den Aktionen. So wird es schwer, Tore zu schießen." 

Das weiß mit Sicherheit auch Trainer Uwe Rösler, dessen Mängelliste dann aber noch etwas länger ausfiel. Das Lautern-Spiel sei "ein Spiegelbild der letzten Wochen", sagte der 57-Jährige und sprach recht offen über die Dinge, die gegen den FCK im Argen gelegen haben: "Es hat der letzte Punch gefehlt, sei es bei Flanken, in Eins-gegen-eins-Situationen oder bei Standards. Wir hatten keine Power und Zielstrebigkeit, uns im letzten Drittel zu behaupten." 

Ähnlich sah es auch Timo Horn, bei dem fast schon Resignation durchklang: "Es ist natürlich absolut ernüchternd und sehr enttäuschend. Wir waren heute wieder auf Augenhöhe und in weiten Teilen auch spielbestimmend, aber Woche für Woche fehlt der Erfolg vor dem Tor. Bis zum Sechzehner machen wir es ganz gut, aber dann fehlt uns im letzten Drittel die Durchschlagskraft. Daran müssen wir dringend arbeiten, weil es uns jetzt schon länger begleitet." 

Auch die Defensive hat ihren Anteil
Allein der schwächelnden Offensive, die aktuell mit gerade einmal fünf erzielten Treffern ligaweit die schlechteste ist, die Schuld in die Schuhe zu schieben, ist aber auch nicht angebracht, schließlich sah die Abwehr bei den Gegentoren auch nicht gerade gut aus. "Hinten haben wir heute auch ein paar Fehler zu viel gemacht", stellte Horn fest, während Rösler etwas mehr ins Detail ging. 

Ausgerechnet in einer Phase, in der der VfL das Spiel Rösler zufolge unter Kontrolle hatte, sei ein langer Ball gekommen, bei dem Sean Klaiber die falsche Entscheidung traf und Milos Lukovic anschließend das 1:0 für die Pfälzer erzielte (31.). "Wenn Sean hinten bleibt, dann passiert nichts. Er entscheidet sich aber, vor seinen Gegenspieler zu gehen", erklärte Rösler und nahm seinen Spieler direkt in Schutz, indem er explizit hervorhob, dass er solch ein nach vorne agierendes Defensivverhalten "generell positiv" sehe. 

Fehlendes Spielglück, fehlendes Selbstvertrauen?
Der Coach haderte dann auch noch mit dem fehlenden Spielglück: "Dann wird er am Fuß getroffen, was aus meiner Sicht ein klares Foulspiel war. Daraus entsteht das Tor, zu unserem Pech geht der Ball noch zweimal durch die Beine." Dass das Tor am Ende auch was mit der Mannschaft gemacht hat, sei letztlich auch irgendwie klar. "Mit dem Rückstand fängt der Kopf an zu rattern", so Rösler. 

Am Ende war schlicht nichts drin für den VfL, der in der zweiten Halbzeit "zwar alles, was offensiv ist, auf den Platz gebracht hat, aber es wurde 'Wild West' und die Struktur ging verloren. Wir wurden anfälliger für Konter und haben es nicht geschafft, das Tor zu attackieren." Der von Charlie Patino an Jan Elvedi verursachte Elfmeter, den Semih Sahin wuchtig verwandelte (75.) habe dem VfL laut Hoffmann "endgültig den Stecker gezogen". 

So stand am Ende die nächste Niederlage, die wiederum am Selbstvertrauen nagen dürfte. "Dass der Rucksack nicht leichter wird, ist klar. Da fehlt auf dem Platz die Leichtigkeit in der einen oder anderen Situation", weiß Horn, während Hofmann schon mal Alarmstufe Rot ausrief: "Wir müssen uns aus dieser Krise jetzt herausarbeiten. Es ist wieder Abstiegskampf pur." 

Der Blick auf die Tabelle zeigt, dass Bochums Vorsprung auf Holstein Kiel, das momentan auf Relegationsrang 16 liegt, nur zwei Punkte beträgt. Auf diesem könnte sich der VfL sogar schon am Sonntag wiederfinden, das wäre der Fall, wenn der Karlsruher SC (gegen Darmstadt) und Dynamo Dresden (gegen den 1. FC Magdeburg) jeweils ihre Heimspiele gewinnen. 

Quelle: Kicker.de
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#5
Analysiert wird ja reichlich, ist ja auch erst einmal gut so. Daraus müssen Erkenntnisse entstehen, die zu Lösungen führen. Was bedeutet: Keine Durchsetzungsfähigkeit in der Box und auf den Flügeln? Werden die Akteure falsch angespielt oder sind es einfach die falschen? Woran liegt das und was ist zu tun, um dies nachhaltig zu ändern? Man könnte das Spiel auf Umschaltfussball umstellen um mehr Raum für die Aussen zu bekommen. Man könnte das Personal im MF und im Sturm ändern, das eher den Abschluss sucht und möglicherweise entschlossener vorgeht. Man könnte mit 2 Spitzen und einem 4er MF agieren. Letztlich könnte man auch endlich mal wieder etwas aus den Standards machen.

Ob der jetzige Fußball irgendwann mal zum Erfolg führt, schließe ich nicht aus. Er ist sicherlich geeignet, junge Spieler zu fördern. Allerdings sollte man darüber nicht absteigen.
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#6
(10-18-2026, 03:36 PM)Scheffkoch schrieb: Analysiert wird ja reichlich, ist ja auch erst einmal gut so. Daraus müssen Erkenntnisse entstehen,  die zu Lösungen führen.  Was bedeutet: Keine Durchsetzungsfähigkeit in der Box und auf den Flügeln? Werden die Akteure falsch angespielt oder sind es einfach die falschen? Woran liegt das und was ist zu tun, um dies nachhaltig zu ändern? Man könnte das Spiel auf Umschaltfussball umstellen um mehr Raum für die Aussen zu bekommen. Man könnte  das Personal im MF und im Sturm ändern, das eher den Abschluss sucht und möglicherweise entschlossener vorgeht. Man könnte mit 2 Spitzen und einem 4er MF agieren. Letztlich könnte man auch endlich mal wieder etwas aus den Standards machen.

Ob der jetzige Fußball irgendwann mal zum Erfolg führt, schließe ich nicht aus. Er ist sicherlich geeignet, junge Spieler zu fördern. Allerdings sollte man darüber nicht absteigen.

Du legst den Finger ziemlich genau in die Wunde. Habe ich einen Spieler wie Gerrit Holtmann, kann ich mit ihm als Außen keinen Ballbesitzfußball spielen. Holtmann ist ein Sprinter, kein Fußballer. Er braucht Platz für sein Tempo. Pannewig wird in meinen Augen grandios überschätzt (und überschätzt sich möglicherweise auch selber). Ohne das Spiel beim FCK gesehen zu haben, war Meyer zuletzt der deutlich stärkere 6er. Das Festhalten an seinen "Lieblingsspielern" wird Rösler aktuell ein wenig zum Verhängnis, denn sie passen nur sehr bedingt zu der Art, wie er spielen lassen will.
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#7
Es ist ja alles auch eine Frage der Alternativen. Der VfL war immer erfolgreich wenn ein kreativer 10er dabei war. Also ein Spieler der genaue, gefährliche Flanken und Pässe spielen kann, sodaß ein Stürmer,z um Torerfolg, quasi nur noch den Fuß oder den Kopf hinhalten musste.Zuletzt waren das das DUO ZZ Top. Diese Spieler "arbeiten" für gewöhnlich ungern. So ein Spieler scheint Patino zu sein, diese Art Spieler passt aber nicht zu Rösler`s Spielidee.

Wenn ich daran denke, wie oft Zulj Holtmann auf die Reise geschickt hat, oder Zoller punktgenau angespielt hat.
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#8
ich verstehe nicht warum er spätestens nach dem Gruselauftritt gegen Bielefeld Patino nicht für Pannewig in die Startelf stellt?
Sein Argument war (nach dem Test gegen Osnabrück) dass Patino das Spiel zu langsam machen würde.

War das Spiel gegen Bielefeld denn nicht ebenso statisch ,leicht auszurechnen ohne Überraschungsmomente?
Dass Testspiele nur bedingt aussagefähig sind müsste unser Trainer auch langsam eingesehen haben.

Gegen Hannover war Patino jedenfalls stark....
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#9
Das Argument gegen Patino war die im Vergleich zu Pannewig /Meyer die schwächere Physis. Nunja, für Taz anstelle Miyoshi hat das wohl nicht gegolten.
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#10
Das sture Festhalten an Pannewig und Meyer halte ich auch für falsch. Die Jungs sind 18/19 Jahre alt, und  sind sicher noch nicht noch nicht in der Lage ihre Kollegen zu pushen. Meine These lautet ja. Talente können dann auf den Platz, wenn es grundsätzlich rund läuft, und nicht, wenn der Karren aus dem Dreck gezogen werden muss. Beide sind sicherlich Spieler mit Zukunft, aber nicht nicht für den Abstiegskampf.
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